POL-MA: Heidelberg: Seniorin durch falsche Bankmitarbeiterin betrogen
Heidelberg (ots)
Völlig niedergeschlagen erschien am Mittwoch eine 83-jährige Frau beim Polizeirevier Heidelberg-Nord und schilderte, dass sie Geschädigte einer Betrugsmasche ist. Bereits am Dienstagvormittag erhielt sie um kurz nach 11 Uhr einen überraschenden Anruf. Eine Frau stellte sich als Mitarbeiterin der Sicherheitsabteilung ihrer Bank vor. Sie behauptete, dass es eine ungewöhnliche Überweisung vom Konto der Seniorin in die Niederlande gegeben habe. Angesichts der Höhe des Betrags wolle die Bank dies nun überprüfen. Nachdem die Seniorin erklärte, dass sie kein Geld ins Ausland überwiesen hatte, wurde sie von der angeblichen Mitarbeiterin angewiesen, eine App zur weiteren Prüfung herunter zu laden. Das tat die 83-Jährige auch, allerdings ohne zu ahnen, dass sie so der Betrügerin Zugriff auf ihr Online-Banking-Konto ermöglichte. Die Frau überredete zudem die Seniorin ihr zwei TAN-Nummern zu nennen und Transaktionen freizugeben. Einige Zeit nach dem Telefonat kamen der Seniorin Zweifel, dass es sich um einen echten Anruf der Bank gehandelt hatte und rief die Hotline ihrer Bank an. Dabei stellte sich heraus, dass die Betrügerin eine fünfstellige Summe von ihrem Konto abgebucht hatte und dieses nun mehrere Tausend Euro im Minus war. Glücklicherweise konnte das Geld auf dem fremden Konto eingefroren werden. Durch das rasche Eingreifen der Polizei in Kooperation mit der Bank gelang es, dass Geld zu sichern und an die Seniorin zurück zu überweisen. Die weiteren Ermittlungen hinsichtlich des Falls von gewerbsmäßigem Betrug übernahm das Polizeirevier Heidelberg-Nord.
Die Polizei rät generell bei überraschenden Anrufen:
- Nehmen Sie niemals an, dass eine Nachricht oder ein Anruf
tatsächlich von Ihrer Bank stammt. Kontaktieren Sie stattdessen
Ihre Bank direkt über die offizielle Website, die auf der
Rückseite Ihrer Karte aufgeführt ist, oder über die offizielle
Kundendienstnummer.
- Ihre Bank wird Sie niemals nach vertraulichen Daten wie
Passwörtern, PINs oder TANs fragen. Teilen Sie diese
Informationen niemals über E-Mail, SMS oder Telefon mit.
- Werden Sie immer dann besonders misstrauisch, wenn es um Geld-
oder andere Vermögensforderungen geht.
- Halten Sie nach Möglichkeit Rücksprache mit anderen
Familienmitgliedern oder Vertrauten.
- Verständigen Sie im Zweifelsfall immer und zeitnah die Polizei.
Die diensthabenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten können
Ihnen verlässlich Auskunft darüber geben, ob es sich um eine
Betrugsmasche handelt.Weitere Informationen, wie Sie sich und Ihre Verwandten gegen diese und andere Betrugsmaschen schützen können, finden sie auch online: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mannheim
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Philipp Kiefner
Telefon: 0621 174-1111
E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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