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Polizeipräsidium Recklinghausen

POL-RE: Kreis Recklinghausen/Bottrop: Polizeipräsidium Recklinghausen veröffentlicht Kriminalitätsbericht 2025

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Recklinghausen (ots)

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und der Leitende Kriminaldirektor Jürgen Häusler haben heute den Kriminalitätsbericht für das Jahr 2025 vorgestellt.

"Die Zahl der Straftaten ist gesunken. Wir sind auf dem richtigen Weg", stellt die Polizeipräsidentin fest. "Das spricht für eine gute Qualität und Wirksamkeit unserer Polizeiarbeit."

Im Berichtsjahr 2025 verzeichnete die Polizei rund 1000 Straftaten weniger als im Vorjahr. Mit 54.012 registrierten Straftaten ist dies der niedrigste Stand der Gesamtkriminalität seit dem Jahr 2021. Deutlich mehr als die Hälfte der gesamten Fälle wurde aufgeklärt. Den größten Anteil an der Zahl der Gesamtstraftaten machen die Diebstahlsdelikte aus (z.B. Taschendiebstahl, Fahrraddiebstahl, Ladendiebstahl, Diebstahl an/aus Kfz, Kfz-Diebstahl, Einbrüche) - 20.461 Fälle, das ist ein Anteil von fast 38 Prozent an der Gesamtzahl der Taten.

"Vergleiche ich die Anzahl aller Delikte mit dem Jahr 2012, meinem Amtsantritt, sehe ich sogar einen Rückgang um rund 10.000 Fälle. "Früher war alles besser" stimmt in diesem Fall also nicht", bilanziert Friederike Zurhausen.

Gewaltkriminalität

Eine positive Entwicklung ist bei der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Straftaten, die mit erheblicher Gewaltanwendung oder schweren Folgen für die Opfer einhergehen, sind um nahezu sieben Prozent gesunken. "Das ist ein positives Signal", betont die Polizeipräsidentin. "Gerade diese Straftaten beeinflussen das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger in besonderem Maße."

Straßenkriminalität

Im Bereich der Straßenkriminalität sind die Zahlen gestiegen. Insgesamt wurden 12.002 Taten registriert - 395 Fälle mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Zuwachses liegt die Gesamtzahl noch unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Den größten Anteil innerhalb der Straßenkriminalität machen auch hier Diebstahlsdelikte aus. Jedes vierte Delikt (27 Prozent) ist ein Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen.

"Unterm Strich lässt sich feststellen, dass sich Delikte der Straßenkriminalität deutlich häufiger gegen Sachen richten als gegen Menschen", bilanziert Jürgen Häusler.

Messer- und Jugendkriminalität

Im Fokus liegen auch Taten, die mit einem Messer begangen werden. Für das zurückliegende Jahr erstellte das LKA NRW eine neue, detailliertere Auswertung für diesen Phänomenbereich. 221-mal wurde insgesamt mit einem Messer gedroht - zusätzlich wurden 104 Straftaten festgestellt, bei denen ein Messer mitgeführt wurde. Zum tatsächlichen Einsatz kam ein Messer in 115 Fällen. "Das Messer wird leider noch zu oft als mögliches Verteidigungsmittel eingesteckt. Über die schlimmen Folgen sind sich viele nicht bewusst", so der Direktionsleiter Jürgen Häusler. "Wenn kein Messer mitgenommen wird, kann es auch nicht eingesetzt werden."

Positiv ist, dass die Beteiligung von unter 21-Jährigen - sowohl an der Gesamtkriminalität als auch im Bereich der Gewaltkriminalität - gesunken ist.

Hierfür hat die Polizei Recklinghausen unter anderem im vergangenen Jahr ein besonderes Präventionskonzept an Schulen durchgeführt. Unter dem Motto "AnsprechBAR" ist die Polizei Recklinghausen in allen elf Städten des Zuständigkeitsbereichs präsent gewesen und hat zu Themen wie Messergewalt, Cybermobbing und Alkohol im Straßenverkehr aufgeklärt. Ziel dieser Maßnahmen ist es auf der einen Seite, frühzeitig zu sensibilisieren, Risiken aufzuzeigen und junge Menschen in ihrer Verantwortung zu stärken. Andererseits macht das Format die Polizei nahbar.

Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte

Aggression und Gewalt gegenüber Einsatzkräften haben erneut zugenommen. "Wer Polizistinnen und Polizisten und andere Vollstreckungsbeamte oder gar Rettungskräfte angreift, greift Menschen an, die für uns alle einstehen. Das ist für mich nicht hinnehmbar", sagt Friederike Zurhausen. "Um dies zu unterstreichen, stelle ich zusätzlich Strafanträge."

Wohnungseinbruchdiebstahl

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erneut zurückgegangen, das ist eine gute Nachricht. Insgesamt wurden 1.223 Taten registriert - das sind 87 Fälle weniger als im Jahr 2024. "Trotz positiver Entwicklung lassen wir in unseren Anstrengungen nicht nach, Wohnungseinbrüche zu bekämpfen. Wir wissen, dass jeder Einbruch in das eigene Zuhause Spuren hinterlässt und das Sicherheitsgefühl nachhaltig beeinträchtigt. Einbrüche zu verhindern, Taten aufzuklären und Täter zu ermitteln bleibt daher ein Behördenschwerpunkt", betont Friederike Zurhausen.

Die Polizei Recklinghausen geht seit vergangenem Herbst neue Wege in der Präventionsarbeit: Die Kolleginnen und Kollegen haben sechs Podcast-Folgen rund um das Thema Wohnungseinbruch produziert. Mit diesem innovativen Format wurde die Reichweite der Aufklärungsarbeit erweitert und ein zusätzlicher Zugang zu wichtigen Sicherheitsthemen geschaffen.

Sexualdelikte

Im Bereich der Sexualdelikte ist ein Anstieg der Gesamttaten von 1292 auf 2076 Fälle zu beklagen. Etwa die Hälfte hiervon sind Straftaten, die im Zusammenhang mit Kinderpornographie stehen. Hier haben sich die Zahlen fast verdoppelt. "Unsere Ermittlerinnen und Ermittler zeigen einen unermüdlichen Einsatz und werten Terabytes an Daten aus. Dadurch werden immer wieder neue Fälle bekannt, die wiederum den Anstieg der Gesamtzahlen erklären", stellt Jürgen Häusler heraus.

Computerkriminalität

Besonders positiv ist der Rückgang der Computerkriminalität. Es gab ein Minus von über 40 Prozent. Fast jeder zweite Fall konnte aufgeklärt werden. Das ist auch ein deutliches Plus bei der Aufklärungsquote.

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Einen deutlichen Rückgang gibt es in diesem Berichtsjahr bei den Betrugsdelikten. Mit einem Minus von rund 34 Prozent ist der Waren- und Warenkreditbetrug stark rückläufig. Dieser Trend zeigt sich auch bei den Betrugsdelikten zum Nachteil älterer Menschen. Auch hier wurden knapp 270 Straftaten weniger als im Vorjahr angezeigt.

Abschließend fasst Friederike Zurhausen zusammen: "Der Kriminalitätsbericht 2025 enthält Fakten. Er stellt objektiv die Zahlen der angezeigten Straftaten dar. Der Bericht zeigt eine positive Entwicklung - wir sind auf dem richtigen Weg. Daneben gibt es jedoch die Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger - und die weicht oft von dem ab, was sich statistisch belegen lässt. Dieses Empfinden dürfen wir als Polizei nicht ignorieren. Im Gegenteil, das Sicherheitsgefühl ist ernst zu nehmen. So wird es in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt sein, Sicherheit sichtbarer zu machen, indem wir bestehende Präsenzmaßnahmen ausweiten. Wir wollen die Sicherheit auf den Straßen und Plätzen noch mehr in den Fokus nehmen."

Anmerkung

Der vorliegende Pressetext gibt nur einen kleinen Überblick aus dem ausführlichen und umfangreichen Kriminalitätsbericht 2025. In dem Bericht selbst befinden sich Statistiken und Entwicklungen der einzelnen Deliktfelder - auch heruntergebrochen auf die einzelnen Städte im Zuständigkeitsbereich der Polizei Recklinghausen. Den gesamten Kriminalitätsbericht finden Sie im Anhang und auf unserer Internetseite https://recklinghausen.polizei.nrw/artikel/jahresberichte-kriminalitaets-und-verkehrsunfallstatistik Für Rückfragen von Medienvertretern steht der Leiter der Direktion Kriminalität, Jürgen Häusler, heute (02.03.) ab 13:00 Uhr telefonisch zur Verfügung. Die Medienanfragen werden von der Pressestelle aus koordiniert - Für einen reibungslosen Ablauf bitten wir Medienvertretende, Fragen und eine telefonische Erreichbarkeit an folgendes E-Mail-Postfach zu senden: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de

Rückfragen für Medienschaffende bitte an:

Polizeipräsidium Recklinghausen
Pressestelle
Telefon: 02361 55 1032/1033
E-Mail: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de
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