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LKA-NRW: 13. bundesweiter Aktionstag gegen Hasspostings - Polizei in NRW schreitet ein gegen Hetze im Netz

LKA-NRW: 13. bundesweiter Aktionstag gegen Hasspostings - Polizei in NRW schreitet ein gegen Hetze im Netz
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Düsseldorf (ots)

Die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt sich heute (25.02.2026) am 13. bundesweiten Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings. Ziel ist es, Urheber von strafbaren Hassäußerungen im Netz zu identifizieren, konsequent zu verfolgen und Betroffene zu schützen.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Fokus an diesem Tag auf 13 konkreten Ermittlungsverfahren aus sechs Kreispolizeibehörden. Die Verfahren sind überwiegend der politisch motivierten Kriminalität rechts zuzuordnen betreffen aber auch die Bereiche linkspolitische, religiöse und ausländische Ideologie.

Insgesamt setzte die Polizei in NRW 17 strafprozessuale Maßnahmen um. Die Ermittler konfrontierten die Verfasser der Hasspostings mit dem jeweiligen Tatvorwurf, vernahmen sie zur Sache und vollstreckten drei Durchsuchungsbeschlüsse. Es wurden Smartphones und andere Mobile Devices als mögliche Tatmittel und zum Zweck der Beweisführung sichergestellt.

Die Polizei NRW setzt mit der Aktion ein Zeichen. Es ist wichtig, Hetzer und andere Straftäter aus der vermeintlich schützenden Anonymität des Internets herauszuholen und sie die Konsequenzen ihres Tuns spüren zu lassen. Hasspostings treffen häufig Menschen, die sich ehrenamtlich, politisch oder gesellschaftlich engagieren. Diese Taten müssen ernst genommen werden - online wie offline. Wer strafbare Inhalte postet, teilt oder unterstützt, muss mit Ermittlungen und polizeilichen Maßnahmen rechnen.

Die Polizei NRW entdeckt und verfolgt aktiv Straftaten im Internet, aber der effektive Kampf gegen Hass im Netz kann nur gemeinsam mit einer starken Community gelingen. Darum ist jeder aufgerufen - wie im analogen Leben - nicht wegzuschauen, sondern Online-Täter zu melden und das Internet zu einem sicheren virtuellen Raum für uns alle zu machen.

Strafbare Hasspostings können bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Internetwache der Polizei NRW angezeigt werden.

Betroffene von Hass und Hetze im Netz stehen zudem Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Informationen hierzu finden Sie auf den Präventionsseiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (https://polizei.nrw/artikel/polizeilicher-opferschutz-in-nrw) und bei diversen Initiativen gegen Hass im Netz, zum Beispiel hier: https://hateaid.org/category/politik-demokratie/

Die Fallzahlen von Hasspostings haben sich im Bundesgebiet zwischen 2021 (2.411 Fälle) und 2024 (10.732 Fälle) mehr als vervierfacht. In NRW haben sich die Zahlen bekannt gewordener Fälle zwischen 2022 (446 Fälle) und 2024 (1167 Fälle) mehr als verdoppelt. Für das Jahr 2025 zeichnen sich in NRW nach vorläufigen Zahlen abermals ein leichter Anstieg ab.

Am diesjährigen bundesweiten Aktionstag beteiligen sich alle 16 Bundesländer mit entsprechenden Maßnahmen. (https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2026/Presse2026/260225_StrafbareInhalteimNetz.html)

Was sind strafbare Hass-Postings?

Beleidigungen, Bedrohungen, Volksverhetzung oder Aufrufe zu Gewalt gegen Gruppen wegen Religion, Herkunft oder Orientierung zählen zu den Delikten auf die die Polizei am Aktionstag ein besonderes Augenmerk gelegt hat.

Wo sind die "Tatorte"?

Zunächst überall im Netz, wo Menschen über Social-Media und Messanger mit einander kommunizieren sowie strafbare Äußerungen in einer geschlossenen oder offenen Gruppe tätigen. Häufig im Kontext von Wahlen, politischen Debatte oder sozialem Engagement.

Was kann jeder tun?

   - Verfügbare Informationen dokumentieren / sichern (Screenshots, 
     Kopien etc.)
   - Anzeige bei der Polizei erstatten (auch online möglich)
   - Posting dem Plattformbetreiber melden

Projekt "Verfolgen statt nur Löschen"

Zusammen mit der in Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW) setzt sich das Landeskriminalamt aktiv gegen Hasspostings im Netz ein unter anderem mit der Initiative "Verfolgen statt nur Löschen" werden Täter aus der Anonymität geholt, um rassistischer Meinungsmache entgegen zu treten. Seit Bestehen des Projektes haben sich auch viele Medien der Initiative gegen Hetze im Netz angeschlossen. Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: https://lka.polizei.nrw/artikel/wer-hetzt-macht-sich-strafbar-auch-im-netz.

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 939 6666
E-Mail: pressestelle.lka@polizei.nrw.de

Original-Content von: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, übermittelt durch news aktuell

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