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Polizeiinspektion Goslar

POL-GS: Betrugsmasche "Call ID Spoofing" weiterhin hochaktuell

Goslar (ots)

Eine weitverbreitete Betrugsmasche ist das sogenannte "Call ID Spoofing", also das Verwenden von manipulierten Rufnummern, bei der Kriminelle bekannte oder offizielle Telefonnummern von Geldinstituten oder Behörden vortäuschen, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen und Seriosität vorzutäuschen. Tatsächlich erfolgen derartige Anrufe täglich tausendfach aus kriminellen Call-Centern, die im Ausland ansässig sind.

So erging es im Frühjahr auch einem 69-jährigen Mann aus dem Landkreis Goslar, der von einer Rufnummer seiner vermeintlichen Hausbank angerufen wurde. In dem Telefonat wurde ihm mitgeteilt, dass auf seinem Kreditkartenkonto eine Fehlbuchung eingegangen sei und er diese Transaktion rückgängig machen müsse. Hierfür wurde ihm eine sogenannte "Stornierungs-IBAN" mitgeteilt, um den Betrag per Sofortüberweisung zurücküberweisen zu können. Der Geschädigte bemerkte erst später den Betrug, eine Rückholung des Geldes, in diesem Fall weit über 10.000 Euro, war allerdings aufgrund der Sofortüberweisung nicht möglich.

Stephan Reis, Leiter des Fachkommissariates für Betrugsdelikte bei der Polizei Goslar, erklärt das weitere Vorgehen der Betrüger: "Solche Transaktionen werden durch die jeweiligen Täter umgehend auf Konten sogenannter Finanzagenten weitergeleitet, die von den professionell organisierten Tätergruppierungen zur Verschleierung der Geldflüsse getäuscht oder instrumentalisiert werden. Von dort aus wird das Geld meist in Echtzeit über weitere Geldwäschekonten geschleust oder in Kryptowährungen umgewandelt und ist dann unwiederbringlich verloren."

Um nicht Opfer einer solchen Betrugsmasche zu werden, bittet die Polizei, diese Hinweise zu beachten:

   - Fehlerhafte Finanztransaktionen auf Giro- oder 
     Kreditkartenkonten sind eine absolute Ausnahme und werden 
     niemals von einem Geldinstitut telefonisch, sondern immer 
     persönlich mit dem Kunden geklärt.
   - Geben Sie niemals persönliche Daten oder Bankdaten auf einer 
     Seite ein, die Sie über einen Link, eine SMS oder E-Mail 
     erreicht haben. Offenbaren Sie derartige sensible Daten auch 
     niemals am Telefon.
   - Antworten Sie nicht auf unbekannte SMS und löschen Sie diese.
   - Seien Sie wachsam bei Nachrichten oder Anrufen, bei denen Druck 
     ausgeübt wird.
   - Ihre Bank oder Sparkasse wird Sie niemals telefonisch dazu 
     auffordern, Geld zu überweisen. Suchen Sie ihr Kreditinstitut im
     Zweifel persönlich auf.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Goslar
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 05321/339104
E-Mail: pressestelle@pi-gs.polizei.niedersachsen.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Goslar, übermittelt durch news aktuell

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