POL-MA: Mannheim: Seniorin durch falsche Bankmitarbeiter betrogen - Zeugenaufruf
Mannheim (ots)
Eine Seniorin aus der Cannabichstraße erhielt am Dienstagnachmittag einen überraschenden Anruf. Ein Herr Himmelreich stellte sich gegen 16:30 Uhr als Mitarbeiter ihrer Bank vor. Er erklärte, dass immer mehr Falschgeld im Umlauf sei. In diesem Kontext bot er eine Überprüfung der Geldscheine der Frau durch die Bank an. Dafür würde sogar ein Mitarbeiter zur Wohnung der Seniorin kommen und das gleich vor Ort testen. Die Frau willigte ein und so klingelte kurze Zeit später ein Mann an der Tür der Frau. Ihm händigte sie mehrere Einhunderteuro-Scheine zur Überprüfung aus. Der falsche Mitarbeiter verlangte nun auch noch die Bankkarten der Seniorin und verließ unter einem Vorwand die Wohnung. Eine Viertelstunde später kam der Mann zurück und behauptete, dass es sich bei den Geldscheinen um Falschgeld handele. Daher müsse er diese einbehalten. Die Bankkarten gab er zurück. Ob der Betrüger damit auch Geld vom Konto abhob, ist bislang noch unklar. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg übernahm die weiteren Ermittlungen. Der Tatverdächtige wird als 18 bis 19 Jahre alt, 175 bis 180 cm groß, schlank und mit südländischem Erscheinungsbild beschrieben. Er hatte kurze schwarze Haare und trug schwarze Kleidung. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der Telefonnummer 0621/174-4444 zu melden.
Die Polizei rät generell bei überraschenden Anrufen:
- Nehmen Sie niemals an, dass eine Nachricht oder ein Anruf
tatsächlich von Ihrer Bank stammt. Kontaktieren Sie stattdessen
Ihre Bank direkt über die offizielle Website, die auf der
Rückseite Ihrer Karte aufgeführt ist, oder über die offizielle
Kundendienstnummer.
- Ihre Bank wird Sie niemals nach vertraulichen Daten wie
Passwörtern, PINs oder TANs fragen. Teilen Sie diese
Informationen niemals über E-Mail, SMS oder Telefon mit.
- Werden Sie immer dann besonders misstrauisch, wenn es um Geld-
oder andere Vermögensforderungen geht.
- Halten Sie nach Möglichkeit Rücksprache mit anderen
Familienmitgliedern oder Vertrauten.
- Verständigen Sie im Zweifelsfall immer und zeitnah die Polizei.
Die diensthabenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten können
Ihnen verlässlich Auskunft darüber geben, ob es sich um eine
Betrugsmasche handelt.Weitere Informationen, wie Sie sich und Ihre Verwandten gegen diese und andere Betrugsmaschen schützen können, finden sie auch online: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mannheim
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Philipp Kiefner
Telefon: 0621 174-1111
E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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