Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
BPOL NRW: Exhibitionistische Handlungen und massiver Widerstand mit verletzten Beamten - Bundespolizei regt erfolgreich U-Haft an
Essen (ots)
In den frühen Morgenstunden des 4. Juni sorgte ein Mann im Essener Hauptbahnhof für einen größeren Einsatz der Bundespolizei. Nach exhibitionistischen Handlungen leistete er bei der Festnahme und auf der Dienststelle massiven Widerstand, bei dem vier Beamte verletzt wurden.
Gegen 03:00 Uhr beobachteten Einsatzkräfte über die Videoüberwachungsanlage, wie sich der 28-jährige mehrfach vor Reisenden entkleidete und sein Glied entblößte. Zudem pöbelte der Mann fortlaufend Passanten an. Da sich der tunesische Staatsangehörige vor Ort nicht ausweisen konnte, sollte er zur Identitätsfeststellung in die Wache gebracht werden. Bereits auf dem Weg dorthin sperrte sich der Aggressor massiv gegen die Laufrichtung, ließ sich fallen und musste getragen werden. Plötzlich versuchte er, sich durch einen Überschlag nach vorne aus dem Griff der Uniformierten zu lösen, woraufhin sie ihn zu Boden brachten. Bei der Identitätsfeststellung des Tunesiers entdeckten die Beamten zudem, dass er sich ohne erforderlichen Aufenthaltstitel in der Bundesrepublik aufhielt. Im Gewahrsamsbereich eskalierte das Verhalten weiter. Der Wohungslose versuchte ohne ersichtlichen Grund, sich selbst am Kopf zu verletzen. Die Beamten stoppten ihn. Während der anschließenden Durchsuchung schlug er mehrfach in Richtung der Beamten, traf einen Bundespolizisten am Unterarm und stieß fortlaufend Beleidigungen sowie Bedrohungen aus. Zudem schlug er ein Atemalkoholtestgerät mutwillig zu Boden. Nach weiteren Schlagbewegungen musste der 28-Jährige erneut zu Boden gebracht und gefesselt werden. Hierbei verletzte er zwei weitere Beamte durch Tritte und Kratzen. Insgesamt wurden vier Einsatzkräfte verletzt, blieben jedoch dienstfähig. Ein angeforderter Polizeiarzt bescheinigte schließlich die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes, den die Einsatzkräfte daraufhin in das Polizeigewahrsam Essen brachten. Am Nachmittag erfolgte die Vorführung des Mannes bei der zuständigen Richterin durch Ermittlungsbeamte der Bundespolizei, die eine Untersuchungshaft anregten. Die Richterin stimmte einer Untersuchungshaft zu, woraufhin die Beamten den Mann in eine JVA überstellten. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren ein.
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