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15.08.2019 – 07:33

Polizeiinspektion Oldenburg - Stadt / Ammerland

POL-OL: +++ Warnhinweis vor falschen "Microsoft-Support-Anrufern" - Mehrere Betrugsfälle in Oldenburg +++

Oldenburg (ots)

Die Masche ist seit Jahren bekannt, und auch mehrere Oldenburger sind in den vergangenen zwei Wochen von sogenannten falschen "Microsoft-Support-Anrufen" betrogen worden.

Oftmals geben sich die Betrüger per Telefon als Microsoft-Mitarbeiter aus und berichten den Geschädigten von vermeintlichen Schadsoftwaren oder anderen Problemen auf deren Computern. Die Betrüger versuchen durch eine rhetorisch geschickte Gesprächsführung Zugang zu dem PC zu erhalten und bitten um die Installation einer Fernwartungssoftware. Werden dann die Zugangsdaten der Software durch den Geschädigten am Telefon durchgegeben, kann der Betrüger nahezu alle Vorgänge, wie auch Manipulationen von Bezahlvorgängen, am PC veranlassen. Im Anschluss findet oftmals auch eine Zahlungsforderung statt, die zum Teil beim Bezahlen auf eine noch höhere Summe durch den Täter geändert wird.

Diese Betrugsmasche ist insgesamt sehr komplex; eine vollständige Darstellung des Vorgehens ist kaum möglich. In Oldenburg wurden acht Personen durch diese Betrugsmasche in den letzten Tagen geschädigt. Der höchste Schaden beträgt einige Tausend Euro.

Verhaltenshinweise (siehe auch unter https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/gefaelschte-microsoft-support-anrufe-gehen-weiter.html ):

Microsoft und andere Supportanbieter rufen Ihre Kunden nicht auf diese Art und Weise an. Sollten Sie einen solchen Anruf bekommen, beenden Sie das Gespräch. Falls diese Anrufe nerven, können Sie diese ggf. im Router/Telefon auf eine Sperrliste setzen, damit diese nicht mehr durchgestellt werden.

Sollten Sie auf eine entsprechende Webseite gelangen, bewahren Sie Ruhe. Beenden Sie die Webseite oder ggf. den Browser. Ein Neustart sollte in der Regel auch helfen. Ggf. muss der Browser entsprechend zurückgesetzt werden. Starten Sie zur Sicherheit Ihre eigene Antivirensuche mit einer ausführlichen Suche.

Notieren Sie die Rufnummer, die bei Ihnen auf dem Display erscheint. Auch dann, wenn diese Rufnummer in der Regel durch die Täter mittels Call-ID-Spoofing gefälscht ist.

Sollten die Täter mittels Fernzugriff bereits auf Ihrem Rechner sein. Notieren Sie die Teilnehmernummer des Remote-Computers, mit dem der Zugriff auf Ihren Rechner erfolgt. Ggf. lassen sich hier weitere Ermittlungen durch die Polizei tätigen.

Prüfen Sie ausführlich Ihren Computer mit einer aktuellen Antivirensoftware. Zusätzliche Prüftools bekommen Sie auch auf www.botfrei.de .

Beenden Sie die Internetverbindung (LAN-Kabel ziehen/WLAN beenden).

Informieren Sie Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie im Schadensfall Anzeige. Sollten Bankdaten (oder vergleichbare Daten) benutzt worden sein, informieren Sie unverzüglich die entsprechende Bank. Achten Sie zukünftig auf unberechtigte Abbuchungen. Ggf. sollten eine Kreditkarte sofort gesperrt werden.

Informieren Sie Familienmitglieder (auch Eltern/Großeltern), Freunde und Bekannte über diese Masche!

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Oldenburg - Stadt / Ammerland
Pressestelle
Stephan Klatte
Telefon: 0441 790 4004
E-Mail: pressestelle@pi-ol.polizei.niedersachsen.de
http://www.pd-ol.polizei-nds.de/dienststellen/polizeiinspektion_olden
burg_stadt_ammerland


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