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29.04.2019 – 12:30

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

POL-MK: Jugendliche randalieren am Bahngleis - Strecke gesperrt/ Hund nach Böller-Wurf verletzt

Altena (ots)

Eine Gruppe feiernder, alkoholisierter Jugendlicher sorgte in der Nacht zum Sonntag in Altena für einen stundenlangen Polizeieinsatz. Wegen eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" zog die Polizei Kräfte am Altenaer Bahnhof zusammen. Die Bundespolizei sperrte die Bahnstrecke. Die "Party" endete für mehrere der jungen Leute im Gewahrsam und mit einer Fülle von Anzeigen.

Kurz nach 21 Uhr kamen die ersten Beschwerden von der Bismarckstraße. Dort sollte eine große Gruppe Jugendlicher Randale veranstalten. Die Polizei sprach Platzverweise gegen 16 junge Leute aus. Eine Dreiviertelstunde später wiederholte sich das Ganze im Behördenparkhaus.

Kurz vor Mitternacht informierten mehrere Zeugen die Polizei, dass eine etwa 20-köpfige Gruppe Jugendlicher am Bahnhof Müll auf die Gleise werfe. Aufgrund der aggressiven Stimmung rechneten die besorgten Beobachter damit, dass gleich eine Schlägerei losgehe. Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Werdohl und Letmathe wurde gestoppt. Als die Polizei am Bahnhof eintraf, schien sich die Lage etwas beruhigt zu haben. Die Jugendlichen agierten dennoch aggressiv. Die Beamten holten eine Mülltüte voller Glasflaschen vom Gleis und nahmen die Personalien von 13 Jugendlichen und jungen Erwachsene auf. Sie bekamen Platzverweise: Sie mussten sich, so die Anordnung, umgehend aus der Altenaer Innenstadt entfernen - zu Fuß, per Taxi oder Bus. Die Polizei begleitete eine Gruppe vom Bahnhofsbereich weg. Gegen 0.30 Uhr konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Damit war die Sache aber noch nicht beendet. Kurze Zeit später traf eine Streife zwei 16- bzw. 17-jährige Mitglieder der Gruppe erneut in der Innenstadt. Als sie den Beamten Schimpfworte an die Köpfe schleuderten, griff die Polizei durch. Die Jugendlichen wurden in Handfesseln fixiert und durchsucht. Der 16-Jährige hatte Cannabis dabei. Die Jugendlichen wurden in Gewahrsam bzw. festgehalten und im Laufe der Nacht auf den Polizeiwachen Altena bzw. Iserlohn von den Eltern abgeholt.

Später griff die Polizei einen weiteren 17-jährigen auf und brachte ihn auf die Polizeiwache nach Altena. Dort sprang er plötzlich vom Stuhl auf und wollte rausrennen. Als ihn die Polizeibeamten festhielten, wehrte er sich massiv und konnte erst durch erneutes Anlegen von Handfesseln zur Raison gebracht werden. Bei einem Sturz wurde er verletzt und musste deshalb vom Rettungsdienst versorgt werden. Auch bei ihm fanden sich Rauschmittel.

Kurz vor 1 Uhr trafen die Polizeibeamten einen 19-jährigen Altenaer an der Lenneuferpromenade wieder. Er beleidigte die Beamten und weigerte sich, den Ort zu verlassen. Als die Beamten darauf ankündigten, ihn ebenfalls ins Gewahrsam zu stecken, wurde er handgreiflich und versuchte, einen Polizeibeamten zu schlagen. Es kam zu einem Handgemenge auf der Straße, bei dem ein Polizist leicht verletzt wurde. Auch auf dem Transport ins Gewahrsam beleidigte der 17-jährige Altenaer fortlaufend die Beamten. Erst auf der Wache in Lüdenscheid war es möglich, den jungen Mann zu durchsuchen. In Socke und Unterhose hatte er mehrere Tütchen Marihuana versteckt. Die Polizei beschlagnahmte Drogen und Handy. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe angeordnet. Erst kurz vor 4 Uhr am Sonntagmorgen war der Einsatz für die Kräfte beendet. Die Polizei ermittelt nun gegen die Jugendlichen unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf bzw. Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Bahnverkehrs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nach dem Zünden eines "China-Böllers" sind am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr zwei Männer auf der Freiheitstraße in einen Streit geraten. Ein Mann führte seinen Hund spazieren. Als ihm unversehens ein Feuerwerkskörper vor die Füße flog und zündete, machte der Hund einen Satz und zog sich eine blutende Wunde an der Pfote zu. Als sich der Geschädigte bei dem Werfer beschwerte entwickelte sich ein Streit. Der Werfer drohte mit Prügeln. Darauf rief der Geschädigte die Polizei. In deren Anwesenheit ging der Streit dann weiter. Die Polizeibeamten erteilten beiden Streithähnen Platzverweis und stellten sicher, dass beide in unterschiedliche Richtungen davon gingen. Der Geschädigte erstattete Anzeige und will einen Tierarzt aufsuchen.

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