POL-PDTR: Pressebericht zur Verkehrsunfallstatistik der PI Baumholder im Jahr 2025
Baumholder (ots)
Im Jahr 2025 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Baumholder 361 Verkehrsunfälle registriert. Da es noch im Jahr 2024 zu 397 Verkehrsunfällen kam, bedeutet dies ein Rückgang von 36 Verkehrsunfällen, umgerechnet 9,1 %.
Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden konnte im Jahr 2025 ebenfalls ein Rückgang verzeichnet werden: - 2025 insgesamt 23 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, - 2024 insgesamt 26 Verkehrsunfälle mit Personenschaden.
Nachdem es in den zurückliegenden 3 Jahren im Zuständigkeitsbereich der PI Baumholder zu keinem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang kam, so musste im Jahr 2025 leider ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang aufgenommen werden.
Verkehrsunfälle mit "Kinderbeteiligung": Mussten die Beamten der PI Baumholder im Jahr 2024 noch 2 Verkehrsunfällen mit einer Beteiligung von Kindern im Alter von 0 - 14 Jahren aufnehmen, so blieb im Jahr 2025 die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung auf 2. Hierbei wurden 2 Kinder leicht verletzt.
Verkehrsunfallgruppe "Junge Fahrer":
Die Zielgruppe der "Jungen Fahrer" (18-24 Jahre) und der Jugendlichen (15-17 Jahre) steht seit Jahren im Mittelpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit. Wurden im Jahr 2024 67 Verkehrsunfälle mit Beteiligten dieser Risikogruppe aufgenommen, so erhöhte sich die Zahl im Jahr 2025 leicht auf 73 Verkehrsunfälle. Bei 56 Verkehrsunfällen war in dieser Altersgruppe die Fahrzeugführerin bzw. der Fahrzeugführer auch Hauptunfallverursacher.
Verkehrsunfälle mit Beteiligung von "motorisierten Zweirädern": Seit Jahren unternimmt die Polizei die unterschiedlichsten Anstrengungen, die Entwicklung der Verkehrsunfälle in dieser Risikogruppe günstiger zu beeinflussen. Das Präventionsprogramm "Motorradfahren in Rheinland-Pfalz - aber sicher!" ist dafür nur ein Beispiel. Häufig sind gerade Unfälle, an denen Zweiräder beteiligt sind, mit schweren Unfallfolgen verbunden. Bei insgesamt 3 Verkehrsunfällen, die von der PI Baumholder im Jahr 2025 aufgenommen wurden, waren motorisierte Zweiräder beteiligt. Dabei wurde eine Person so schwer verletzt, dass diese verstarb. Bei einem weiteren Unfall wurde eine Person leicht verletzt. Hautunfallursache ist zumeist auf einen Fahrunfall bzw. überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Örtlicher Unfallschwerpunkt und im Focus von polizeilichen Überwachungsmaßnahmen im Dienstbezirk ist in Verbindung mit "Motorradunfällen" die Strecke L 169 zwischen Baumholder und Niederalben. Aufgrund intensiver Kontrollmaßnahmen auf der L 169 zwischen Baumholder und Niederalben sind in diesem Bereich die Unfallzahlen zurückgegangen. Die Überwachungsmaßnahmen auf diesem Streckenabschnitt werden auch im Jahr 2026, insbesondere in den Sommermonaten, weiter fortgesetzt.
Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von / mit "Senioren": Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft steht schon seit Jahren im Blickpunkt der Politik und der Öffentlichkeit. Diese Gruppe (ab 65 Jahren) war 2025 an 50 Verkehrsunfällen beteiligt (2024: 51 Verkehrsunfälle). Bei vier Verkehrsunfällen kam es zum Unfall mit verletzten. In 39 Fällen war hier der "Senior" als Hauptverursacher zu verzeichnen. Aufgrund der jedoch eher ländlichen Struktur im Landkreis Birkenfeld und der Tatsache, dass es in vielen Ortschaften und Gemeinden an der Sicherstellung einer Grundversorgung der Bevölkerung in den jeweiligen Ortschaften mangelt, ist anzunehmen, dass gerade ältere Mitbürger zunehmend auf Mobilität zu den Versorgungsstandpunkten angewiesen sind.
Hauptunfallursachen:
Zu den häufigsten Unfallursachen im Jahr 2025 zählten wie in den vergangenen Jahren: Unzureichender Sicherheitsabstand (62 Verkehrsunfälle) Abbiegen, wenden, rückwärtsfahren (44 Verkehrsunfälle) Geschwindigkeit (32 Verkehrsunfälle)
Unfallursache "Alkohol- und Drogeneinfluss": Im Jahr 2025 kam es zu 5 Verkehrsunfällen (2024: 10), bei denen der Fahrzeugführer bzw. die Fahrzeugführerin unter Alkohol-, Drogen- bzw. Medikamenteneinfluss stand. Dies bedeutet einen Rückgang um 50 %. Für die jeweiligen Fahrzeugführerinnen und -führer folgten Blutentnahme und Führerscheinentzug als unmittelbare Konsequenz, nachfolgend die strafrechtliche Ahndung ihres Fehlverhaltens.
Unerlaubtes Entfernen von der Unfallstelle: Das unerlaubte Entfernen von der Unfallstelle ist immer noch, trotz des Wissens um die rechtlichen Konsequenzen eines solchen Verhaltens (Strafverfahren, Führerscheinentzug), ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrsunfallstatistik.
Im vergangenen Jahr 2025 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der PI Baumholder 54 Verkehrsunfälle, bei denen der Schadensverursacher nach dem Schadensereignis einfach "flüchtete" (2024: 48). 20 Verkehrsunfallfluchten konnten hierbei aufgeklärt werden.
Wildunfälle:
In der statistischen Betrachtung der Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Baumholder war sehr häufig Wild involviert. Die Zahl der Wildunfälle lag im Jahr 2025 bei 167, im Zeitraum 2024 bei 211. Dies bedeutet ebenfalls einen Rückgang der Unfallzahlen um ca. 20 %. Somit stellt die Wildunfallaufnahme einen Großteil der von der Polizeiinspektion Baumholder aufgenommenen Verkehrsunfälle dar.
Der Wildunfall ist ein andauerndes und durchaus schwerwiegendes Problem der Verkehrssicherheit. Er kann unabhängig von der Erfahrung und dem Fahrkönnen jeden Kraftfahrer treffen.
Am unfallträchtigsten in dieser Unfallkategorie ist die Landesstraße L 176 zwischen Ruschberg und Frauenberg, aber auch zwischen Breitsesterhof und Baumholder, sowie die Landstraße L 169 zwischen Niederalben und Baumholder, ebenso die Landesstraße L 348 in den Gemarkungen Berschweiler und Fohren-Linden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf folgendes hin: Die meisten Wildunfälle ereignen sich morgens zwischen 5 und 8 Uhr sowie abends zwischen 17 und 0 Uhr.
Bei 90 Prozent aller Wildunfälle kollidiert das Kfz mit einem Reh, bei 10 Prozent mit einem Wildschwein etc..
Vorsicht ist das ganze Jahr geboten, nicht nur im Frühjahr oder Herbst.
In der Dämmerung und vor allem nachts muss besonders mit Wildwechsel gerechnet werden.
Rückfragen bitte an:
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