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Zollfahndungsamt Dresden

ZOLL-DD: Jahresbilanz 2025 des Zollfahndungsamtes Dresden/ - 1.026 Ermittlungsverfahren gegen 1.135 Tatverdächtige eingeleitet - 11,9 Mio Zigaretten, 9,7 Mio ml Substitute, 11,5 Mio Euro sichergestellt

ZOLL-DD: Jahresbilanz 2025 des Zollfahndungsamtes Dresden/ - 1.026 Ermittlungsverfahren gegen 1.135 Tatverdächtige eingeleitet - 11,9 Mio Zigaretten, 9,7 Mio ml Substitute, 11,5 Mio Euro sichergestellt
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Dresden (ots)

Das Zollfahndungsamt Dresden hat auch im Jahr 2025 auf hohem Niveau 
seine Aufgaben zur Bekämpfung der mittleren, schweren und 
organisierten Zollkriminalität erfüllt.

Die Bandbreite der hiesigen Ermittlungen umfasste 
grenzüberschreitende Betäubungsmitteldelikte, 
Verbrauchsteuerstraftaten, Verstöße gegen das Außenwirtschaftsrecht 
und grenzüberschreitende Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen
in den Bereichen Waffen und Sprengstoff, Arznei- und Dopingmittel, 
Artenschutz und gewerblichen Rechtsschutz sowie die Hinterziehung von
Einfuhrabgaben.

Im vergangenen Jahr leitete das Zollfahndungsamt Dresden 1.026 
Ermittlungsverfahren gegen 1.135 Tatverdächtige ein und führte eine 
Vielzahl von bestehenden Verfahren fort. 
Aufgrund der erfolgreichen Ermittlungen des Zollfahndungsamtes 
Dresden sprachen Gerichte im Vorjahr Freiheitsstrafen von insgesamt 
87 Jahren sowie Geldstrafen in Höhe von 179.881 Euro aus. 

Darüber hinaus konnten im Bereich Vermögensabschöpfende Maßnahmen 
(VAM) Vermögenswerte in Höhe von 11.582.393,51 Euro sichergestellt 
werden.
Durch ihre Ermittlungen deckten die Dresdner Zollfahnderinnen und 
Zollfahnder Steuerhinterziehungen im Gesamtumfang von über 4,5 
Millionen Euro auf und stellten unter anderem:

-	261 Kilogramm Betäubungsmittel 
-	11,911 Millionen Stück Zigaretten
-	9,79 Millionen Milliliter Substitute
-	133.720 Stück Heat-not-Born-Produkte
-	159.000 Liter Heiz- und Kraftstoffe
-	49.309 Stück pyrotechnische Erzeugnisse
-	6 Scharfe Schusswaffen und 4 Schalldämpfer sowie weitere 
-	weitere 259 dem Waffengesetz unterliegende Gegenstände
-	298 Stück erlaubnispflichtige Munition
-	25.358 Tabletten mit verbotenen Arznei- und 
        Dopingmitteln
-	3.408 Stück gefälschtes Parfüm 

sicher.   


Weitere Auszüge aus der Bilanz:

Verbrauchsteuerkriminalität

Verbrauchsteuern stellen die bedeutendsten Einnahmen der 
Zollverwaltung dar und umfassen die sogenannten indirekten Steuern 
auf Genussmittel (Tabakwaren, alkoholische Getränke und Kaffee) sowie
Energieerzeugnisse (Energieträger wie Mineralöl, Erdgas, Flüssiggas 
und Kohle) und den elektrischen Strom. 

Der illegale Verkehr und Handel mit diesen hochsteuerbaren Waren 
birgt aufgrund der lukrativen, illegalen Gewinnaussichten ein enormes
Betrugspotenzial. Dieses verursacht - neben erheblichen 
Steuerausfällen in der Bundesrepublik Deutschland und anderen 
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - insbesondere auch 
Wettbewerbsverzerrungen in der Wirtschaft.

Das Zollfahndungsamt Dresden leitete im Berichtsjahr insgesamt 74 
Ermittlungsverfahren in diesem Deliktsbereich neu ein und stellte 
unter anderem 11.911.978 Zigaretten, 133.720 Stück 
Heat-not-Burn-Produkte sowie 159.015 Liter Heiz- und Kraftstoffe 
sicher.

Betäubungsmittelkriminalität

Die Bekämpfung des international organisierten Rauschgiftschmuggels 
stellt nach wie vor einen Hauptschwerpunkt in der Arbeit des 
Zollfahndungsamtes Dresden dar.  
Die Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Dresden sowie
der Gemeinsamen Ermittlungsgruppen Rauschgift (GER) leiteten in 
diesem Deliktsbereich insgesamt 119 Verfahren neu ein und stellten 
über 261 Kilogramm Betäubungsmittel sicher. 

Im Einzelnen handelt es sich hierbei u.a. um:
-	46,63 Kilogramm Kokain
-	10,72 Kilogramm Methamphetamin bzw. Crystal
-	3,52 Kilogramm MDMA
-	154,05 Kilogramm Haschisch
-	13,67 Kilogramm Neue Psychoaktive Stoffe (NPS)
-	19,66 Kilogramm Amphetamin und andere.

Aufgrund der Pilotierung des Projektes Basisermittlungen im Jahre 
2025 waren Sicherstellungen von Postsendungen mit Betäubungsmitteln 
im örtlichen Zuständigkeitsbereich des Zollfahndungsamtes Dresden 
stark rückläufig. 
Im Falle der Basisermittlungen führte hier das aufgreifende 
Hauptzollamt Dresden selbständig die Ermittlungen innerhalb der 
festgelegten Mengengrenzen durch. 
Für Postsendungen, die nicht für Deutschland sondern für Adressaten 
in anderen Ländern Europas oder auf anderen Kontinenten bestimmt 
waren, erhielten die Fahnder in den Zielländern im Zuge der 
internationalen Zusammenarbeit umgehend Mitteilungen über die 
hiesigen Feststellungen. Das hierbei sichergestellte Rauschgift wurde
in drei Fällen kontrolliert an die zuständigen 
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet und damit die dortigen 
Ermittlungen maßgeblich unterstützt. Aufgrund der angespannten 
Haushaltslage wurden hier deutlich weniger kontrollierte Lieferungen 
durchgeführt als in den Jahren zuvor.

Hinterziehung von Einfuhrabgaben

Im Berichtsjahr wurden 8 Ermittlungsverfahren neu eingeleitet bei 
denen der Verdacht bestand, dass Zölle sowie die Einfuhrumsatzsteuer 
nicht ordnungsgemäß entrichtet wurden. Der überwiegende Teil der 
Ermittlungsverfahren stand in Zusammenhang mit der Falschanmeldung 
der Warenwerte sowie der Warentarifnummern bei der Einfuhrabfertigung
von Waren. 

Sonstige Verbote und Beschränkungen

Unter Verboten und Beschränkungen sind alle EU-rechtlichen und 
nationalen Vorschriften zu verstehen, die dem Schutz der öffentlichen
Ordnung, der Umwelt, der menschlichen Gesundheit, der Tier- und 
Pflanzenwelt sowie dem gewerblichen Rechtsschutz dienen. 

Die Ermittlungsschwerpunkte des Zollfahndungsamtes Dresden liegen 
hierbei in den Deliktsbereichen der Waffen- und 
Sprengstoffkriminalität, der Marken- bzw. Produktpiraterie, des 
Arznei- und Dopingmittelschmuggels sowie im Bereich des 
Artenschutzes.


Waffen- und Sprengstoffkriminalität
In diesem Deliktsbereich konzentrierten sich die Ermittlungen des 
Zollfahndungsamtes Dresden vorrangig auf die Bekämpfung des 
Waffenschmuggels und die rechtswidrige Einfuhr von Sprengstoffen, 
insbesondere in Form von unerlaubter Pyrotechnik.

Die Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Dresden 
bearbeiteten im Vorjahr 386 Ermittlungsverfahren in diesem 
Deliktsbereich und stellten u.a. über 49.309 Stück pyrotechnische 
Erzeugnisse sowie 259 dem Waffengesetz unterliegende Gegenstände 
sicher. Dabei handelte es sich um verbotene, erlaubnispflichtige oder
nicht mit dem erforderlichen Prüfzeichen versehene Waffen, wie 
Schlagringe, Messer, Reizstoffsprühgeräte, verschiedenste 
Elektroimpulsgeräte, Softairwaffen und Waffenteile für scharfe 
Schusswaffen. 
Darüber hinaus konnten 298 Stück erlaubnispflichtige Munition 
sichergestellt werden.

Gewerblicher Rechtsschutz
Im Deliktsbereich des Gewerblichen Rechtsschutzes wurden im 
vergangenen Jahr sieben Ermittlungsverfahren neu eingeleitet. In 
einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Rechtsverletzungen
geschützter Marken oder Herkunftsbezeichnungen konnten 3.408 Parfüms 
verschiedener namhafter Marken sichergestellt werden. 

Arznei- und Dopingmittel
Wegen Verstößen gegen das Arzneimittel- sowie gegen das 
Antidopinggesetz ermittelten die Beschäftigten des Zollfahndungsamtes
Dresden im Vorjahr in 144 Fällen.
Sichergestellt wurden in diesen Ermittlungsverfahren 5.317 Tabletten,
3 Kilogramm Pulver und 36.360 Milliliter verbotener Arzneimittel 
sowie 20.041 Tabletten und 8.941 Milliliter mit Dopingsubstanzen.

Artenschutz
Die Arbeit des Zolls trägt maßgeblich zum Erhalt der vom Aussterben 
bedrohten Arten bei. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen überwacht der 
Zoll die Einhaltung der  gesetzlichen Ein- und Ausfuhrregelungen im 
internationalen Warenverkehr. Rund 5.800 Tier- und 30.000 
Pflanzenarten stehen unter diesem besonderen Schutz. Artgeschützte 
Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Waren, die verbotswidrig
ein- oder ausgeführt werden, werden von den Zollbehörden 
beschlagnahmt. Dabei ist es unerheblich, ob die Waren privat oder 
gewerblich im Reiseverkehr, im Postverkehr oder auf anderen Wegen 
transportiert werden. 

In 10 Ermittlungsverfahren gingen die Dresdner Zollfahnderinnen und 
Zollfahnder im letzten Jahr dem Verdacht von Verstößen gegen das 
Washingtoner Artenschutzübereinkommen sowie gegen das 
Bundesnaturschutzgesetz nach und stellten dabei u.a. 1036 Gramm 
Erzeugnisse aus der Kostuswurzel, 10 Erzeugnisse aus Waran, vier 
Erzeugnisse aus Krokodilleder sowie einen Krokodilschädel sicher.

Außenwirtschaftsrecht

Das Außenwirtschaftsrecht regelt den Wirtschaftsverkehr der 
Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten unter besonderer 
Berücksichtigung der eigenen sicherheits-, außen-, wirtschafts- und 
handelspolitischen Belange. Um diese tatsächlich wirksam schützen zu 
können, bedarf es staatlicher Eingriffe, die den an sich freien 
Wirtschaftsverkehr in erforderlichem Maße beschränken. 
Außenwirtschaftsrechtliche Beschränkungen treten zumeist in Form von 
Verboten oder Genehmigungsvorbehalten auf. Zentrales Ziel ist es, die
Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland zu gewährleisten
und eine Störung der auswärtigen Beziehungen zu verhindern.
Das Zollkriminalamt und die Zollfahndungsämter sind zuständig für 
strafrechtliche Ermittlungen bei vorsätzlichen Zuwiderhandlungen 
gegen exportkontrollrechtliche Bestimmungen im Auftrag der 
Staatsanwaltschaften der Länder oder bei proliferationsrelevanten 
Sachverhalten im Auftrag des Generalbundesanwalts.

Wegen außenwirtschaftsrechtlicher Verstöße wurden am Zollfahndungsamt
Dresden 177 Ermittlungsverfahren bearbeitet, überwiegend wegen 
Verstößen gegen die Sanktionen in Folge des russischen 
Angriffskrieges gegen die Ukraine. Schwerpunkt bildete hierbei die 
Ausfuhr hochwertiger Kraftfahrzeuge nach Russland, wobei die Ausfuhr 
in den wenigsten Fällen direkt, sondern zur Verschleierung des 
Transportweges, über die Türkei oder die Vereinigten Arabischen 
Emirate sowie verschiedene Nachbarstaaten Russlands erfolgte.

Zusatz: Die Jahresstatistik 2025 ist als Anlage beigefügt.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Dresden
Steffen Rothkegel
Telefon: 0351/2134-63310
E-Mail: steffen.rothkegel@zfadd.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Zollfahndungsamt Dresden, übermittelt durch news aktuell

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