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POL-MS: Polizei Münster stärkt Schutz vor häuslicher Gewalt - Neue Dienstanweisung setzt Istanbul-Konvention konsequent um

POL-MS: Polizei Münster stärkt Schutz vor häuslicher Gewalt - Neue Dienstanweisung setzt Istanbul-Konvention konsequent um
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Münster (ots)

Das Polizeipräsidium Münster verstärkt seinen Einsatz gegen häusliche Gewalt. Ziel ist es, den Schutz von Frauen und besonders gefährdeten Personen weiter zu verbessern, Abläufe zu beschleunigen und Hochrisikofälle noch früher zu erkennen.

Die neue Dienstanweisung der Polizei Münster ist ein weiterer konsequenter Schritt zur Umsetzung der Istanbul-Konvention - dem Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Dieses verpflichtet staatliche Stellen unter anderem dazu, Risiken frühzeitig zu identifizieren, Betroffene wirksam zu schützen und Verfahren effizient auszugestalten.

Konsequenz und Verantwortung im Fokus

Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf erklärt: "Häusliche Gewalt ist kein privates Problem, sondern eine schwere Straftat. Wir stärken den Schutz von Frauen und gefährdeten Personen konsequent weiter. Mit der neuen Dienstanweisung setzen wir die Vorgaben der Istanbul-Konvention um. Wir identifizieren Hochrisikofälle schneller, verkürzen Verfahrenswege und arbeiten noch enger mit unseren Netzwerkpartnern zusammen. Unser Anspruch ist klar: Betroffene wirksam schützen, frühzeitig handeln und konsequent einschreiten."

Zentrale Neuerungen im Überblick

Arbeitsabläufe bei der Polizei Münster werden standardisiert - klare, einheitliche Verfahrensstandards sorgen für Transparenz, Verlässlichkeit und eine konsequente Bearbeitung:

   - Das Zwangsgeld bei Verstößen gegen das Rückkehrverbot direkt vor
     Ort festgesetzt.
   - Schnellere Unterstützung für Betroffene: Die Einsatzkräfte 
     stellen unmittelbar nach dem Einsatz - sofern von der 
     gefährdeten Person gewünscht - Kontakte zu Beratungsstellen her.
     Diese gewährleisten eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 
     Stunden. Dadurch erhalten Betroffene zwei bis drei Tage eher 
     Hilfe als bisher.
   - Hochrisikofälle werden frühzeitig identifiziert: Bereits am 
     Einsatzort nehmen die Einsatzkräfte eine strukturierte 
     Gefährdungsbewertung vor. So können besonders gefährliche 
     Situationen schneller erkannt und priorisiert bearbeitet werden.
   - Wir blicken zusammen auf Einzelfälle: in standardisierten 
     Fallkonferenzen werden komplexe oder besonders gefährliche 
     Sachverhalte unter Beteiligung externer Stellen wie Jugendamt, 
     Beratungsstellen und weiteren Partnern durchgeführt.
   - Spezialisiertes Team für Häusliche Gewalt: Die Polizei Münster 
     richtet zudem ein speziell geschultes Team für häuslicher Gewalt
     ein. Die Beamtinnen und Beamten bündeln Fachwissen und 
     unterstützen besonders komplexe oder sensible Verfahren.

Durch diese Maßnahmen werden Entscheidungswege verkürzt, Informationen gebündelt und Schutzmaßnahmen schneller umgesetzt. Zusätzlich greift die aktuelle Rechtslage: das polizeiliche Rückkehrverbot gilt nun nicht mehr für 10, sondern für 14 Tage.

Hochrisikofälle konsequent im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Risikoanalyse. Ziel ist es, Eskalationen frühzeitig zu verhindern - insbesondere in Fällen, in denen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben besteht. Durch standardisierte Verfahren und feste Abstimmungsformate wird sichergestellt, dass gefährdete Personen schnellstmöglich in den Fokus abgestimmter Schutzmaßnahmen rücken.

Kontakt für Medienvertreter:

Polizei Münster

Telefon: 0251 275-1010
E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de
https://muenster.polizei.nrw/

Original-Content von: Polizei Münster, übermittelt durch news aktuell

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