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Der MDR muss auf die nicht erfolgte Anpassung des Rundfunkbeitrags reagieren und fokussiert sein Programm-Portfolio

Der MDR muss auf die nicht erfolgte Anpassung des Rundfunkbeitrags reagieren und fokussiert sein Programm-Portfolio
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Leipzig (ots)

Die bislang durch die Bundesländer seit 1.1.2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung. Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang der MDR-Programmangebote auswirken werden. Gleichzeitig geht es darum, die Stärken des MDR als regional verankerter und handlungsfähiger Medienanbieter zu bewahren. MDR-Intendant Ralf Ludwig hat heute (11.5.) den MDR-Rundfunkrat über das Maßnahmen-Paket informiert.

MDR-Intendant Ralf Ludwig:

„Wir haben uns die Entscheidungen beileibe nicht leicht gemacht und wir würden uns die Situation gewiss auch anders wünschen. Aber Fakt ist: wäre die aus unserer Sicht rechtmäßige moderate Anhebung des Rundfunkbeitrags seit 1.1.2025 so umgesetzt worden, wie von der KEF empfohlen und wie im Verfahren vorgesehen, müssten wir diesen nun einschneidenden Weg nicht gehen. Doch die Realität lässt uns keine andere Wahl, wir können die seit 1.1.2025 fehlenden Einnahmen als MDR nicht mehr kompensieren. Die ausgebliebene Beitragsanpassung erzeugt für uns eine erhebliche Finanzlücke, auf die wir deshalb ab 2027 mit einer Etatabsenkung verantwortungsvoll reagieren müssen, um den MDR insgesamt wirtschaftlich und publizistisch zukunftssicher aufzustellen.“

MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen:

„Der MDR ist angesichts der veränderten Mediennutzung wie alle Medienhäuser in permanenter Transformation. Gleichzeitig haben wir mehrere Phasen intensiver Einsparungen in allen Bereichen des Hauses durchlaufen. Weil wir den MDR nicht insgesamt schwächen und nicht unsere Aufgaben als öffentlich-rechtliches Haus gefährden wollen, haben wir uns entschieden, nicht in der Breite zu kürzen, sondern strategisch Prioritäten zu setzen. Die Entscheidungen schmerzen uns, aber wir gewinnen damit wirtschaftlich und publizistisch Handlungsspielraum, um unsere regionale Stärke und unsere Transformationsfähigkeit zu bewahren.“

Zu den Entscheidungen gehören:

  • „ARD-Mittagsmagazin“: Der MDR befindet sich in Gesprächen innerhalb der ARD, um die Produktion des ARD-Mittagsmagazins im Jahr 2027 abzugeben. Der Norddeutsche Rundfunk hat Bereitschaft signalisiert, das MIMA ggf. zu übernehmen.
  • Pause von MDR „Tatort-“ und „Polizeiruf“-Neuproduktionen für drei Jahre: Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen.
  • Konsequente Nutzung von digitalen Ausspielwegen für jüngere Zielgruppen: „MDR Sputnik“ wird bereits ab 2027 nicht mehr über UKW ausgestrahlt.
  • „MDR um 2“: wird ab 2027 nicht mehr als lineares TV-Magazin fortgeführt, sondern als Streamingformat für regionale Themen weiterentwickelt.
  • Damit priorisieren wir Regionalität, digitale Nutzung und die Nähe zu den Menschen in Mitteldeutschland.
  • U.a. wird es ab 2027 auch an Feiertagen wieder die drei eigenständigen Landesmagazine um 19 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

Die innerhalb des MDR betroffenen Bereiche, Belegschaftsvertretungen sowie Kontaktpunkte innerhalb der ARD und darüber hinaus sind informiert und einbezogen.

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, E-Mail:
kommunikation-desk@mdr.de

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