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MDR eröffnet Wanderausstellung „Festgehalten – Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“

MDR eröffnet Wanderausstellung „Festgehalten – Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“
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Leipzig (ots)

Der Mitteldeutsche Rundfunk eröffnet am 12. Mai 2026 um 11 Uhr an seinem Standort in Leipzig die Wanderausstellung „Last Seen – Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“. Die multimediale Ausstellung ist Teil des international beachteten und mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Projekts „#LastSeen – Bilder der NS-Deportationen“ und bildet den Auftakt einer Sachsen-Rundreise der Ausstellung.

Zur Eröffnung beim MDR in Leipzig werden neben Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen und jüdischen Lebens auch Schülerinnen und Schüler des Johanna-Moosdorf-Gymnasiums Leipzig gemeinsam mit der Projektleiterin Dr. Alina Bothe (Freie Universität Berlin) ausgewählte Fotografien präsentieren und deren Bedeutung für die deutsche Geschichte diskutieren. Zudem werden Lehrende und Studierende des Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur sowie Gäste aus Kultur, Wissenschaft und Medien erwartet. MDR-Intendant Ralf Ludwig eröffnet die Ausstellung mit einem Grußwort. Die musikalische Begleitung übernimmt Norbert Hilger, Solo-Cellist des MDR-Sinfonieorchesters.

Das digitale Forschungs- und Dokumentationsprojekt „#LastSeen“ sammelt, sichert und erforscht seit 2021 Fotografien nationalsozialistischer Deportationen. Der frei zugängliche Bildatlas dokumentiert inzwischen Aufnahmen aus mehr als 70 deutschen Orten – darunter Leipzig, Halberstadt und Eisenach. Ziel des Projekts ist es, weitere bislang unbekannte Fotografien aufzuspüren und die Schicksale der Deportierten sichtbar zu machen.

Demokratische Erinnerungskultur und gesellschaftliche Auseinandersetzung

Die Ausstellung „Festgehalten – Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“ dokumentiert die Deportation von Jüdinnen und Juden, Sintizze und Sinti und Romnja und Roma sowie von Opfern der NS- „Euthanasie“. Die Bilder zeigen nicht nur die Verfolgten, die Täterinnen und Täter, sondern auch die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer, vor deren Augen das alles auf Straßen, Marktplätzen und Bahnhöfen stattfand.

Mit der Präsentation der Ausstellung versteht sich der MDR als Ort demokratischer Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Der MDR möchte Raum schaffen für Dialog, historisches Lernen und die kritische Beschäftigung mit Verantwortung, öffentlichem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe – damals wie heute.

Die Eröffnung am 12. Mai 2026 um 11 Uhr im MDR in Leipzig ist öffentlich, eine Teilnahme ist jedoch nur nach vorheriger namentlicher Anmeldung möglich.

Nach dem Auftakt beim MDR wird die Wanderausstellung in weiteren Städten Sachsens zu sehen sein.

Stationen in Sachsen:

  • 30.05.–07.06.2026 | Sachsenburg/Frankenberg
  • 14.06.–28.06.2026 | Dresden
  • 17.08.–14.09.2026 | Leipzig (Ariowitsch-Haus)
  • 15.09.–17.10.2026 | Zwickau
  • 19.10.–07.11.2026 | Plauen
  • 09.11.–18.11.2026 | Chemnitz

Weitere Informationen zum Projekt und zum digitalen Bildatlas:

#LastSeen Bildatlas

Mit dem Podcast „NS-Cliquen: von Menschen und Mördern“ ergänzt der MDR Themen der Erinnerungskultur um die Perspektive auf die NS-Täter. Die dritte Staffel wird ab 18. Juni in ARD-Sounds veröffentlicht und dokumentiert das Handeln von Männern und Frauen im Jahr 1941, nach dem Überfall auf die Sowjetunion.

Akkreditierung für Medienvertreterinnen und Medienvertreter

Medienvertreterinnen und Medienvertreter werden gebeten, sich vorab für die Veranstaltung zu akkreditieren. Interviewanfragen mit Dr. Alina Bothe sowie Gesprächswünsche mit beteiligten Schülerinnen und Schülern können im Rahmen der Anmeldung berücksichtigt werden.

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk,
Tel.: (0341) 3 00 64 55,
E-Mail: kommunikation-desk@mdr.de

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