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European Insurance M&A Barometer: DACH-Region mit 143 Transaktionen zweitaktivster M&A-Markt in Europa – 35 Prozent mehr Deals als im Vorjahr

European Insurance M&A Barometer: DACH-Region mit 143 Transaktionen zweitaktivster M&A-Markt in Europa – 35 Prozent mehr Deals als im Vorjahr
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European Insurance M&A Barometer: DACH-Region mit 143 Transaktionen zweitaktivster M&A-Markt in Europa – 35 Prozent mehr Deals als im Vorjahr

Mit 789 Transaktionen in den Bereichen Versicherungsvermittlung, Managing General Agents (MGAs), Versicherungsdienstleistungen und Erst- und Rückversicherung hat der europäische Versicherungs-M&A-Markt 2025 erneut einen Rekord erreicht – ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber 694 Deals im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung FTI Consulting hervor. Während der bislang dominierende britische Markt an Dynamik verliert, haben kontinentaleuropäische Märkte – allen voran die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) – beim Transaktionswachstum spürbar an Gewicht gewonnen.

  • Mehr als 87 Prozent aller Transaktionen entfielen auf Makler und Dienstleister – Käufer setzen verstärkt auf MGAs und Spezialmakler
  • PE-gestützte Portfoliounternehmen festigen mit 402 Deals ihre Rolle als führende Konsolidierer
  • Versicherer kehren nach Jahren der Zurückhaltung an den M&A-Markt zurück

Das European Insurance M&A Barometer 2025 zeigt eine geographische Verschiebung im europäischen Versicherungs-M&A-Markt. Großbritannien und Irland sind mit 219 Deals zwar unverändert der aktivste Einzelmarkt geblieben, hatten aber einen Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen: eine der schwächsten Phasen der vergangenen fünf Jahre. Im Broker-Segment ist die Aktivität um rund ein Drittel gefallen, was die zunehmende Marktreife und die rückläufige Anzahl an großen, skalierbaren Zielunternehmen widerspiegelt. Dem gegenüber steht ein breites Wachstum auf dem Kontinent, insbesondere in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), Italien, Spanien und Portugal sowie Mittel- und Osteuropa. Der Wettbewerb um attraktive Plattformen hat die Bewertungsmultiples für gut integrierte Maklerplattformen auf bis zu 18x EBITDA getrieben.

Die DACH-Region war 2025 mit 143 Transaktionen der zweitaktivste Versicherungs-M&A-Markt in Europa – ein Anstieg von 35 Prozent gegenüber 106 Deals im Vorjahr. Rund drei Viertel der Transaktionen (108) entfielen auf Maklerunternehmen, 15 auf Versicherer (Vorjahr: 6) und 20 auf Versicherungsdienstleister (Vorjahr: 5). PE-gestützte Portfoliounternehmen blieben mit 89 Deals (Vorjahr: 79) die aktivste Käufergruppe. Auffällig ist die Verdopplung der Transaktionen durch strategische Käufer ohne PE-Hintergrund: ihre Zahl ist von 21 auf 44 gestiegen. Gleichzeitig haben Konsolidierer zunehmend die Integration bereits erworbener Unternehmen priorisiert, um geplante Synergien zu realisieren. Eine wachsende Zahl von neuen und von neuen Eigentümern übernommener deutscher Plattformen deutet darauf hin, dass der DACH-Markt in eine Phase nachhaltiger, aber wettbewerbsintensiver Konsolidierung eintritt.

Andreas Schreiber, Senior Advisor im Bereich EMEA Insurance M&A bei FTI Consulting, sagt: „Mit rund 50.000 registrierten Maklern bleibt die DACH-Region einer der attraktivsten Märkte für Konsolidierungen in Europa – getrieben von stabilen wiederkehrenden Erlösen, solidem organischem Wachstum und einer oftmals ungelösten Nachfolgethematik bei vielen Maklerfirmen. Kleinere Maklerfirmen werden zunehmend zum Akquisitionsziel, denen Konsolidierer einen klaren Exit in Form von Asset Deals oder Bestandsübertragungen bieten können. Die Konsolidierung, die in Deutschland begonnen hat, erfasst inzwischen auch angrenzende Märkte wie Österreich und die Schweiz sowie Mittel- und Osteuropa.“

Maklerkonsolidierung und strategische Neuausrichtung

Europaweit sind 596 Transaktionen auf Versicherungsmakler und 94 auf Versicherungsdienstleister entfallen, zusammen mehr als 87 Prozent des gesamten M&A-Volumens. Private-Equity-Investoren sind nach wie vor hochaktiv: Direkte PE-Transaktionen sind von 61 auf 69 Deals gestiegen, während PE-gestützte Portfoliounternehmen mit 402 Transaktionen ihre Position als führende Konsolidierer weiter ausgebaut haben. Auch strategische Käufer ohne PE-Hintergrund haben Marktanteile gewonnen und 318 Transaktionen abgeschlossen, nach 257 im Vorjahr.

Dabei hat sich der strategische Fokus spürbar verschoben: Die bisherige Strategie, Makler vorwiegend zur Größenskalierung zu übernehmen, stößt zunehmend an Grenzen. Stattdessen setzen Käufer verstärkt auf gezielte Akquisitionen von MGAs (Managing General Agents) und Spezialmaklern mit eigenen Datenbeständen, fortgeschrittener Datenanalyse und spezialisiertem Underwriting – insbesondere auf dem Kontinent, wo der MGA-Sektor noch vergleichsweise jung ist, aber schnell wächst.

Jeremy Riley, Senior Advisor im Bereich EMEA Insurance M&A bei FTI Consulting, sagt: „Der Versicherungs-M&A-Markt in Großbritannien und Irland tritt in eine neue Phase ein. Die Aktivität bleibt hoch, aber es gibt schlicht weniger große Deals, die um Investorenaufmerksamkeit konkurrieren. Gleichzeitig gewinnt die DACH-Region als Treiber der europäischen Versicherungs-M&A weiter an Bedeutung, und wir sehen steigende Aktivität in Märkten wie Italien und Mittel- und Osteuropa. Das nächste Kapitel der europäischen M&A wird von Käufern geprägt sein, die selektiver, strategischer und zunehmend grenzüberschreitend agieren.“

Versicherer verstärken M&A-Aktivität

Auch auf Seiten der Versicherer deutet sich eine Renaissance an. Nach Jahren relativer Zurückhaltung haben Versicherungsunternehmen angesammeltes Kapital verstärkt für strategische Übernahmen eingesetzt. Die Zahl der Transaktionen unter Erst- und Rückversicherern ist gegenüber dem Vorjahr spürbar gestiegen. Da die gewerblichen Versicherungsmärkte in eine Phase sinkender Prämien eintreten und organisches Wachstum damit schwieriger wird, dürfte die Konsolidierung unter Versicherern 2026 und darüber hinaus weiter an Fahrt gewinnen.

Darüber hinaus nähern sich viele PE-Fonds dem Ende ihrer Investitionszyklen, was Exits und strategische Neupositionierungen auslösen dürfte. Gleichzeitig schaffen Refinanzierungsbedarfe selektive Kaufgelegenheiten. „Die Voraussetzungen für ein aktives M&A-Jahr 2026 sind damit günstig“, sagt Andreas Schreiber.

Regionale M&A-Aktivität 2025 im Überblick

Großbritannien und Irland: 219 Deals (-23 Prozent)

DACH: 143 Deals (+35 Prozent)

Iberische Halbinsel: 141 Deals (+21 Prozent)

Benelux: 89 Deals (+29 Prozent)

Italien: 68 Deals (+119 Prozent)

Mittel- und Osteuropa: 53 Deals (+104 Prozent)

Frankreich: 48 Deals (+20 Prozent)

Nordeuropa (Nordics): 28 Deals (+33 Prozent)

Für detailliertere Informationen und eine Aufschlüsselung der regionalen Aktivität nach Ländern lesen Sie den vollständigen Bericht hier:

https://www.fticonsulting.com/insights/reports/insurance-barometer-2025

Über FTI Consulting

FTI Consulting, Inc. ist eine weltweit führende Beratung für Unternehmen in Krisen und Transformationen mit mehr als 8.100 Expertinnen und Experten in 32 Ländern und Territorien zum 31. Dezember 2025. In bestimmten Ländern werden die Dienstleistungen von FTI Consulting durch eigenständige juristische Einheiten erbracht, die separat kapitalisiert und unabhängig verwaltet werden. FTI Consulting erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen unter www.fticonsulting.com

FTI Consulting Deutschland GmbH

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60329 Frankfurt

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