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Soziale Vermieter warnen: Drohendes Aus der Ziegelproduktion in Norddeutschland verteuert den Bau von Wohnungen

50/2022

Hamburg/Kiel/Schwerin. Die sozialen Vermieter haben vor Auswirkungen einer Einstellung der Produktion von Ziegeln gewarnt. „Wenn hierzulande keine Ziegel mehr produziert werden, wird das den Bau bezahlbarer Wohnungen weiter erschweren und verteuern“, sagt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Ziegel gehören zu den wichtigsten Baustoffen beim Wohnungsbau und sind unverzichtbar.“

Hintergrund der Warnung des VNW-Direktors sind Meldungen aus dem Bereich der Ziegelindustrie. Angesichts steigender Energiepreise und eines drohenden Lieferstopps bei russischem Gas haben erste Unternehmen bereits einzelne Ofenlinien abgeschaltet. Es drohe sogar ein vollständiger Produktionsstopp auf unbestimmte Zeit, heißt es aus der Branche. Also Folge sind zuletzt die Gaspreise deutlich gestiegen, was die energieintensive Produktion von Ziegeln unwirtschaftlich mache.

„Wir erleben die Auswirkungen einer arbeitsteilig aufgestellten, aber verletzlichen Wirtschaft“, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner weiter. „Auch wenn die Politik für die Preissprünge nicht verantwortlich zu machen ist, so muss sie doch Lösungen finden, zum Beispiel in Form einer deutlichen Reduzierung der Besteuerung von Energie. Zumindest für einen Übergangszeitraum werden wir wohl nicht darum herumkommen.“

Ziegelhersteller benötigen üblicherweise zehn Tage Vorlaufzeit, um einen Ofen ohne größere Schäden sachgemäß herunterzufahren.

"Auf Grund der Gefahr eines plötzlichen Lieferstopps haben inzwischen mehr als 50 Prozent der Unternehmen ihre Produktion ‚vorsorglich‘ heruntergefahren, um eine Zerstörung ihrer Anlagen zu verhindern“, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Die Auswirkungen werden wir spätestens in drei, vier Monaten spüren - und zwar durch eine Verteuerung der Preis für Ziegel oder, dass keine Ziegel mehr geliefert werden können.“

2022/04/29

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 405 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 686.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,20 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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