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Internationale Kampagne fordert radikalen Systemwandel um die Ausbeutung in der Landwirtschaft zu beenden

Internationale Kampagne fordert radikalen Systemwandel um die Ausbeutung in der Landwirtschaft zu beenden
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Münster (ots)

Die internationale Kampagne "Our Food. Our Future" ist gerade mit einer europaweiten Aktionswoche vom 9. bis 16. Oktober gestartet. Das NGO-Bündnis deckt Probleme in den Lebensmittelversorgungsketten auf und fordert ein starkes EU-Lieferkettengesetz, um insbesondere die Rechte von Frauen und migrantischen Arbeiter*innen zu schützen.

Das globale Lebensmittelsystem befindet sich in einem alarmierenden Zustand: Nahezu jedes Lebensmittel in europäischen Supermärkten enthält "geschmacklose Zutaten", wie Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Frauen, migrantische Arbeiter*innen und Kleinbäuer*innen gehören zu denjenigen, die am stärksten von den schädlichen Geschäftspraktiken großer Lebensmittelkonzerne entlang globaler Lieferketten betroffen und täglich Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt sind. Die internationale Kampagne "Our Food. Our Future", an der 23 Organisationen aus der EU, Südafrika und Brasilien beteiligt sind, fordert einen radikalen Systemwandel. Die Weichen dafür könnte der lang erwartete Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz stellen, das Unternehmen zum Schutz von Menschenrechten und Umwelt verpflichten würde. Der Entwurf soll der EU-Kommission bis Ende Oktober vorgelegt werden.

Kampagne fordert starkes EU-Lieferkettengesetz

Mit einer politischen Protestmail-Aktion ruft das "Our Food. Our Future"-Bündnis dazu auf, Druck auf die EU-Kommission auszuüben, um ein weiteres Verschieben des Gesetzesentwurfs zu verhindern. Die zuständigen EU-Kommissare Didier Reynders, Thierry Breton und Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourová sollen nun einen ambitionierten Vorschlag vorlegen. "Das Lebensmittelsystem ist ein wesentlicher Treiber für globale Probleme wie Klimawandel und erzwungene Migration. Deshalb brauchen wir JETZT ein starkes europäisches Lieferkettengesetz, das Menschen und Umwelt vor den schädlichen Geschäftspraktiken globaler Konzerne schützt", so Dominik Gross, Referent für Menschenrechte in Agrar-Lieferketten bei der Christlichen Initiative Romero (CIR). "Ein ambitioniertes Gesetz muss, anders als das deutsche Lieferkettengesetz, die gesamteWertschöpfungskette der Unternehmen einbeziehen und vor allem die zivilrechtliche Haftung beinhalten!"

Aktionssticker informieren über Probleme in Lebensmittellieferketten

Seit Beginn der Aktionswoche am 9. Oktober markieren Aktionsaufkleber europaweit die unsichtbaren Zutaten in Supermarktprodukten und machen auf die Probleme entlang der globalen Lebensmittelversorgungsketten aufmerksam - von Abholzung über Ausbeutung bis hin zu Landraub. Ein QR-Code auf den Aktionsstickern führt interessierte Konsument*innen und Unterstützer*innen zu der Protestmail-Aktion für ein starkes EU-Lieferkettengesetz: Foodtest (DE) - Our Food Our Future (ourfood-ourfuture.eu)

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Our Food. Our Future - Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) (ci-romero.de)

Pressekontakt:

Für Interviews und Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung

Dominik Groß
Christliche Initiative Romero (CIR)
Schillerstraße 44a
48155 Münster
Tel: 0251 - 67 44 13-43
E-Mail: gross@ci-romero.de

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