Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
BPOL NRW: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl und stoppt Fahrzeug mit falschem Kennzeichen
Kleve- Kempen - Nettetal - Alpen (ots)
Die Bundespolizei hat bei Kontrollen im Grenzgebiet zu den Niederlanden innerhalb weniger Tage zwei unterschiedliche Fälle festgestellt. Dabei wurde ein per Haftbefehl gesuchter nigerianischer Staatsangehöriger sowie ein deutscher Autofahrer mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug kontrolliert.
Bei einer Kontrolle im grenzüberschreitenden Schienenersatzverkehr des RE 13 am Grenzübergang Schwanenhaus, bei Nettetal hat die Bundespolizei am 11. Mai einen nigerianischen Staatsangehörigen festgenommen. Der Nigerianer war zuvor aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist. Der Reisende legte den Beamten einen gültigen nigerianischen Reisepass sowie einen portugiesischen Aufenthaltstitel im Original vor. Bei der anschließenden Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankenthal vorlag. Hintergrund war eine Verurteilung wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise. Zudem bestanden gegen den Nigerianer zwei Aufenthaltsermittlungen. Diese wurden von den Staatsanwaltschaften Duisburg und Bad Kreuznach geführt. In einem Fall ging es um den Verdacht der Urkundenfälschung, im anderen um Geldwäsche. Die Bundespolizisten nahmen den Nigerianer noch vor Ort fest und brachten ihn anschließend zum Bundespolizeirevier Kempen. Dort konnte der Nigerianer eine drohende Ersatzfreiheitsstrafe von 130 Tagen abwenden, indem er den offenen Geldbetrag in Höhe von 1.465,50 Euro bezahlte. Anschließend wurde dem Nigerianer die Weiterreise gestattet.
Ebenfalls am 11. Mai 2026 hat die Bundespolizei an dem Rastplatz Leucht in Alpen auf der Bundesautobahn 57 einen 41-jährigen deutschen Staatsangehörigen kontrolliert. Der Mann war zuvor aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist und mit einem Mercedes-Benz CLA unterwegs. Bei der Kontrolle wies sich der Fahrer mit seinem Bundespersonalausweis aus. Im Rahmen der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug nicht mehr zugelassen war und zudem kein gültiger Haftpflichtversicherungsschutz bestand. Darüber hinaus bemerkten die Einsatzkräfte, dass beide am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen mit gefälschten Siegeln versehen waren. Die Kennzeichen wurden daraufhin beschlagnahmt. Der Fahrer wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Bundespolizeiinspektion Kleve gebracht, während das Fahrzeug verkehrssicher vor Ort abgestellt wurde. Nach Rücksprache mit der Autobahnpolizei Düsseldorf leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs sowie wegen des Gebrauchs eines Fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung auf öffentlichen Straßen ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 41-Jährige wieder entlassen.
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