FW-EN: Einsatzmarathon am Sonntag: Hattinger Feuerwehr rettet Frau aus der Ruhr und verhindert Wohnungsbrand.
Hattingen (ots)
Ein arbeitsreicher Sonntag liegt hinter der Hattinger Feuerwehr. Vom ausgelösten Heimrauchmelder in den frühen Morgenstunden über eine Wasserrettung in der Ruhr bis hin zu einem Verkehrsunfall im Wald und mehreren weiteren Hilfeleistungen waren die Einsatzkräfte bis in den Abend hinein nahezu durchgehend gefordert.
Bereits kurz vor 4 Uhr wurden die hauptamtlichen Kräfte gemeinsam mit dem Löschzug Mitte in die Südstadt alarmiert. Ein Heimrauchmelder hatte ausgelöst. Vor Ort nahmen die Einsatzkräfte Brandgeruch sowie eine leichte Rauchentwicklung aus einer Souterrainwohnung wahr. Über ein gekipptes Fenster verschafften sie sich schnell Zugang zu den Räumen.
Die Ursache war schnell gefunden: Ein Topf mit angebranntem Essen hatte für die Rauchentwicklung gesorgt. Der Bewohner, der sich im Schlafzimmer befand, wurde ins Freie gebracht und vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Verletzt wurde er nicht. Nachdem der Topf entfernt und im Freien abgelöscht worden war, entrauchten die Feuerwehrleute die Wohnung mit einem Hochleistungslüfter.
Der Einsatz zeigt erneut, wie wichtig funktionierende Heimrauchmelder und aufmerksame Nachbarn sind. Sie sorgten dafür, dass der Kleinbrand frühzeitig entdeckt wurde und sich nicht zu einem größeren Wohnungsbrand entwickeln konnte.
Um 8:47 Uhr unterstützten die hauptamtlichen Kräfte den Rettungsdienst bei einem Patiententransport.
Am Nachmittag verlagerte sich das Einsatzgeschehen an die Ruhr. Um 14:25 Uhr wurden die Kräfte der Feuer- und Rettungswache Wildhagen, die Löschzüge Mitte und Nord sowie die DLRG zur Bochumer Straße alarmiert. Unterhalb der Ruhrbrücke war eine Frau mit einem Schwimmring in die Bootsrutsche geraten und hatte sich dabei verletzt.
Begleiter konnten die Frau zunächst auf ein Stand-up-Paddleboard legen und auf einer Trennmauer innerhalb der Bootsrutsche sichern. Gemeinsam mit den Wasserrettern der DLRG wurde die Verletzte mithilfe des SUP-Boards sicher ans Ufer gebracht. Dort übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung. Anschließend wurde die Frau in ein Krankenhaus transportiert.
Noch während der Wasserrettung ging der nächste Alarm ein. Im Bereich der Rathenaustraße in Welper war ein Auto bei einem Wendemanöver auf einem schmalen Waldweg rund acht Meter eine Böschung hinuntergerollt. Zunächst wurde der Löschzug Oberbredenscheid alarmiert, den Einsatz übernahmen jedoch frei gewordene Kräfte des Löschzuges Nord.
Der Fahrer des Geländewagens wurde bereits durch den Rettungsdienst versorgt und konnte mithilfe der Feuerwehr den Hang hinaufgeführt werden. Er blieb unverletzt. Die aufwändige Bergung des Fahrzeugs übernahm anschließend ein Abschleppunternehmen. Die Feuerwehr unterstützte die Arbeiten mit den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen. Nach rund zwei Stunden stand der Wagen wieder auf sicherem Untergrund.
Parallel zum Einsatz in Welper wurde auch die hauptamtliche Wachbesatzung erneut gefordert. Ein Rettungshubschrauber landete auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache am Wildhagen, um einen verunglückten Radfahrer aus dem Evangelischen Krankenhaus zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik zu verlegen. Die Feuerwehr sicherte den Landeplatz ab.
Auch am Abend blieb es für die Einsatzkräfte nicht ruhig. In der Südstadt öffneten sie eine verschlossene Wohnungstür, damit der Rettungsdienst einen Patienten versorgen konnte. Wenig später rückte die Feuerwehr zudem zu einem Unfall zwischen einem Schwan und einem Radfahrer nach Niederwenigern aus.
Mit einer Vielzahl unterschiedlichster Einsatzlagen zeigte der Sonntag einmal mehr die ganze Bandbreite der Arbeit der Hattinger Feuerwehr im Haupt- und Ehrenamt. Von der klassischen Brandbekämpfung über die Wasserrettung bis hin zur technischen Hilfeleistung und Unterstützung des Rettungsdienstes waren die Einsatzkräfte den gesamten Tag über im Einsatz.
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