Kreispolizeibehörde Euskirchen
POL-EU: Kohlenmonoxid-Austritt in Mehrfamilienhaus - Kohlenmonoxid-Vergiftung in Wohnhaus
Schleiden/Dahlem (ots)
Am gestrigen Donnerstag, den 16. April, kam es in einem Mehrfamilienhaus zu einem Austritt von Kohlenmonoxid. Betroffen war eine Wohnung im Erdgeschoss der Straße "Kerperscheider Weg" in Schleiden-Broich.
Gegen 10 Uhr befanden sich zwölf Personen in dem Mehrfamilienhaus. In der betroffenen Erdgeschosswohnung hielt sich eine Familie mit fünf Personen auf. Eine 41-Jährige wurde von den Familienmitgliedern stark benommen wahrgenommen. Daraufhin wurde der Rettungsdienst alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass Kohlenmonoxid in der Wohnung ausgetreten war.
Die 41-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, die vier weiteren Familienmitglieder wurden mit dem Verdacht einer Kohlenmonoxid-Vergiftung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Das Gebäude wurde durch die Feuerwehr begangen. Im Obergeschoss wurde eine 14-jährige Bewohnerin in einer Wohnung in einem Wandschrank aufgefunden, die sich dort aus Angst versteckt hatte. Die Minderjährige konnte unverletzt aus dem Gebäude geführt werden und wurde anschließend an ihre Eltern übergeben. Sie stand in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Einsatzgeschehen.
Nach ersten Erkenntnissen ist ein Defekt an der Heizungsanlage ursächlich für den Austritt von Kohlenmonoxid war. Der Heizungskeller wurde beschlagnahmt. Im Keller, in dem sich auch die Heizungsanlage befand, wurde zudem ein Vogelkäfig mit zwei verendeten Kanarienvögeln aufgefunden. Eine Katze und zwei Meerschweinchen konnten durch die Feuerwehr aus dem Wohnhaus gerettet und an die Eigentümer übergeben werden. Das Wohngebäude wurde anschließend umfassend durch die Feuerwehr gelüftet. Abschließende Messungen ergaben keine feststellbaren Kohlenmonoxidwerte mehr, sodass das Haus weiterhin bewohnbar ist. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bezüglich des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.
Bereits in den frühen Morgenstunden kam es am Donnerstag (16. April) gegen 5.48 Uhr in der Uferstraße in Dahlem zu einem Einsatz aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung in einem Wohnhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde am Vorabend in dem Wohnhaus mit Holzkohle Kaffee zubereitet. Anschließend legten sich die Bewohner schlafen, ohne dass Fenster geöffnet wurden. Im Verlauf der Nacht kam es dadurch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlenmonoxid. Am Morgen stellte ein Bewohner eine starke Benommenheit einer weiteren Person fest, woraufhin der Rettungsdienst alarmiert wurde. Zum Zeitpunkt hielten sich fünf Personen im Wohnhaus auf. Eine Person im Alter von 80 Jahren erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Zwei weitere Personen im Alter von 25 und 40 Jahren wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
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