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FW Rüdesheim: Feuerwehr zieht Bilanz: Steigerung an Brandeinsätzen fordert mehr Verletzte

FW Rüdesheim: Feuerwehr zieht Bilanz: Steigerung an Brandeinsätzen fordert mehr Verletzte
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Rüdesheim am Rhein (ots)

Im vollbesetzten Theatersaal des St. Vincenzstiftes zog die Feuerwehr anlässlich der gemeinsamen Jahreshauptversammlung Bilanz zum abgelaufenen Jahr. Während die Personalsituation mit 152 Mitwirkenden im Einsatzdienst durch Neueintritte und Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr stabil blieb, konnten zusätzliche Verfügbarkeiten durch das angebotene Freiwillige Soziale Jahr, die Tätigkeit innerhalb der "Zweitfeuerwehr" sowie eine Jahrespraktikantin der Stadtverwaltung generiert werden. Zuwachs konnten auch die stadtweit vorgehaltenen Kindergruppen verzeichnen, so dass die Kinder- und Jugendfeuerwehr zwischenzeitlich über 90 Nachwuchskräfte zählt. Aufgrund der gegenläufigen gesellschaftlichen Entwicklung wird jedoch eine wesentliche Aufgabe der Stadt Rüdesheim am Rhein darin bestehen müssen, die Attraktivität des Ehrenamtes im Brand- und Katastrophenschutz zu erhalten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Einsatzkräften ein zukünftiges Engagement ermöglichen. Mit 322 Alarmierungen waren die Floriansjünger im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Zahlen häufig gefordert. Die Zunahme zeit- und personalintensiver Brandeinsätze (88) zog eine leichte Steigerung auf 5.646 einsatzbedingte Personalstunden nach sich. Weitere 736 Stunden wurden zur Durchführung von Dienstleistungen, Brandsicherheitsdiensten sowie Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung erbracht. Mit 200 Einsätzen führte alle 1,8 Tage ein Schadensfall innerhalb der Stadt Rüdesheim am Rhein zur Alarmierung der Feuerwehr. 91 mal rückten die Stadtteilfeuerwehren zur gegenseitigen Ergänzung sowie 31 mal zur Unterstützung kreisangehöriger Städte und Gemeinden aus. Von im vergangenen Jahr 70 geretteten Personen waren 46 offensichtlich verletzt. Drei Personen waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits verstorben oder erlagen vor Ort der Schwere ihrer Verletzung oder Erkrankung. Ausbleibende Hochwasser- und Wetterereignisse führten zur Reduzierung technischer Hilfeleistungen auf 167 Fälle (2024: 252) während die Anzahl der Fehlalarme (67) gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert werden konnte. Weitere 37 Leistungen wurden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren, Gefahrenverhütungsschauen, Brandsicherheitsdiensten oder Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung und -aufklärung in Kindergärten, Schulen und sonderpädagogischen Einrichtungen erbracht.

Für den vollumfänglichen Betrieb der Feuerwehr wurden im vergangenen Jahr 23.408 ehrenamtliche Personalstunden erforderlich. Eine spürbare Entlastung stellt das im Ordnungsamt angesiedelte Sachgebiet Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz dar. In ihrem Jahresbericht dankte die ausscheidende Stadtjugendfeuerwehrwartin Michaela Zimmer für die erfahrene Unterstützung innerhalb ihrer Amtszeit und die gute Zusammenarbeit unter den einzelnen Abteilungen. Mehr als 1.000 in den Kindergruppen geleistete Stunden wies der Jahresbericht von Stadtkindergruppenleiterin Anouk Salize aus. Mit den durchgeführten Neuwahlen rückt Eva Peisker als Stadtjugendfeuerwehrwartin sowie Anna-Maria Thewes als Stellvertreterin nach. Sarah Söhn wurde durch die Versammlung zur Stadtkindergruppenleiterin bestimmt. Der gemeinsam durch Stadtbrandinspektor Björn Rosenbach und Stellvertreter Tobias Zöller vorgetragene Jahresbericht lies das vergangene Jahr Revue passieren und bot Ausblicke in aktuelle Beschaffungen und Projekte, ehe zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und die Ausgabe der Anerkennungsprämie des Landes Hessen durch Bürgermeister Dirk Stuckert und den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Reiner Oswald folgten. Mit einem Präsentkorb bedankte sich die Versammlung bei Hans-Joachim Pfeiffer für die Durchführung der stadtweiten Lehrgangsverwaltung. Im Beisein der Einsatzkräfte verabschiedet wurde der ehemalige Bürgermeister Klaus Zapp, dem für die Unterstützung während seiner Amtszeit und das Vertrauen in die Entscheidungen der Feuerwehr gedankt wurde.

Rückfragen bitte an:

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Björn Rosenbach
Telefon: 06722 / 408 - 351
E-Mail: Stadtbrandinspektor@stadt-ruedesheim.de

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