Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mehr verpassen.

Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

POL-AUR: Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Aurich
Wittmund

Aurich/Wittmund (ots)

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Aurich / Wittmund

Weniger Verkehrsunfälle und weniger Verletzte - aber mehr Verkehrsunfalltote

Kernpunkte der Verkehrsunfallstatistik 2025

   - Anzahl der Verkehrsunfälle (4.878) leicht gesunken (- 315 
     Unfälle)
   - Mehr Verkehrsunfalltote (20) als im Vorjahr (18)
   - Zahl der Schwerverletzten (147) zurückgegangen (2024: 199)
   - Auch weniger Leichtverletzte (1.170) als im Vorjahr (1.331)
   - Rückgang der Verkehrsunfälle mit verletzten Fahrrad- und 
     Pedelec-Fahrenden (- 18,7%)
   - Verkehrsunfallzahlen mit E-Scootern gleichbleibend (47)
   - Mehr Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Weniger Verkehrsunfälle in den Landkreisen Aurich und Wittmund

In den Landkreisen Aurich und Wittmund ist die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt 2025 leicht gesunken. 4.878 Verkehrsunfälle wurden im Jahr 2025 polizeilich registriert. Das entspricht einem Rückgang von 6,46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (5.193 Verkehrsunfälle). 3.548 der Unfälle ereigneten sich im Landkreis Aurich (2024: 3.725) und 1.330 im Landkreis Wittmund (2024: 1.468).

20 Menschen starben bei Verkehrsunfällen

Im Jahr 2025 haben 20 Menschen bei einem Verkehrsunfall im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund ihr Leben verloren. Dabei können wir aktuell weder bei den Ursachen, noch bei den Orten einen speziellen Schwerpunkt feststellen, die Ursachen sind sehr individuell. "Dennoch ist jeder Unfalltote einer zu viel, das steht außer Frage", sagt Leitender Polizeidirektor Stephan Zwerg, Leiter der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund. "Dass wir hier in unserem Bereich einen Anstieg zu verzeichnen haben, ist besorgniserregend. Diese Entwicklung werden wir genau im Blick behalten und parallel die Verkehrssicherheitsarbeit noch weiter intensivieren."

Weniger Schwer- und Leichtverletzte

Im Jahr 2025 sind bei Verkehrsunfällen in den Landkreisen Aurich und Wittmund weniger Menschen schwer verletzt worden als im Vorjahr. Insgesamt 147 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt, 2024 waren es noch 199. Das entspricht einem Rückgang von 35,4 Prozent. Auch bei den Leichtverletzten ist ein Rückgang festzustellen, von 1.331 im Vorjahr auf nun 1.170 Leichtverletzte (- 13,8 %).

Allerdings wurden auch fünf Kinder (davon eines unter sechs Jahren) bei Verkehrsunfällen schwer verletzt. Die meisten Schwerverletzten sind in den Altersgruppen der 55- bis 64-Jährigen und der 65- bis 74-Jährigen zu verzeichnen, mit jeweils 24 Schwerverletzten. Doch auch 20 junge Fahrende, in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen, wurden bei Verkehrsunfällen in den Landkreisen Aurich und Wittmund schwer verletzt.

Bei den E-Scootern ist die Anzahl der Verkehrsunfälle 2025 im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend: Wie auch 2024 wurden 2025 insgesamt 47 Verkehrsunfälle mit E-Scootern polizeilich registriert, davon 34 mit Verletzten. Die Zahl der Schwerverletzten ist von fünf auf einen gesunken. Die Zahl der Leichtverletzte blieb konstant bei 33. "Diese Entwicklung ist auch auf unsere Präventionsarbeit und die verstärkten Kontrollen in diesem Bereich zurückzuführen. Wir haben hier große Anstrengungen unternommen, die sich in den Zahlen widerspiegeln", so Leitender Polizeidirektor Stephan Zwerg.

Unfallursachen

Die Hauptunfallursachen waren 2025 der fehlende Sicherheitsabstand, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen und Vorfahrtsverstößen. Auch Geschwindigkeit bleibt weiterhin eine der Hauptunfallursachen.

Weniger Verkehrsunfälle mit Pedelecs und Fahrrädern

In den Landkreisen Aurich und Wittmund kamen 2025 weniger Pedelec- und Fahrrad-Fahrende zu Schaden. Die Zahl der verletzten Pedelec-Fahrenden ist von 203 im Jahr 2024 auf 162 im Jahr 2025 gesunken. 26 Pedelec-Fahrende wurden 2025 schwer verletzt, 2024 waren es mit 38 deutlich mehr. Bei den Leichtverletzten ist ebenfalls ein Rückgang festzustellen, von 161 in 2024 auf 132 in 2025.

Ähnlich sieht die Entwicklung bei Verkehrsunfällen mit Fahrradfahrenden aus. Die Zahl der verletzten Fahrradfahrenden lag 2025 bei 256, im Vorjahr waren es noch 311. 20 Fahrradfahrende wurden bei Verkehrsunfällen schwer verletzt, 2024 waren es mit 43 mehr als doppelt so viele. Die Zahl der Leichtverletzten ist leicht gesunken, auf 234 (2024: 268).

Auch bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit dem Pedelec zeigt sich ein Rückgang: von 229 Unfällen in 2024 auf 178 in 2025. Bei den Fahrradfahrenden sind die Unfallzahlen in dem Zeitraum von 381 auf 336 Verkehrsunfälle gesunken.

Jedoch verloren auch zwei Fahrradfahrende und vier Pedelec-Fahrende auf den Straßen in den Landkreisen Aurich und Wittmund 2025 ihr Leben. Die rückläufigen Unfallzahlen sind unter anderem auf verstärkte Präventions- und Kontrollmaßnahmen der Polizei, Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur sowie ein insgesamt stärkeres Sicherheitsbewusstsein bei Fahrrad- und Pedelec-Fahrenden zurückzuführen. Trotz der positiven Entwicklung zeigen die tödlichen Verkehrsunfälle jedoch, dass insbesondere die Folgen schwerer Unfälle weiterhin erheblich sind.

Baumunfälle

Die Zahl der Baumunfälle ist von 2024 zu 2025 leicht angestiegen, von 99 auf 105. 77 Menschen wurden bei Baumunfällen verletzt. Für vier Menschen endete eine Kollision mit einem Baum sogar tödlich.

Motorräder

Die Unfallzahlen mit motorisierten Zweirädern blieben 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Von den 186 Verkehrsunfällen in 2025 (2024: 191) waren 82 mit Motorrädern und 104 mit kleineren motorisierten Zweirädern wie Mofas, Mopeds, Mokicks oder Kleinkrafträdern. 31 Menschen, die mit motorisierten Zweirädern unterwegs waren, wurden 2025 bei Unfällen schwer verletzt, diese Zahl blieb konstant. Wie im Vorjahr kamen auch drei Menschen ums Leben. Die Zahl der Leichtverletzten mit motorisierten Zweirädern ist von 108 auf 112 leicht gestiegen.

Fahrtüchtigkeit von Verkehrsteilnehmenden

Im Jahr 2025 hat die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mehr Verkehrsteilnehmer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln registriert. Die Zahl stieg von 198 in 2024 auf 327 in 2025 nahezu sprunghaft an. Bei den Fahrten unter Alkoholeinfluss ist ein Anstieg von 194 auf 222 zu verzeichnen. Zudem kam es zu mehr Verkehrsunfällen unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Diese Zahl ist von 98 in 2024 auf 120 Verkehrsunfälle in 2025 gestiegen. Traurige Spitzenreiter waren ein 39-jähriger Autofahrer und ein 44-jähriger Fahrradfahrer. Beide hatten bei der Verkehrsunfallaufnahme einen Atemalkoholwert von 3,64 Promille. Bei einer 50-jährigen Autofahrerin wurde im Rahmen einer Verkehrskontrolle ein Atemalkoholwert von 3,11 Promille gemessen. "Das ist erschreckend", sagt Polizeihauptkommissar Hartmut Detmers, Sachgebietsleiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund. "Verkehrsteilnehmer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sind ein unkalkulierbares Risiko für sich selbst und andere. Grundsätzlich gilt: Wer Alkohol getrunken oder Betäubungsmittel konsumiert hat, hat im Straßenverkehr nichts verloren." Der deutliche Anstieg der registrierten Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss ist unter anderem auf intensivierte Verkehrskontrollen der Polizei zurückzuführen. Zudem führten die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Umgang mit Cannabis zu einer stärkeren Sensibilisierung und einer erhöhten Kontrolltätigkeit im Straßenverkehr. Dadurch wurden mehr Verstöße festgestellt.

Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei

Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund wird ihre Verkehrssicherheitsarbeit auch künftig konsequent und angepasst fortsetzen. Im Jahr 2026 stehen insbesondere die landesweiten Schwerpunktthemen Geschwindigkeit und Verkehrstüchtigkeit im Fokus. Zusätzlich setzt die Polizeidirektion Osnabrück, der die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund angehört, einen eigenen Schwerpunkt beim Zweiradverkehr.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Aurich/Wittmund
Pressestelle
Telefon: 04941/606-104
E-Mail: pressestelle@pi-aur.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-aur.polizei-nds.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund
Weitere Meldungen: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund