Bundespolizeidirektion Hannover
BPOLD-H: Bundespolizeidirektion Hannover beteiligt sich am bundesweiten Schwerpunkteinsatz an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover- Bilanz zum Einsatz
Hannover (ots)
Zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität wurden im Rahmen des bundesweiten Schwerpunkteinsatzes im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion Hannover an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover als kriminalpolizeiliche Brennpunkte am vergangenen Wochenende erneut polizeiliche Kontrollen durchgeführt.
Die Einsatzmaßnahmen der Bundespolizeidirektion Hannover fanden in den Nächten von Freitag auf Samstag, sowie von Samstag auf Sonntag, jeweils in der Zeit von 18:00 Uhr bis 03:00 Uhr, an den drei Hauptbahnhöfen statt. Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg, Bremen und Hannover waren mit insgesamt rund 350 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bundespolizei im Einsatz, verstärkt durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei, Diensthundeführer und Super-Recogniser.
Es erfolgte zudem über den gesamten Einsatzzeitraum eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landespolizeien in Bremen, Hamburg und Hannover, der DB Sicherheit sowie den weiteren Partnern aus den Sicherheitskooperationen der Behörde.
Ziel war es durch die Erhöhung des Kontrolldrucks, die Gewaltkriminalität zu reduzieren, Straftäter aus der Anonymität zu heben sowie die Begehung von Straftaten zu verhindern. Auch die Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art wurde überwacht.
Im Verlauf der beiden Einsatznächte konnten die Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei mehrere Messer, Munition und Pfeffersprays sicherstellen sowie mehrere Haftbefehle vollstrecken.
Bilanz des Einsatzes in Zahlen:
- 1.847 Identitätsfeststellungen und 2.078 Durchsuchungen
- 28 Sicherstellungen und Beschlagnahmen (davon u.a. Messer,
Munition, Drogen sowie weitere gefährliche Gegenstände wie
Reizstoffsprühgeräte)
- 68 Fahndungstreffer (davon u.a. 7 Haftbefehle und 50
Aufenthaltsermittlungen)
- 2 Gewahrsamnahmen
- 19 Verstöße gegen die gültigen AllgemeinverfügungenEs wurden insgesamt Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet sowie Zwangsgelder bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung angedroht.
Besonders hervorzuhebende Sachverhalte / Feststellungen:
Hamburg
Am Samstag wurde im Hauptbahnhof Hamburg ein 40- jähriger tadschikischer Staatsangehöriger kontrolliert, der aufgrund von Urkundenfälschungen per Haftbefehl gesucht wurde. Eine Person zahlte die Geldstrafe in Höhe von 890 Euro für den Mann, sodass er die ersatzweise verhängte Freiheitsstrafe von 89 Tagen nicht antreten musste. Nach erfolgter Bezahlung, konnte der Polizei-pflichtige die Dienststelle verlassen.
Hannover
Am Samstagabend entwendeten zwei polnische Staatsangehörige eine zuvor stehengelassene Damenhandtasche im Bereich des Treppenaufganges eines Schnellrestaurants. Mitarbeitenden der DB- Sicherheit haben die Tat beobachtet und hielten die Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Nach erfolgter Identitätsfeststellung, leiteten die Einsatzkräfte Strafverfahren gegen die beiden ein.
Bremen
Am Sonntag gegen 22:00 Uhr störte ein 19-Jähriger eine polizeiliche Kontrolle einer Personengruppe durch verbale Äußerungen. Eine Trennung der Person von der Gruppe war nicht möglich, da dieser sich aktiv gegen die Maßnahme wehrte. Der Mann wurde gefesselt und zur Dienststelle gebracht. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Einordnung des Einsatzes durch den Präsidenten Michael Schuol der Bundespolizeidirektion Hannover:
"Die Ergebnisse des Einsatzes machen deutlich, dass Sicherheitskontrollen weiterhin notwendig bleiben. Immer wieder werden gefährliche Gegenstände bei Reisenden festgestellt, weshalb wir auch künftig weiterhin Kontrollen im Bahnhof und im Bahnverkehr durchführen werden, teils angekündigt, teils spontan. Unser oberstes Anliegen ist ein sicheres Umfeld für alle Fahrgäste und Mitarbeitenden."
Unter nachfolgendem Link kann die Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums mit einer Bilanzierung des bundesweiten Gesamteinsatzes eingesehen werden: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6286513
Hinweis: Die statistischen Daten basieren auf einem Sondermeldedienst und können sich im Rahmen der Qualitätssicherung noch ändern.
Rückfragen bitte an:
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30163 Hannover
Julia Galle
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