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Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern

BPOL-KL: Hoher Sachschaden und Streckensperrung durch aufgelegte Steine

Haßloch (ots)

Am späten Nachmittag des 5. Juli 2026 kam es gegen 17:35 Uhr im Bereich der Bahnstrecke in Haßloch zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr durch zwei Kinder. Zwei 10- und 13-jährige Kinder hielten sich in der Nähe des Gleisbereichs auf und legten in kurzen Abständen mehrere Schottersteine aus dem Gleisbett auf die Schienen. Als die S2 die betroffene Strecke befuhr, nahm der Triebfahrzeugführer zahlreiche Schläge wahr und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam daraufhin zum Stillstand; Reisende wurden durch die Schnellbremsung nicht verletzt. Durch den Triebfahrzeugführer wurden die Kinder beobachtet, wie diese vom Gleisbereich wegliefen. Die Bahnstrecke musste für die Dauer der Einsatzmaßnahmen gesperrt werden. Bei der anschließenden Überprüfung des Zuges wurde festgestellt, dass dieser an mehreren Achsen beschädigt war. Er musste zur Instandsetzung in eine Werkstatt überführt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Etwa eine Stunde später, gegen 19 Uhr, meldete ein weiterer Triebfahrzeugführer in demselben Streckenabschnitt ebenfalls mehrere Schläge während der Fahrt. An diesem Zug entstand jedoch kein Schaden. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die beiden Kinder in angrenzenden Schrebergärten durch die Polizisten angetroffen werden. Beide räumten die Taten ein. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert und in deren Beisein eine Gefährderansprache durchgeführt. Insgesamt beliefen sich die bahnbetrieblichen Auswirkungen auf sechs Züge mit 128 Minuten Verspätung, neun Teil- sowie zwei Totalausfälle. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang dringend daraufhin, dass das Betreten der Gleisanlagen und das Platzieren von Gegenständen auf den Schienen nicht nur einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr darstellt, sondern auch das Leben von Tätern, Reisenden und Bahnbeschäftigten gefährdet.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern
Bereich Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0631/34073-1006
E-Mail: bpoli.kaiserslautern.presse@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de

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