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Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland

POL-WHV: "Ich darf Nein sagen!" - Polizei stärkt Frauen in der Gemeinnützigen Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit mbH durch Selbstbehauptung

Wilhelmshaven (ots)

Auf Einladung von Sandra Sudhoff, Fachkraft für Arbeitsbegleitende Maßnahmen, engagierte sich die Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, Katja Reents, im Rahmen von Projekttagen für Frauen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Gewaltprävention sowie die Stärkung der persönlichen Sicherheit und Selbstbestimmung der Teilnehmerinnen. Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen sind nach polizeilichen Erkenntnissen überdurchschnittlich häufig von Grenzverletzungen, Übergriffen und Gewalt betroffen. Oft fällt es ihnen schwer, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen, sich abzugrenzen oder Hilfe zu holen. Genau hier setzt Reents an: "Ich vermittle alltagsnahe Strategien, um Risiken zu erkennen und sich selbst zu schützen".

In einer vertrauensvollen und geschützten Atmosphäre lernten die Frauen, ihre eigenen Gefühle ernst zu nehmen und klare Signale zu setzen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld zeigte Katja Reents wie wichtig es ist, "Stopp" zu sagen, ein "Nein" zu äußern und sich auch körperlich und sprachlich abzugrenzen. Durch Spiele, Bildkarten sowie praktische Übungen wurden typische Alltagssituationen geübt. Besonders eindrucksvoll war die Entwicklung der Teilnehmerinnen im Laufe der Tage: Aus anfänglicher Unsicherheit wuchs Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen. Viele Frauen fanden den Mut, laut und deutlich ihre Grenzen zu benennen - ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit im Alltag.

"Gewaltprävention bedeutet, Menschen stark zu machen", betonte Katja Reents. "Gerade Frauen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen brauchen Unterstützung, um ihre Rechte zu kennen und für sich einzustehen. Jede Frau hat das Recht, Nein zu sagen und sich zu schützen", so Reents weiter.

Das Training machte deutlich, dass Selbstbehauptung ein zentraler Baustein der Präventionsarbeit ist. Es geht nicht nur darum, Gefahren zu vermeiden, sondern auch darum, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Zum Abschluss nahmen die Teilnehmerinnen ihr selbst zerschlagenes Holzbrett sowie eine Urkunde als Erinnerung daran: "Ich bin wichtig. Ich darf Nein sagen. Ich darf und kann mich schützen." mit nach Hause.

Zwei Personen haben Sandra Sudhoff bereits jetzt eine Rückmeldung gegeben, dass sie in Situationen waren wo sie sich nicht ganz wohl gefühlt haben. Es wurde mitgeteilt: "Ich habe mich getraut, Nein zu sagen, mich zu behaupten und dann war es gut. Ich habe mich gut gefühlt und bin auch ein bisschen stolz auf mich."

Sandra Sudhoff und Katja Reents freuen sich, dass die Frauen gleich das Umsetzen, was Sie in den Tagen gelernt haben. "Ich bin total stolz auf die Gruppe, dankbar Sie bei diesen Kursen begleiten zu dürfen und die Teilnehmerinnen mir so viel Vertrauen schenken. Eine regelmäßige Wiederholung finde ich sehr wichtig, da durch diese Kurse mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang miteinander reflektiert werden", fasste Sandra Sudhoff die Tage zusammen.

Katja Reents bedankt sich für die Einladung und die -bereits seit Februar 2023- vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gleichzeitig wird im Rahmen dieser Kurse auch deutlich, dass Uniformen bei manchen Teilnehmerinnen zunächst Unsicherheit oder sogar Angst auslösen können und eine Hemmschwelle darstellen. Umso wichtiger ist es, durch persönliche Begegnungen Vertrauen aufzubauen, Berührungsängste abzubauen und die Polizei als unterstützende und schützende Anlaufstelle erlebbar zu machen.

Solche Kurse leisten einen wertvollen Beitrag zur Gewaltprävention und zeigen, wie wichtig es ist, besonders schutzbedürftige Menschen gezielt zu stärken.

Rückfragen bitte an:

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26382 Wilhelmshaven

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