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06.03.2019 – 12:00

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten deutlich rückläufig, auf niedrigstem Stand seit 30 Jahren! Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Inspektion Wilhelmshaven/Friesland für das Jahr 2018

POL-WHV: Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten deutlich rückläufig, auf niedrigstem Stand seit 30 Jahren! Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Inspektion Wilhelmshaven/Friesland für das Jahr 2018
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Wilhelmshaven (ots)

Die Kriminalitätslage im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion ist im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr 2017 stark zurückgegangen. "Mit 14.339 registrierten Straftaten in der Stadt Wilhelmshaven sowie im Landkreis Friesland erreicht diese Zahl den tiefsten Stand der letzten drei Jahrzehnte!"

Mit diesen Worten leitete der Leiter der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, Jörn Kreikebaum, im Rahmen einer Pressekonferenz die Vorstellung der Kriminalitätszahlen 2018 ein: "Mit weiterhin im Landkreis Friesland gesunkenen Straftaten, ist der Trend für die Stadt Wilhelmshaven erstmals gebrochen!"

Die Aufklärungsquote im Jahr 2018 erreicht mit stolzen 67,4 Prozent erneut ein sehr hohes Niveau und liegt damit außerdem über dem Landesschnitt.

Mit einer Häufigkeitszahl von 8.202 wurden im Jahr 2018 weniger Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert als im Jahr 2017 (9.097) - ein Rückgang um 10 Prozent: "Damit ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, signifikant gesunken!"

Nach wie vor ist die Arbeitsbelastung für die Bearbeitung der Massenkriminalität, wie z.B. der Körperverletzungs- und Betrugsdelikten sehr hoch, während im Bereich der Drogenkriminalität für die Polizeiinspektion ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden konnte.

Zum Stadtgebiet Wilhelmshaven:

In der Stadt Wilhelmshaven registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 9.159 Straftaten. Damit einhergehend erreichte auch die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) mit 12.001 für das Stadtgebiet einen niedrigen Stand und ist gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent gesunken.

"Beim Diebstahl unter erschwerenden Umständen, dem sog. Einbruchdiebstahl, sind die Zahlen ebenfalls rückläufig" erläutert Franz Polifke, stellvertretender Leiter des Zentralen Kriminaldienstes die Zahlen im Detail und ergänzt, dass der Rückgang des sog. schweren Diebstahls im Wesentlichen auf eine Abnahme der Boden- und Keller-Einbrüche zurückzuführen ist.

Die Fallzahlen für den Wohnungseinbruch sind entgegen dem Trend in der Polizeidirektion Oldenburg zwar gestiegen, was jedoch allerdings nur für den Vergleich zum Vorjahr gilt! "In der Summe sind sie vergleichsweise nach wie vor auf einem niedrigen Niveau" so Polifke. Im Jahr 2018 wurden 181 Einbrüche in Wohnungen angezeigt (2017 waren es 163). Der in diesem Zusammenhang hohe Anteil an Versuchstaten (von 181 blieb es in 77 Fällen beim Versuch) lässt hier den Rückschluss auf eine erfolgreiche polizeiliche Arbeit im Bereich der Einbruchsprävention sowie ein Umdenken der Wohnungs- und Hauseigentümer beim Einbruchsschutz zu (2017: 163/71).

"Der langfristige Trend ist positiv! Wir gehen im Bereich Wilhelmshaven in der Mehrzahl von örtlichen Tätern aus" so Polifke. Mit 1.544 angezeigten Taten blieben die Rohheitsdelikte gegenüber dem Jahr 2017 mit 1.545 Taten in etwa gleich. Davon machen Körperverletzungen einen Großteil aus. Im Jahr 2018 gab es im Stadtgebiet 1.091 angezeigte Körperverletzungen, während es im Jahr 2017 noch 1.118 waren.

"Bei der Gewalt gegen Polizei- und Einsatzkräften haben wir zwar keinen weiteren Anstieg zu verzeichnen, jedoch sind die Fälle immer noch auf einem hohen Niveau" betont Polifke. So gab es in der Inspektion 89 Fälle, bei denen eine Polizeibeamtin bzw. ein Polizeibeamter Opfer geworden ist.

Im Vergleich mit der Gesamtkriminalität entspricht dies einem Wert von 16,86 Prozent (zum Vergleich: in Niedersachsen beträgt der Anteil der Rohheitsdelikte 15,18 Prozent).

Einen Anstieg verzeichnet die Polizeiinspektion bei den in der Stadt Wilhelmshaven registrierten Straftaten beim Raub und bei der räuberischen Erpressung. Hier kam es zu einem Anstieg von 73 (2017) auf 103 Taten.

Im Jahr 2018 konnte die Polizei Wilhelmshaven jedoch sieben Raubtäter in Untersuchungshaft bringen und eine Serie aufklären:

Exkurs:

29.11.2017 wurde eine Tankstelle in der Gökerstraße überfallen, dabei die dort arbeitende Person unter Vorhalt eines Messers unter Druck gesetzt. Der Kassierer erlitt dabei u.a. einen Schock. Am 16.12.2017 wurde an einer Tankstelle in der Preußenstraße eine Pistole zum Raub genutzt.

Ebenso bei der Tat am 23.12.2017, bei der eine Spielhalle in der Posener Straße überfallen wurde.

Am 06.01.2018 gab es eine Versuchstat mit Pistole bei der die Tankstelle aus der Preußenstraße erneutes Zielobjekt war. "Immer wieder kommen wir aufgrund von Zeugenhinweisen aus der Bevölkerung einen großen Schritt bei unserer Ermittlungsarbeit weiter!" betont Polifke die wichtige Mithilfe aus der Bevölkerung: "Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte ein 19-jähriger Wilhelmshavener schließlich als Täter ermittelt werden!"

Bei den Vermögensdelikten, also den Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten, ist ein geringer Rückgang zu verzeichnen (2017 waren es in der Stadt WHV 1.955 Fälle und 2018 1.920).

Bei den Waren- und Warenkreditbetrugsstraftaten wurden 2018 in der Inspektion 1.186 Fälle registriert, davon 924 im Stadtgebiet Wilhelmshaven (2017 waren es 1.124 Fälle, davon 879 in WHV).

Die Internetkriminalität umfasst die Straftaten, die sich u.a. gegen das Internet bzw. weiterer Datennetze, etc. richten, aber auch solche Taten, bei denen das Internet Tatmittel ist. In dem Deliktsfeld wurden für das Jahr 2018 von 1.572 Fällen in der Inspektion in der Stadt WHV 1.214 Fälle registriert (2017 waren es 1.570 Fälle, davon 1.192 in WHV).

"Gerade im Jahr 2017 wurden die Rauschgiftdelikte intensiv bekämpft, was sich 2018 auch in den deutlich sinkenden Fallzahlen auswirkt" erklärt Polifke.

2017 wurden von 1.270 Fällen 728 für die Stadt Wilhelmshaven registriert, 2018 waren es 975 Fälle, davon 570 in Wilhelmshaven. "Unsere intensive geführten Ermittlungen dürfte die Szene verunsichert und damit den Markt beeinflusst haben" erklärt Polifke die Abnahme.

Zum Landkreis Friesland:

Auch im Landkreis Friesland konnte im vergangenen Jahr mit 5.180 registrierten Straftaten erneut ein Tiefstand erreicht werden. "Mit einer Häufigkeitszahl von 5.258 gilt der Landkreis im Vergleich zu anderen Landkreisen in Niedersachsen als sicher" so Polifke.

Bei den Wohnungseinbrüchen wurden im Jahr 2018 143 Fälle festgestellt, während es 2017 94 waren. Von diesen Taten blieb es in 48 Fällen beim Versuch (2017 blieb es in 31 Fällen beim Versuch).

Auch für den Landkreis lässt dies Rückschlüsse auf die professionelle Beratung der Polizei und die empfohlenen baulichen Veränderungen im Bereich der Sicherheitstechnik zu.

Die Fallzahlen bei den Rauschgiftdelikten sind im Landkreis Friesland um 137 Fälle gesunken.

"1.262 Straftaten in der Stadt Wilhelmshaven und 283 Straftaten im Landkreis weniger ist für die Bürgerinnen und Bürger sicherlich eine gute Nachricht" verkündet Kreikebaum die erstmals seit drei Jahrzehnten gesunkene Anzahl der Gesamtstraftaten: Außerdem die hervorragende Aufklärungsquote von 67,4 Prozent - für uns Anlass, nicht nachzulassen!"

Mit dem Dank an die in der Inspektion tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde die Pressekonferenz am Mittag beendet!

Rückfragen bitte an:

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Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215
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