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Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch

POL-DEL: Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch: Vorsicht vor (Schock-)Anrufen von falschen Polizeibeamten +++ Häufung im Landkreis Oldenburg

Delmenhorst (ots)

Zurzeit sind wieder vermehrte Anrufe von falschen Polizeibeamten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch zu verzeichnen. Am Mittwoch, 08. November 2023, war insbesondere der Landkreis Oldenburg das Ziel der Betrügerinnen und Betrüger. Alle angerufenen Personen reagierten richtig und beendeten die Gespräche, ohne Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen zu machen. Da die Vorgehensweise der Betrügerinnen und Betrüger in den Grundzügen immer gleich ist, die Gebiete, in denen sie "zuschlagen", aber variieren, folgen hier nochmal Erklärungen zum sogenannten Modus Operandi und Präventionshinweise. Insbesondere ältere Angehörige und Mitmenschen sollten wiederholt an diese miese Masche erinnert werden. Denn die Polizei nimmt weder Wertgegenstände in Verwahrung, um vor Diebstahl zu schützen, noch werden Kautionen gefordert, um einer Haftstrafe zu entgehen.

Die aktuellen Fälle - nahezu alle aus der Gemeinde Großenkneten - verliefen nach dem bekannten Muster von Schockanrufen. In Telefonaten berichtete ein angeblicher Polizeibeamter von einem schweren Unfall, den Angehörige der angerufenen Personen verursacht hätten. Um die Angehörigen vor dem Antritt einer Untersuchungshaft zu schützen, müsste eine Kaution in Höhe von 100.000 Euro hinterlegt werden.

Dieses Vorgehen kommt in den unterschiedlichsten Varianten vor. Teilweise übernehmen auch angebliche Staatsanwälte oder Richter die Gesprächsführung. In anderen Fällen berichten angebliche Polizeibeamte in Telefonaten von Festnahmen von Täterbanden in der Nachbarschaft. Weiter schildern sie, dass bei den Festgenommenen auch Hinweise auf bevorstehende Einbrüche in die Häuser der angerufenen Personen gefunden wurden. Nun müssten Wertgegenstände in amtliche Verwahrung genommen werden, um vor Diebstahl zu schützen. Die Betrügerinnen und Betrüger sind erfinderisch und passen ihre Vorgehensweisen an. So sind auch Betrugsversuche per Whatsapp zu verzeichnen. Hier geben sie sich als angebliche Angehörige aus, die in einer Notlage stecken würden und dringend Geld bräuchten, das auf meist ausländische Konten überwiesen werden soll.

Älteren Mitmenschen und Angehörigen sollte regelmäßig in Erinnerung gerufen werden, dass es in allen Fällen Kriminelle sind, die Kontakt zu ihnen aufnehmen und sich an ihrem Ersparten der bereichern wollen.

Die Polizei rät:

   - Seien Sie misstrauisch
   - Beenden Sie das Gespräch
   - Die echte Polizei ruft nicht mit der Nummer 110 an
   - Die echte Polizei fragt nicht nach Wertgegenständen
   - Die echte Polizei nimmt keine Wertgegenstände oder Geld in 
     Verwahrung
   - Die echte Polizei fordert keine Kautionen
   - Werden Sie hellhörig bei Geldforderungen von Polizeibeamten oder
     Angehörigen
   - Geben Sie keine Auskünfte zu Vermögensverhältnissen
   - Nehmen Sie Kontakt zu Angehörigen auf und nutzen Sie dafür die 
     "alte" und bekannte Rufnummer
   - Nehmen Sie Kontakt zur "richtigen" Polizei auf
   - Legen Sie einen Zettel mit der Erreichbarkeit der örtlichen 
     Polizei neben das Telefon
   - Vertrauen Sie sich den Mitarbeitenden in der Bank an
   - Übergeben oder überweisen Sie auf gar keinen Fall Geld

Rückfragen bitte an:

Albert Seegers
Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch
Pressestelle
Telefon: 04221-1559104
E-Mail: pressestelle@pi-del.polizei.niedersachsen.de
Internet: www.polizei-delmenhorst.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch, übermittelt durch news aktuell

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