Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Bundespolizeidirektion München mehr verpassen.

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei: Gut gerüstet für d'Wiesn
Für eine sichere An- und Abreise

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei: Gut gerüstet für d'Wiesn / Für eine sichere An- und Abreise
  • Bild-Infos
  • Download

München (ots)

Ab Samstag, 17. September, herrscht in München nach zweijähriger Pause wieder gut zwei Wochen lang Ausnahmezustand. Das gilt auch für die Bundespolizei, die zum 187. Oktoberfest wieder Unterstützung aus ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland bekommen wird. Die Beamten werden ihren Dienst vorwiegend im Hauptbahnhof und auf der Hackerbrücke sowie der S-Bahn-Stammstrecke versehen um den Wiesn-Besuchern eine sichere An- und Abreise zum Festgelände zu gewährleisten.

Bereits seit einigen Wochen haben sich Bundespolizisten der Inspektion München im Hinblick auf die bevorstehende Wiesn mit der Einsatzplanung beschäftigt. Inzwischen ist alles in trockenen Tüchern und es kann losgehen. Wie jedes Jahr wird eine große Anzahl der Wiesnbesucher den Weg zum Festgelände und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auch der Deutschen Bahn zurücklegen.

Bis zu 190 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei werden zu Spitzenzeiten im Rahmen des 187. Oktoberfestes im Einsatz sein, um für die Sicherheit im Bahnbereich Sorge zu tragen.

Um die An- und Abreise zum größten Volksfest der Welt für die Besucher maximal sicher zu gestalten, werden die Beamten zu großen Teilen an den Wiesn-Bahnhöfen "Hauptbahnhof" und "Hackerbrücke", sowie in den S-Bahnen und Halte-punkten der Stammstrecke eingesetzt sein. Neben den Münchner "Stammkräften" werden wieder Bundespolizistinnen und -polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet zur Unterstützung eingesetzt. Darunter sind Verbandskräfte der Bundesbereitschaftspolizei, mobile Einsatzeinheiten und verschiedene Spezialkräfte, wie z. B. Diensthundeführer, Taschendiebstahlsfahnder, Entschärfer oder Ermittlungsbeamte. Auch wieder im Einsatz sind Beamte der "Deutsch-Französischen Einsatzeinheit" (DFEE), welche sich aus Angehörigen der deutschen Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern und der französischen Gendarmerie National, Präfektur Grand Est in Metz zusammensetzt.

Wie jedes Jahr prägen Erkenntnisse aus den Vorjahren und aktuelle Geschehnisse das Einsatzkonzept der Bundespolizei für die heuer wieder 17 Oktoberfest-Tage. Abstimmungen mit den Sicherheitspartnern wie dem Polizeipräsidium München, insbesondere der PI 14, die u. a. für Verkehrslenkungsmaßnahmen auf der Hackerbrücke verantwortlich ist, sowie der Deutschen Bahn und auch deren Deutsche Bahn Sicherheit, machen es zu einem runden Ganzen. PD Michael Rupp, Leiter der Bundespolizeiinspektion München dazu: "Gerade an den Schnittstellen der Sicherheitsbehörden ermöglicht eine schnelle und reibungslose Zusammenarbeit, brenzlige Situationen früh zu erkennen und im Sinne aller Festbesucher und Reisenden möglichst geräuschlos zu beseitigen."

Rupp verweist darauf: "neben der Manpower gerade auch wieder auf technische Hilfsmittel zurückzugreifen. Insbesondere die Videoüberwachung in Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen leistet bei der Aufklärung von Straftaten seit Jahren wichtige Dienste". Nicht nur als Beweismittel, z. B. bei Widerständen, tätlichen Angriffen und Beleidigungen gegen Beamte, sondern viel mehr auch zur Abschreckung vor falschem Verhalten von Bürgern, dienen die Body-Cams, mit zahlreiche Beamte der Bundespolizei wieder ausgestattet sein werden. Trotz der vielen Kameraüberwachung mischen sich gerade auch zur Wiesnzeit immer wieder Taschendiebe unter die Festbesucher und nutzen einerseits die Menschenmengen um unbemerkt tätig werden zu können. Anderseits kommt ihnen auch die Unachtsamkeit von Alkoholisierten sowie Schlafenden zu Gute. "Selbst schützen kann man sich, indem Wertsachen verschlossen in verschiedenen Innentaschen und nah am Körper getragen werden - Handtaschen stets verschlossen bleiben - Geldbörsen und Handys nie aus der Hand gelegt werden" so der Tipp von Münchens Inspektionsleiter Michael Rupp.

Sicherer ist es, und angesichts der strengen Rucksack- und Taschenverbote auf dem Festgelände auch äußerst sinnvoll, alles was man beim Festbesuch nicht benötigt, entweder gleich zuhause zu lassen oder im Vorfeld in eines der Schließfächer an den Münchner Bahnhöfen einzusperren. Neben den Schließfächern am Hauptbahnhof, die an den Abenden und an den Wochenenden stark frequentiert sein werden, kann man auch die Kapazitäten im Ostbahnhof und im Bahnhof Pasing nutzen. Der Inspektionsleiter appelliert dringend "Rucksäcke oder Taschen keinesfalls unbeaufsichtigt stehenzulassen! So kann die ein oder andere polizeiliche Sperrung, die lästige Zugausfälle und Wartezeiten nach sich zieht, verhindert werden".

Verhindern will die Bundespolizei auch unnötige Personenstauungen oder Auseinandersetzungen auf der Hackerbrücke und an deren Bahnsteig. Da dieser erfahrungsgemäß zu Schwerpunktzeiten stark frequentiert sein wird rät Rupp: "Wer in den Westen muss, und mit jeder S-Bahn nur ein oder zwei Stationen weiterfährt und an der Donnersbergerbrücke oder am Hirschgarten am Bahnsteig auf seine weiter ins Umland verkehrende S-Bahn wartet, der hilft mit, die Lage an der Hackerbrücke zu entspannen und entkommt dem Gedränge und enge am Bahnsteig". Das Oktoberfestgelände kann auch sehr gut ohne den S-Bahn-Stopp an der Hackerbrücke erreicht werden. Der Fußweg vom Hauptbahnhof ist bestens ausgeschildert und oftmals die schnellere und stressfreiere Variante.

Fast schon auf der Anfahrt zur Hackerbrücke befindet sich der allseits beliebte "LauKw" (Lautsprecherkraftwagen, im Volksmund oft auch als "blauweißer Partybus" bezeichnet), dessen erfahrene "DJ's" neue und kultige Hits für die An- und Abreisenden spielen, um die gute Stimmung der Festbesucher zu unterstützen und erst gar keinen Ärger aufkommen zu lassen. Über Durchsagen wenden sich die Beamten an die Menschenmenge um beispielsweise Besucherströme sinnvoll zu lenken oder um Warnhinweise zu geben.

Noch ein paar Tipps, wie der Abend auch nach Verlassen der Festwiese ohne Probleme zu Ende geht:

   - Verboten ist es - wie jedes Jahr - Glasflaschen oder gar 
     Maßkrüge in die S-Bahn mitzuführen! Aus Sicherheitsgrün-den ist 
     ein Bahnzutritt damit nicht möglich! Ausgenommen davon sind 
     gekaufte und gut verpackte Krüge.
   - Alubeschichtete Luftballons können, vor allem in den 
     Tunnelstationen der Stammstrecke, bei Berührungen mit der 
     Oberleitung den gesamten S-Bahnbetrieb zum Erliegen bringen. Die
     Mitnahme ist deswegen verboten! Im Schadensfall droht sogar eine
     Strafanzeige und - je nach Verhalten - ggfs. auch 
     Schadensersatz.
   - Wie auf der Wiesn, gilt auch in der S-Bahn oder im Zug: "Nein 
     heißt Nein!". Seit der Verbesserung des Schutzes der sexuellen 
     Selbstbestimmung (§ 184i StGB) im Jahre 2016 gelten, z. B. ein 
     sexuelles Betatschen von Körperteilen, ebenso wie der Griff ins 
     Dekolleté oder ans Gesäß als Straftat und werden - auch ohne 
     Anzeige der/s Geschädigten - von Amts wegen verfolgt.
   - In allen Zügen und S-Bahnen besteht auch nach dem Auslaufen des 
     9-Euro-Tickets die Pflicht zum Mitführen eines gültigen 
     Fahrscheines. Neben einem erhöhten Beförderungsentgelt erwartet 
     ticketlose Bahnfahrer ggf. eine Strafanzeige wegen Erschleichen 
     von Leistungen oder gar Betrugs.

Insgesamt wird es seitens der Bundespolizei natürlich auch während des Oktoberfestes zu Personenkontrollen von Reisenden in den Münchner Bahnhöfen kommen. Es wird jedoch stets auf das erforderliche Maß geachtet. Der Dienststellenleiter rät: "die zahlreichen eingesetzten Beamten als direkte Ansprechpartner bei Problemen oder verdächtigen Beobachtungen zu sehen."

Die Münchner Bundespolizei ist auch während der Wiesn auf ihrem Twitter-Account: @bpol_by unter dem #SicherzurWiesn aktiv. Informiert wird über Polizeieinsätze im Bereich der Bahnanlagen sowie aktuelle, wichtige Infos für Reisende oder auch Autofahrer, wenn, wie so oft während der Wiesn, die Hackerbrücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird.

Die Münchner Bundespolizei freut sich auf die Wiesn 2022 und wünscht allen Besuchern des 187. Oktoberfestes eine "schöne und sichere 2022er Wiesn".

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell