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Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (544) Festnahmen nach versuchtem Callcenterbetrug

Schwabach (ots)

Ein 74-Jähriger durchschaute am Dienstag (02.06.2026) den Anruf eines falschen Polizeibeamten und alarmierte die Polizei. Beamte nahmen daraufhin drei Tatverdächtige vorläufig fest.

Am Dienstag (02.06.2026) gegen 12:00 Uhr erhielt der 74-Jährige den Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Der Anrufer behauptete, in der Umgebung des Mannes habe es mehrere Einbrüche gegeben und sein Name sei auf einer Liste aufgetaucht.

Der Angerufene erkannte die Situation sofort als Betrugsversuch und verständigte noch während des Telefonats die Polizeiinspektion Schwabach. Die Beamten leiteten umgehend Maßnahmen ein, um den mutmaßlichen Geldabholer festzunehmen.

Kurze Zeit später nahmen mehrere Beamte der Polizeiinspektion Schwabach den Geldabholer im Schwabacher Ortsteil Schaftnach vorläufig fest. Das Fahrzeug, mit dem der Abholer nach Schaftnach gekommen war, flüchtete über die Bundesstraße 2 in Richtung der Autobahn A6.

Im Verlauf der Fahndung stellten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht das Fahrzeug auf der A6 fest und kontrollierten es. Die Beamten nahmen auch den 43-jährigen Fahrer und den 39-jährigen Beifahrer vorläufig fest.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den 41-jährigen Geldabholer und den 39-jährigen Beifahrer. Beide werden am heutigen Mittwoch (03.06.2026) dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Den 43-jährigen Fahrer entließen die Beamten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder. Alle drei Tatverdächtigen sind rumänische Staatsangehörige.

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Kriminalpolizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche und bittet darum, ältere Angehörige oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:

   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern 
     legen Sie sofort auf.
   - Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder über 
     Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen.
   - Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld 
     oder Wertgegenständen fordern.
   - Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die 
     Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das 
     Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei 
     der Polizei an.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
   - Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres 
     Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe.
   - Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen 
     stehen soll, lassen Sie die Nummer dort löschen.
   - Sprechen Sie mit älteren Menschen in Ihrem Bekanntenkreis und in
     der Nachbarschaft über dieses Phänomen.

Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Erstellt durch: Oliver Trebing / mc

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Richard-Wagner-Platz 1
D-90443 Nürnberg
E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de

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Außerhalb der Bürozeiten:

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Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet:
http://ots.de/P4TQ8h

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