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Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (260) Fahrzeug in Brand gesetzt - Fall scheint geklärt

Uffenheim (ots)

Wie mit Meldung 107 vom 04.02.206 berichtet, brannte in der Nacht zum 04.02.2026 (Mittwoch) ein Kleintransporter in Uffenheim (Lkrs. Neustadt an der Aisch / Bad Windsheim) aus. Die Kriminalpolizei Ansbach ermittelte wegen des Verdachts der Brandstiftung. Inzwischen richtet sich der Tatverdacht gegen den 44-jährigen Eigentümer des Autos.

Wie berichtet, meldeten Zeugen der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei gegen 02:30 Uhr ein brennendes Auto in der Custenlohrer Straße. Als eine alarmierte Streife der Polizeiinspektion Bad Windsheim vor Ort eintraf, stand der Ford bereits im Vollbrand. Den verständigten Kameraden der Feuerwehr Uffenheim gelang es rasch, das Feuer zu löschen. Personen wurden hierbei nicht verletzt. Der Sachschaden belief sich auf etwa 30.000 Euro.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken führte die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort durch. Hierzu banden die Polizisten auch Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes ein. Im Anschluss übernahm das Staatsschutzkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen. Hierbei bezogen die Beamten neben einem möglichen politischen Motiv auch verschiedene andere Erwägungen in ihre Ermittlungen ein. In den nun folgenden Wochen befragten die Beamten zahlreiche Zeugen und werteten eine Vielzahl an Spuren aus. Da sich im Zuge der akribischen und personalintensiven Ermittlungsmaßnahmen jedoch kein konkreter Tatverdacht ergab, konzentrierten sich die Polizisten auf den 44-jährigen deutschen Fahrzeugeigentümer.

Dieser hatte bei der Anzeigenaufnahme am 04.02.2026 einen Drohbrief übergeben, den er angeblich einige Tage zuvor erhalten hatte. Zudem behauptete er, dass Unbekannte seinen Ford, wenige Tage bevor dieser ausbrannte, mit einem politischen Graffiti versehen hätten.

Die Ermittler ließen jedoch den Drohbrief analysieren und stellten dabei auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des 44-Jährigen fest. Nachdem sich der Tatverdacht gegen den Mann erhärtet hatte, räumte er ein, den Brief selbst verfasst zu haben. Auch gab er zu, dass keine unbekannten Personen, sondern er selbst das Graffiti an seinem Auto angebracht hat. Zudem räumte er schließlich ein, sein eigenes Auto in Brand gesetzt zu haben.

In einem Ermittlungsverfahren, das unter anderem wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat geführt wird, muss sich der 44-Jährige nun strafrechtlich verantworten.

Erstellt durch: Christian Seiler

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