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27.12.2018 – 10:24

Polizeiinspektion Stade

POL-STD: Silvesterfeuerwerk - Sicher ins neue Jahr 2019 - Tips von Polizei, Feuewehr und Landkreis

POL-STD: Silvesterfeuerwerk - Sicher ins neue Jahr 2019 - Tips von Polizei, Feuewehr und Landkreis
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Stade (ots)

Mit farbenfrohen Raketen und lauten Böllern begrüßen die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Stade in der Silvesternacht das neue Jahr. Was für die einen faszinierend ist, wird für andere leicht zum Albtraum.

Durch Unachtsamkeit und leichtsinniges Hantieren, zum Teil auch unter Alkoholeinfluss, haben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an Silvester Hochbetrieb. In den letzten Jahren gab es immer wieder auch größere Brände, die gelöscht werden mussten, und es mussten Verletzungen, die auf unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk zurückzuführen waren, versorgt werden.

Damit der Jahreswechsel 2018/2019 nicht zur "arbeitsreichsten Nacht" für die Einsatzkräfte der heimischen Feuerwehr und des Rettungsdienstes wird, haben die Polizeiinspektion Stade, das Ordnungsamt des Landkreises Stade und der Kreisbrandmeister des Landkreises Stade einige Sicherheitstipps zusammengestellt:

   -	Nicht nur zum Schutz vor Wind und Wetter sondern auch für die 
Sicherheit sollte auf die richtige Kleidung geachtet werden. Gerade 
Fleece und Kunststoffgewebe sind leicht entflammbar und sollten 
deshalb nicht getragen werden. 
   -	Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor 
Brandgefahren. Auf Balkonen und Terrassen sollten leicht entflammbare
Gegenstände weggestellt, Fenster und Türen geschlossen werden. 
   -	Sie sollten Ihres und benachbarte Gebäude genau beobachten. 
Einschlagende Raketen sollten, soweit möglich, unverzüglich entfernt 
werden. Reetdächer sind von außen und innen zu kontrollieren. 
   -	Die Gebrauchsanweisung eines Feuerwerkkörpers vor dem Gebrauch 
genau durchlesen. 
   -	Knallkörper niemals in geschlossenen Räumen verwenden. Raketen 
nur im Freien mit Sicherheitsabstand zu anderen Menschen, Autos und 
Gebäuden zünden. Zudem sollten Raketen aus großen Flaschen, die in 
Kästen stehen, gestartet werden. 
   -	Nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch 
einmal anzünden. 
   -	Beim Anzünden verwendet man am besten so genannte 
"Sturmfeuerzeuge". 
   -	Feuerwerk darf nur vom 31. Dezember bis 1. Januar abgebrannt 
werden. Pyrotechnische Munition darf mit Schreckschuss- und 
Signalwaffen nur vom 31. Dezember, 15:00 Uhr, bis zum 1. Januar, 
05:00 Uhr, verschossen werden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang 
die Allgemeinverfügungen des Landkreises Stade (als Anlage 
beigefügt). Besonders zu beachten ist, dass von brandempfindlichen 
Gebäuden und Anlagen, wie z. B. Reetdach- und Holzhäusern ein 
Sicherheitsabstand von mindestens 200 m einzuhalten ist. 
   -	Besonders gefährlich - und daher verboten - sind nicht 
zugelassene oder selbstgebaute Knallkörper. Wie gefährlich der Umgang
mit diesen Knallkörpern ist, zeigt das Beispiel eines 19-Jährigen aus
der Nähe von Berlin, der beim Abbrennen eines selbstgebauten 
Feuerwerks tödliche Verletzungen erlitt. 
   -	 (Wie gefährlich der Umgang mit diesen Knallkörpern ist, zeigt 
das Beispiel eines 36-jährigen Dortmunders. Er verlor am Heiligen 
Abend seine linke Hand, als er selbst gebastelten Sprengstoff für die
Silvesternacht vorbereiten wollte.) 
   -	Die Polizei und der Zoll warnen auch in diesem Jahr wieder vor 
Feuerwerkskörpern aus dem benachbarten Ausland! Das dort auf Märkten 
angebotene Feuerwerks-Sortiment entspricht zumeist nicht den 
deutschen Sicherheitsstandards und kann gefährliche Folgen für 
Gesundheit und Leben von Benutzern und Unbeteiligten haben. 

Alle in Deutschland im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper werden vom Bundesamt für Materialwirtschaft und -prüfung (BAM) geprüft und zugelassen und mit einer speziellen Kennzeichnung (BAM-Kennzeichnung) sowie einem deutschsprachigen Sicherheitshinweis versehen. Bei den im Ausland erhältlichen Feuerwerkskörpern fehlt in der Regel eine derartige Zulassung. Es muss auch damit gerechnet werden, dass auf im Ausland gekauften Artikeln gefälschte Zulassungszeichen angebracht sind.

Die Einfuhr von Feuerwerkskörpern ohne gültige Zulassung ist - auch aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft - nach dem Sprengstoffgesetz verboten und strafbar. In solchen Fällen stellt der Zoll die Feuerwerkskörper sicher und leitet gegen den Einführer ein Ermitt-lungsverfahren ein.

Deshalb: Kaufen Sie keine Feuerwerkskörper ohne BAM-Kennzeichnung oder solchen, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist!

   -	Keinesfalls sollten pyrotechnische Artikel unter, auf oder gar 
nach fahrenden Fahrzeugen geworfen werden. 
   -	Mit Feuerwerkskörpern niemals nach Personen werfen oder auf 
Personen schießen. 
   -	Kinder und Jugendliche nur ungefährliche Artikel abbrennen 
lassen und dabei beaufsichtigen. 
   -	Raketen senkrecht in eine feststehende Flasche stecken. Dann 
erst die Schutzkappe abziehen und zünden. Die Flugrichtung muss so 
gewählt werden, dass die Raketen nicht in Häuser oder auf 
insbesondere Reetdächer oder auf leicht brennbares Material fliegen 
kann. -	An die Haustiere denken, wenn das Feuerwerk beginnt, 
schreckhafte Tiere nicht allein lassen, für "Schalldämpfung" (Türen, 
Fenster und Jalousien schließen) sorgen. 
   -	Vor allem auf alte, kranke und ruhebedürftige Menschen ist 
Rücksicht zu nehmen. Daher dürfen Feuerwerks- und Knallkörper nicht 
in lärmempfindlichen Zonen oder in unmittelbarer Nähe von 
Krankenanstalten, Alters-, Kinder- und Erholungsheimen abgeschossen 
werden. 
   -	Bitte beachten Sie, dass das Land Niedersachsen aus 
Brandschutzgründen ein Verbot für das Aufsteigen lassen von 
Himmelslaternen (auch bekannt als Skyballone oder Skylaternen oder 
Kong-Ming-Laternen) erlassen hat. 

Die Notrufnummer für die Feuerwehr/Rettungsdienst lautet 112, der Notruf für die Polizei 110.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Stade
Pressestelle
Rainer Bohmbach
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: rainer.bohmbach@polizei.niedersachsen.de

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