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Polizei Dortmund

POL-DO: Perfide Masche nach Todesanzeigen: Senioren im Visier von Betrügern

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 0313

Betrugsfälle durch Schockanrufe bei älteren Menschen verunsichern die Gesellschaft und insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige. Die Polizei gibt dazu Präventionshinweise.

Das Fachkommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Dortmund möchte in diesem Zusammenhang auf eine besonders perfide Betrugsmasche am Telefon hinweisen. Sie betrifft vorwiegend ältere Menschen, welche sich nach dem schmerzlichen Verlust eines Angehörigen in der Trauerphase befinden.

Durch die Veröffentlichung von Vornamen, Familiennamen und Verwandtschaftsverhältnissen in Traueranzeigen gelangen auch Betrüger an die sensiblen Daten.

Die Täter nutzen diese Daten in Verbindung mit Einträgen in Telefonbüchern sowie aus dem Internet für sogenannte "Schockanrufe" bei den Hinterbliebenen.

Mit der Legende einer angeblichen Tochter oder Enkelin sowie falscher Polizeibeamter oder Staatsanwälte melden sich die Täter bei den Hinterbliebenen, sprechen diese am Telefon mit den Namen aus der Traueranzeige an und täuschen einen Notfall vor.

Ziel dieser Anrufe ist es, die bereits psychisch belasteten Senioren zur Übergabe oder Überweisung einer hohen Kaution zur Abwendung einer Haft zu bewegen. Die persönliche Ansprache und Kenntnisse über die Verwandtschaftsverhältnisse aus der Traueranzeige ermöglichen es den Tätern das Vertrauen beim Opfer zu erlangen.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:

   - Sensibilisieren Sie die Angehörigen für dieses Thema und 
     empfehlen Sie nach Möglichkeit keine persönlichen Familiendaten 
     in der Zeitung zu veröffentlichen
   - Verweisen Sie bitte auf die Möglichkeit, die genauen 
     Informationen zur Bestattung, wie Datum und Uhrzeit, über das 
     Bestattungsunternehmen zu erhalten. Es hat schon Fälle gegeben, 
     in denen die Täter die Abwesenheit für einen Einbruch genutzt 
     haben.
   - Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen hohe 
     Geldforderungen gestellt werden, insbesondere, wenn die Anrufer 
     Druck ausüben oder eine emotionale Notlage ausnutzen.
   - Beenden Sie das Telefonat, indem Sie den Hörer auflegen oder die
     entsprechende Taste am Telefon drücken. Informieren Sie 
     anschließend sofort die Polizei unter der Nummer 110.
   - Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um 
     die Angaben zu überprüfen. Geben Sie unbekannten Personen keine 
     Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible 
     Daten.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte 
     Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, 
     Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
   - Vermeiden Sie es, in der Traueranzeige Ihre eigene Anschrift 
     oder die des Verstorbenen anzugeben. Nennen Sie stattdessen die 
     Kontaktdaten des Bestattungshauses. So finden eventuelle 
     Kondolenzbriefe trotzdem den Weg zu den Angehörigen und Sie 
     vermeiden ungebetene Gäste in den eigenen vier Wänden.

Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Diana Krömer
Telefon: 0231/132-1022
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/

Original-Content von: Polizei Dortmund, übermittelt durch news aktuell

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