POL-DO: Abflug auf Sommerreifen: Sportwagenfahrer verursacht einen geschätzten Sachschaden in Höhe von 90.000 Euro
Dortmund (ots)
Lfd. Nr.: 0080
Am 24. Januar gegen 13:03 Uhr ereignete sich auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover auf Höhe des Rastplatzes "Stettin" ein Verkehrsunfall, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Zum Unfallzeitpunkt herrschten Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt, die Fahrbahn war feucht. Der Unfallverursacher, ein 27-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel, war mit seinem Sportwagen auf Sommerreifen unterwegs.
Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Mann mit seinem leistungsstarken BMW auf dem linken Fahrstreifen der A2 in Richtung Hannover. In der langgezogenen Rechtskurve auf Höhe des Rastplatzes "Stettin" begann der BMW zu schlingern. Der 27-Jährige verlor schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Betonschutzwand. Das Auto drehte sich mehrfach um die eigene Achse und stieß mit dem Lkw eines 58-jährigen Berliners zusammen. Beide Fahrzeuge kamen auf dem Seitenstreifen zum Stehen.
Ein 28-jähriger Mann aus Hilden befand sich mit etwas Abstand dahinter. Er erkannte die Situation und bremste seinen BMW stark ab. Dadurch stieß auch er mit der Betonschutzwand zusammen und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Alle Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Bei dem Verkehrsunfall verletzten sich der 27-jährige Unfallverursacher und der 28-jährige Unfallbeteiligte leicht. Der 58-jährige Mann aus Berlin blieb unverletzt.
Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf rund 90.000 Euro.
Während der Unfallaufnahme stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Sportwagen mit Sommerreifen ausgestattet war, deren Profiltiefe nur geringfügig über dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum von 1,6 mm lag. Ob die Reifen in Kombination mit den winterlichen Temperaturen und der leicht feuchten Fahrbahn ursächlich für den Verkehrsunfall waren, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Der Frühling ist noch nicht in Sicht. Auch in den kommenden Wochen müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Temperaturen um den Gefrierpunkt einstellen. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte sind Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol Pflicht. Bei Missachtung drohen Autofahrerinnen und Autofahrern Bußgelder zwischen 60 Euro (ohne Unfall) und 120 Euro (mit Unfall) sowie ein Punkt im Fahreignungsregister. Ordnet ein Fahrzeughalter eine Fahrt an, obwohl das Fahrzeug nicht mit den für die Witterungsverhältnisse vorgeschriebenen Reifen ausgestattet ist, erwartet ihn ebenfalls ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und ein Punkt.
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