POL-DA: Südhessen: Zivilfahnder aus vier Bundesländern kontrollieren auf der Autobahn/Rund 1400 Euro bei mutmaßlichem "Bettelbetrüger" beschlagnahmt - Polizei sucht Zeugen und Geschädigte
Südhessen (ots)
Zivilfahnder des Polizeipräsidiums Südhessen haben im Laufe des Montags (09.02.) umfangreiche Kontrollen auf den Autobahnen durchgeführt. Dabei wurden sie von Kolleginnen und Kollegen der Polizeipräsidien Mainz, Kaiserslautern und Trier unterstützt. Diese mobilen Einsätze sind Teil der Sicherheitskooperation zwischen mehreren Bundesländern. Schwerpunkt der länderübergreifenden Bündelung von Fahndungskräften ist die Bekämpfung mobiler Tätergruppierungen im Bereich der Bandenkriminalität.
Zwischen 10.30 und 18.00 Uhr wurden 76 Fahrzeuge gestoppt und insgesamt 108 Personen überprüft. Die Kontrollen führten zu zwei vorläufigen Festnahmen und der Einleitung von 13 Ermittlungsverfahren. Die Palette reichte von Betrug, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz bis hin zu unerlaubtem Aufenthalt in Deutschland. Zwei Männer wurden von der Staatsanwaltschaft aufgrund laufender Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gesucht. Nachdem ihre aktuellen Wohnanschriften feststanden, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.
Unter anderem muss sich ein 38-Jähriger in einem Verfahren wegen Betrugs durch Vortäuschen einer Notsituation verantworten. Einer Zivilstreife war der Mann auf der A 67 an der Anschlussstelle Rüsselsheim-Ost aufgefallen, als er neben seinem Auto auf dem Standstreifen stehend durch Winken Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam machte und anschließend aufdringlich nach Geld befragte. Eine Überprüfung ergab, dass er in der Vergangenheit bereits mehrfach durch "Bettelbetrügereien" polizeilich in Erscheinung getreten war. Bei der Durchsuchung seines Wagens entdeckten die Fahnder drei versteckte Gelddepots mit insgesamt rund 1400 Euro. Das Geld wurde beschlagnahmt. Der Festgenommene wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungsgruppe der Polizeiautobahnstation Südhessen hat in dem Fall die Ermittlungen übernommen und bittet Personen oder Zeugen, die zuvor bei dem 38-Jährigen anhielten und ihm möglicherweise sogar Geld aushändigten, sich bei den Beamten unter der Rufnummer 06151/8756-0 zu melden.
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