Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
Mittelhessen: MARBURG-BIEDENKOPF: Betrüger erbeuten Bargeld in Marburg und Wetter + gute Zusammenarbeit verhindert Betrug
Giessen (ots)
Marburg / Wetter: Betrüger erbeuten Bargeld
Telefonbetrüger erbeuteten Anfang der Woche in Marburg und Wetter rund 55.000 Euro. Eine Marburgerin erhielt am Dienstagabend (19. Mai) gegen 18.30 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als Krankenschwester ausgab. Diese berichtete von einem schweren Verkehrsunfall, den die Nichte der Seniorin angeblich verursacht habe. Dabei soll auch eine schwangere Frau verletzt worden sein. Um eine Anzeige gegen die Nichte abzuwenden sowie angebliche Krankenhauskosten zu begleichen, forderten die Betrüger 90.000 Euro. Die Täter telefonierten über mehr als zwei Stunden in russischer Sprache mit der Seniorin und setzten sie zunehmend unter Druck. Schließlich händigte sie gegen 21.30 Uhr rund 40.000 Euro an einen Abholer aus. Dieser entfernte sich anschließend über die Straße "Am Richtsberg". Der Mann wird als etwa 35 bis 40 Jahre alt und circa 180 cm groß beschrieben. Er hatte kurze helle Haare und war mit einer dunklen Stoffjacke und einer dunklen Hose bekleidet.
Einen ähnlichen Anruf erhielt am Montag (18. Mai) eine Seniorin aus Wetter. Sie übergab knapp 15.000 Euro Bargeld an einen Abholer, der als zwischen 20 und 25 Jahre alt, etwa 180 cm groß und von normaler Statur beschrieben wird. Auch ihr hatten die Täter vorgegaukelt, ihre Nichte habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. In diesem Zusammenhang sei eine Kaution erforderlich. Über einen Zeitraum von zwei Stunden hielte die Betrüger die Frau am Telefon. Die Marburger Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen, denen der beschriebene Mann am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr in Wetter im Bereich des Sangmeisterwegs aufgefallen ist. Zeugen, die Hinweise auf den Betrüger in Marburg vom Dienstagabend geben können, werden ebenfalls gebeten, sich zu melden. Hinweise werden telefonisch unter (06421) 4060 entgegengenommen.
Die Polizei rät dazu, keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu geben. Lassen Sie sich am Telefon von Anrufern nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst bei der Polizei, auch über Notruf 110, an. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Ziehen Sie, wenn Sie unsicher sind, Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Außerdem empfiehlt die Polizei, innerhalb der Familie und dem Bekanntenkreis Angehörige zu sensibilisieren und auf die Maschen der Betrüger hinzuweisen. Weitere Hinweise zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.
Marburg: Gute Zusammenarbeit verhindert Betrug
Durch die gute Zusammenarbeit zwischen einer Bankmitarbeiterin und der Polizei konnte eine Seniorin am Freitag (15. Mai) vor einem möglichen Betrug bewahrt werden. Die Marburgerin suchte am Mittag eine Bankfiliale auf und erklärte einer Mitarbeiterin, dass sie einen größeren Geldbetrag anlegen wolle. Sie sei von angeblichen "Finanzexperten" kontaktiert worden, die ihr hohe Gewinne versprochen hätten, wenn sie ein Depot eröffne und eine fünfstellige Summe investieren würde. Im Verlauf des Gesprächs wurde die Mitarbeiterin misstrauisch und vermutete einen möglichen Betrugsfall. Sie rief daraufhin den kriminalpolizeilichen Berater der Polizei an und schilderte den Sachverhalt. Auch dieser ging davon aus, dass die Seniorin Betrügern zum Opfer zu fallen drohte. Gemeinsam gelang es ihm und der Bankmitarbeiterin die Frau von der geplanten Investition abzubringen und sie über die Betrugsmasche aufzuklären. Dadurch konnte ein Vermögensschaden verhindert werden.
Die kriminalpolizeilichen Berater des Polizeipräsidiums Mittelhessen bieten Unterstützung im Bereich der Kriminalprävention an, unter anderem zu Themen wie Einbruchschutz, technischer Sicherheit und Betrugsprävention. Interessierte Bürgerinnen und Bürgern können Termine bei Kriminalhauptkommissar Andreas Marx, dem kriminalpolizeilichen Berater für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, vereinbaren. Er ist unter der Telefonnummer (06421) 406123 oder über die E-Mail-Adresse: Beratungsstelle.PPMH@polizei.hessen.de erreichbar.
Alisa Jockel
Pressesprecherin
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon)
E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 641/7006-3381
E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de
Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle, übermittelt durch news aktuell