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Polizeidirektion Kiel

POL-KI: 260126.1 Kiel - Festnahmen nach räuberischer Erpressung und Menschenraub - Folgemeldung zu 250730.1

Kiel (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel

Im Juli 2025 lockten zunächst Unbekannte einen 28-Jährigen unter einem Vorwand in eine Ferienwohnung und hielten den Mann unter Vorhalt einer Schusswaffe und eines Messers über mehrere Stunden fest. Im Anschluss sollen die Täter den Geschädigten genötigt haben, Geld abzuheben und an die Täter zu übergeben. Bereits am Tag nach der Tat gelang es einen 26-jährigen Russen als Tatverdächtigen zu ermitteln und Beweismittel bei mehreren Wohnungsdurchsuchungen zu ermitteln. Siehe hierzu auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6087016

Aufgrund weiterer intensive Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft konnten zwei 19 und 22 Jahre alten Männer als weitere Tatverdächtige identifiziert werden. Aufgrund der Beweislage erließ das Amtsgericht Kiel antragsgemäß Haftbefehle gegen die Männer, deren aktueller Aufenthalt nicht bekannt war.

Am 11. September 2025 nahmen Polizeibeamte im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle den 19-Jährigen im Innenstadtbereich fest. Er kam im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt. Gegen ihn und den 26-jährigen Russen ist Anklage vor dem Landgericht Kiel wegen erpresserischen Menschenraubes erhoben worden.

Am vergangenen Mittwoch, 21. Januar 2026, erhielten Beamte einen Hinweis, dass der weitere gesuchte 22-jährige Mann sich in einem Hotel in Kiel aufhalten solle. Vor der Festnahme gelang es dem Mann, das Hotel zu verlassen. Im Rahmen der Fahndung spürten Beamtinnen und Beamte den Mann gegen 16:40 Uhr im Stadtteil Südfriedhof auf und nahmen ihn fest. Der Mann soll bei der Festnahme eine Schusswaffe, Munition und eine Kapsel mutmaßlicher Betäubungsmittel mit sich geführt haben.

Im Anschluss an die Festnahme ordnete der Ermittlungsrichter den Vollzug des Haftbefehls an, so dass der Mann einer Justizvollzugsanstalt zugeführt wurde.

Die weiteren Ermittlungen in dieser Sache führen das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel und die Staatsanwaltschaft.

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Kiel

Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel

Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de

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