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Landespolizeiinspektion Erfurt

LPI-EF: Falsche Polizeibeamte scheitern mit Betrugsmasche in Sömmerda

Sömmerda (ots)

Mittwochvormittag (27.05.2026) versuchten Unbekannte in Sömmerda mehrfach, mit der Masche des falschen Polizeibeamten an Informationen über Vermögenswerte von unbescholtenen Bürgern zu gelangen.

Gegen 10:00 Uhr erhielt ein 73-Jähriger einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Dieser behauptete, eine rumänische Diebesbande sei gefasst worden. Dabei seien persönliche Daten des Seniors aufgefunden worden. Anschließend fragte der Anrufer u. a. nach Kontobewegungen, Vermögen und Sparbüchern. Dem 73-Jährigen kam der Anruf verdächtig vor, weshalb er keine persönlichen Angaben machte und auflegte.

Wenig später erhielt ein 66-Jähriger ebenfalls einen solchen Anruf. Der Täter stellte sich unter der Legende "Polizeibeamter Mark Schütte" vor und berichtete von einem angeblichen Raubüberfall in der Nachbarschaft. Dort sei eine Liste aufgefunden worden, auf der der Name des 66-Jährigen sowie ein Bargeldbetrag von 35.000 Euro vermerkt gewesen seien. Auch in diesem Fall wurde der Angerufene misstrauisch und beendete das Gespräch. Bei dem Anruf wurde eine Festnetznummer mit Sömmerdaer Vorwahl angezeigt.

Auch eine 92-Jährige erhielt einen ähnlichen Anruf. Der Täter stellte sich in akzentfreiem Deutsch wieder unter der Legende "Polizeibeamter Mark Schütte" vor und berichtete ebenfalls von einer festgenommenen Bande. Auf einer aufgefundenen Liste sei die 92-Jährige als nächstes Opfer vermerkt gewesen. Zudem sei ein Bandenmitglied noch flüchtig. Der Anrufer fragte die Frau nach ihrem Kontostand, zu Geldforderungen oder weiteren Aufforderungen kam es nicht. Ein angekündigter weiterer Anruf gegen 16:00 Uhr blieb aus.

Die Polizei warnt: Echte Polizeibeamte fragen am Telefon nicht nach Vermögen, Kontoständen, Sparbüchern oder Bargeld im Haus. Sie fordern auch niemals dazu auf, Geld oder Wertgegenstände an angebliche Polizisten zu übergeben. Da Betrüger mit dieser Masche vor allem ältere Menschen ins Visier nehmen, sollten Angehörige ihre Eltern und Großeltern für solche Anrufe sensibilisieren. Hilfreich ist zudem eine klare Absprache innerhalb der Familie, dass am Telefon niemals nach Geld gefragt oder über Geld gesprochen wird. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Angaben machen, das Gespräch sofort beenden und Angehörige oder die Polizei über den Notruf 110 informieren. (DS)

Rückfragen bitte an:

Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Erfurt
Pressestelle
Telefon: 0361 5743-21003
E-Mail: pressestelle.lpi.erfurt@polizei.thueringen.de
https://polizei.thueringen.de/landespolizeiinspektionen/lpierfurt/

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