POL-GÖ: (138/2026) Behördenübergreifende Verbundkontrollen in Göttingen - Neun Gewerbeobjekte überprüft, zwei mutmaßliche Betäubungsmittelhändler vorläufig festgenommen
Göttingen (ots)
Göttingen, Stadtgebiet / Innenstadt
Dienstag, 19. Mai 2026, zwischen 14.00 und 22.00 Uhr
GÖTTINGEN (ab) - Im Rahmen einer weiteren behördenübergreifenden Verbundkontrolle haben Vertreterinnen und Vertreter des Finanzamtes Göttingen, des Hauptzollamtes Braunschweig, des Landkreises Göttingen, der Stadt Göttingen sowie Einsatzkräfte der Polizei am Dienstag (19.05.26) mehrere Gewerbebetriebe und angrenzende Bereiche im öffentlichen Raum kontrolliert.
Am Nachmittag überprüften die beteiligten Behörden insgesamt neun Gewerbeobjekte in der Göttinger Innenstadt. Im Mittelpunkt standen gewerbe-, steuer-, arbeits-, lebensmittel-, jugend- und ordnungsrechtliche Fragestellungen. Ergänzend wurden polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, darunter Personen- und Fahrradkontrollen, Maßnahmen im Zusammenhang mit der Betäubungsmittelkriminalität sowie Kontrollen innerhalb der Waffenverbotszone.
Bei den Gewerbekontrollen stellten die zuständigen Fachbehörden mehrere Verstöße fest. Unter anderem kam es zu lebensmittelrechtlichen Beanstandungen, Hinweisen an Gewerbetreibende, der Einleitung eines Strafverfahrens nach dem Lebensmittelrecht sowie mehrerer Steuerprüfverfahren durch das Finanzamt Göttingen. In einem weiteren Fall wurde ein datenschutzrechtlicher Verstoß festgestellt. Ob durch den Zoll weitere Verfahren eingeleitet werden, wird derzeit geprüft.
Parallel dazu führten Polizeikräfte lageangepasste Maßnahmen im öffentlichen Raum durch. Im Bereich Waageplatz beobachteten zivile Kräfte nach derzeitigen Erkenntnissen zwei mutmaßliche Verkäufe von Marihuana. In einem Fall soll auch ein 15-Jähriger Marihuana erworben haben. Zwei Tatverdächtige im Alter von 26 und 33 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Bei den anschließenden Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte unter anderem Marihuana, mehrere Tabletten sowie Bargeld. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen wurden beide Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Gemeinsam mit dem Stadtordnungsdienst der Stadt Göttingen wurden zudem Kontrollen innerhalb der Waffenverbotszone durchgeführt. Dabei wurden unter anderem ein Messer sowie eine geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden. Insgesamt sprachen die Einsatzkräfte 19 Platzverweise aus. Die kontrollierten Personen verhielten sich überwiegend kooperativ.
"Die Kontrolle zeigt, wie wichtig der regelmäßige Austausch und das abgestimmte Handeln der beteiligten Behörden sind. Jede Stelle bringt ihre eigene fachliche Zuständigkeit ein. Dadurch können Auffälligkeiten umfassender bewertet und notwendige Folgemaßnahmen zielgerichtet eingeleitet werden", sagte Christian Schmetz, Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent der Stadt Göttingen.
Die erneute Verbundkontrolle wird von den Behörden als wichtiger Beitrag bewertet, um Zuständigkeiten zusammenzuführen, Erkenntnisse auszutauschen und festgestellte Verstöße jeweils in eigener Verantwortung weiterzuverfolgen. Auch künftig sollen gemeinsame Kontrollen dazu beitragen, geltende Vorschriften zu überprüfen, erkannte Verstöße konsequent zu verfolgen und das Sicherheitsgefühl in der Göttinger Innenstadt weiter zu stärken.
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