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10.03.2020 – 15:17

Polizeidirektion Mayen

POL-PDMY: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2019

Mayen (ots)

Die Beschäftigten der Polizeiinspektion Mayen betreuen das Flächengebiet der Stadt Mayen, sowie der Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig und in Teilen der VG Vordereifel. Für diesen Bereich sind ca. 69500 Einwohner gemeldet. Nach der aktuellen PKS für 2019 wurden 3468 Straftaten, hierin sind Verkehrsdelikte nicht erfasst, zur Anzeige gebracht. Dies stellt gegenüber 2018 eine Zunahme von 69 (2018 - 3399) Anzeigen dar. 2383 (2018 - 2262) der erfassten Straftaten wurden abschließend von der Polizeiinspektion Mayen bearbeitet und zur Entscheidung der Staatsanwaltschaft Koblenz vorgelegt, 121 Strafanzeigen mehr als 2018. Die übrigen Strafanzeigen wurden durch die Kriminalinspektion Mayen oder andere Fachbehörden, ausgehend von den Zuständigkeitsregelungen, bearbeitet. Die Aufklärungsquote lag im abgelaufenen Kalenderjahr mit 64,2 % für alle Straftaten und mit 65,8 % für die abschließend durch die PI Mayen bearbeiteten Delikte leicht unter den im Vorjahr erreichten Zahlen, sie lag jedoch noch immer im Schnitt der letzten Jahre.

Für die jeweiligen Verwaltungsbezirke ergeben sich nachfolgende Fallzahlen und Aufklärungsquoten (Klammerdaten aus 2018):

Stadt Mayen 1722 AQ 63,9 % (1698)

VG Maifeld 801 AQ 64,8 % (772)

VG Mendig 540 AQ 63,9 % (546)

VG Vordereifel 405 AQ 64,2 % (383)

Nachfolgend eine Übersicht für verschiedene Orte aus den jeweiligen Verbandsgemeinden:

Stadt Polch		335    AQ 66,6 %
Stadt Münstermaifeld	96     AQ 62,5 %
Gemeinde Mertloch 	20     AQ 60,0 %
Gemeinde Ochtendung	191    AQ 66,0 %
Gemeinde Ettringen	103    AQ 64,1 %
Gemeinde Kehrig		49     AQ 61,2 %
Gemeinde Kottenheim	100    AQ 62,0 %
Stadt Mendig		438    AQ 63,5 %
Gemeinde Bell		37     AQ 64,9 %

Insgesamt konnten zu den bekanntgewordenen Fällen 1804 Tatverdächtige (TV) ermittelt werden (2018: 1804 - identisch). Männer waren mit 1403 (77,8 %) und Frauen mit 401 (22,2 %) vertreten. 219 Tatverdächtige hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, was einem Anteil an den ermittelten Tatverdächtigen von 12,1 % entspricht. Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 %. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen stellten die Männer mit 83,6 % die dominante Gruppe.

Von der Altersstruktur her waren 377 Tatverdächtige unter 21 Jahren alt, wobei 89 Personen der Altersgruppe 16 bis 18 Jahre angehörten. 61 ermittelte TV waren bis 14 Jahre alt, also strafunmündige Kinder. Der hohe Anteil von jungen Tätern wird hierbei durch die in Mayen befindlichen Jugendhilfeeinrichtungen beeinflusst.

Auswertung zu verschiedenen Deliktsbereichen

Delikte mit Gewaltanwendung oder Drohung mit Gewaltanwendung 555-mal wurden Sachverhalte bekannt, die dem Deliktsbereich "Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit" zuzuordnen sind. Gegenüber 2018 (589) bedeutet dies einen Rückgang um 34 Fälle (= 6 %).

Körperverletzungen (KV-Delikte) wurden in 2019 in 391 (421) Fällen angezeigt. 355 Tatverdächtige konnten ermittelt werden (AQ von 90,8,0 %). In ihrer Gesamtheit werden diesem Deliktsfeld auch die Fälle der sogenannten "Gewalt in engen Beziehungen" (GesB) zugeordnet. 114-mal (106 in 2018) mussten im vergangenen Jahr Polizeibeamtinnen und -beamte in den engsten Familien- und/oder Paarbereich einwirken, da Partner ihre Disharmonien nicht auf friedliche Weise beseitigen konnten (99 TV männlich, 22 TV weiblich). Hier wurde neben den strafrechtlichen Ermittlungsarbeiten besonderer Wert auf Hilfestellung in der Problembewältigung gelegt. Beiden Partnern wurden Hilfs- und Beratungsangebote für sich selbst, aber auch für betroffene Kinder aufgezeigt.

8 (11) Ermittlungsvorgänge wurden wegen Nachstellung, sogenanntem Stalking, bearbeitet. Die Polizeiinspektion Mayen ist schon langjährig in ein flächendeckendes Netzwerk, unter anderem das "Mayener Forum gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen", eingebunden. Hierzu können Informationen und Hilfsangebote unter

www.mayener-forum-gegen-gewalt.de

abgerufen werden.

Eigentumskriminalität Die Fallzahlen im Bereich des Diebstahls ohne erschwerende Umstände lassen keine besonderen Rückschlüsse zu. Gegenüber 2018 kann ein leichter Rückgang auf 518 bekanntgewordene Delikte (524) verzeichnet werden. 18 (13) Taten ergaben sich durch Wegnahme aus Büro-, Werkstatt- oder Lagerräumen, 148-mal (133) wurden Ladendiebstähle bekannt.

Vermögens- und Fälschungsdelikte 519 (580) Vermögens- und Fälschungsdelikte kamen bei PI Mayen zur Anzeige. 365 (407) dieser Fälle zählten zum klassischen Betrug. 183 (203) dieser Fälle sind in der Sparte "Warenkredit- und Leistungsbetrug" angesiedelt. Dies sind typischerweise die Delikte, die sich meist rund um Internethandel drehen. Der Käufer / der Ersteigerer zahlt nach Erhalt der Ware nicht oder Verkäufer / Anbieter liefert nach Erhalt des Verkaufs- / Versteigerungserlöses nicht. Eine Vielzahl dieser Delikte braucht auf Opferseite leichtgläubige, dem immer günstigeren Angebot hinterherjagende Menschen. Sogenannte Fake-Shops, die nicht existente Waren zu unschlagbaren Preisen anbieten, schaffen es immer wieder Kunden zu unüberlegten Zahlungen zu veranlassen, die denken eine echtes "Schnäppchen" machen zu können.

61-mal (58) wollten Straftäter in 2019 an Tankstellen nicht bezahlen und lösten damit Ermittlungsverfahren wegen Tankbetrug aus.

Sonstige Straftatbestände "Widerstand und tätlicher Angriff gegen die Staatsgewalt" wurde in Einsatzlagen handelnden Polizeikräften im Bereich der PI Mayen in 2019 - 27-mal (22) entgegengebracht. Es ist zu beobachten, dass es hier zu einem deutlichen Anstieg von Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen ist. Bedauerlicherweise wurden in zwei Fällen Polizeibeamte so verletzt, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die landesweite Kampagne

https://www.polizei.rlp.de/de/service/aktuelles/immerda/

84 Straftaten des Hausfriedensbruchs, 19 Brandstiftungen - auch fahrlässige -, 211 (227) Beleidigungen und 389 (341) Sachbeschädigungen (SB), davon 169 (153) SB an Kfz, 98 (105) auf Straßen und Plätzen, meist öffentliche Einrichtungen, sowie auch 11 vorgetäuschte Straftaten mussten aufgenommen und bearbeitet werden.

Betäubungsmittelkriminalität (BTM) 159 (148) Verfahren mussten allein durch die Schutzpolizei bearbeitet werden. Hierin sind insbesondere Verfahren aus bekanntgewordenem Besitz von Betäubungsmittel zur Anzeige gebracht. Cannabis und Amfetamin sind die am häufigsten auffallenden Betäubungsmittel.

Computerkriminalität Verändern oder Ausspähens von Daten, Computerbetrug, Scheckkartenmissbrauch und Betrug mittels rechtswidrig erlangter Daten kamen 32-mal zur Anzeige.

Straßenkriminalität Mit 557 (529) Ermittlungen im Bereich der Straßenkriminalität gab es eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Diese Delikte, wie Sachbeschädigung auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen, Körperverletzungen und weitere Taten im öffentlichen Raum, die in der Öffentlichkeit verübt werden, bilden mit nun 16,06 % aller Straftaten einen Schwerpunkt der polizeilichen Ermittlungs- aber auch Präventionsarbeit. Insgesamt liegt hier die Aufklärungsquote (AQ) bei 26 %. 145 (159) Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Eine Vielzahl dieser Taten geschieht im Schutze der Dunkelheit oder im Verlauf von öffentlichen Veranstaltungen und Volksfesten.

Zur Aufklärung der allgemeinen Straßenkriminalität wird dem Slogan

"Bürger und Polizei wir brauchen uns"

eine ganz besondere Bedeutung zugemessen. Nur im gegenseitigen vertrauensvollen Miteinander kann ein sozialadäquates Zusammenleben erreicht und gefestigt werden. Kein Bürger muss sich selber in Gefahr bringen, sollte sich aber nicht scheuen Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten stehen könnten, der Polizei mitzuteilen. Jeder kann irgendwann im Leben Opfer einer Straftat werden und

"Wer nichts tut macht mit"

sollte deshalb keinen Platz in unserer Gemeinschaft haben.

Eine Vielfalt von Tipps, Beratungs- und Hilfsangeboten können durch Nachfrage bei der Polizeiinspektion Mayen zu unterschiedlichen Themen der Vermeidung und Bekämpfung von Straftaten erlangt werden. Ein umfassendes Angebot der polizeilichen Prävention bietet auch der Internetauftritt der polizeilichen Beratung,

http://www.polizei-beratung.de/.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Rink Erster Polizeihauptkommissar

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Mayen

Telefon: 02651-801-0
www.polizei.rlp.de/pd.mayen

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