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Feuerwehr Bergisch Gladbach

FW-GL: Feuerwehr Bergisch Gladbach stattet Rettungsdienst mit neuer Schutzkleidung aus

FW-GL: Feuerwehr Bergisch Gladbach stattet Rettungsdienst mit neuer Schutzkleidung aus
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Bergisch Gladbach (ots)

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach modernisiert die Schutzkleidung ihres Rettungsdienstpersonals umfassend. Die bisherige Bekleidungsserie wurde im Jahr 2013 beschafft und entsprach trotz sorgfältiger Pflege nicht mehr in allen Bereichen dem aktuellen Stand der Technik. Mit der nun erfolgten Neuvergabe werden sowohl die Sicherheit als auch der Tragekomfort und die Sichtbarkeit im Straßenverkehr dem Stand der Technik angepasst.

Die neue Schutzkleidung wird künftig in auffälligem Neongelb anstelle des bisherigen Orangetons getragen. Diese Umstellung dient insbesondere der besseren Erkennbarkeit im Straßenverkehr und an Einsatzstellen. Die Anforderungen an Warnschutzbekleidung nach EN ISO 20471 werden damit konsequent erfüllt. Die Ausstattung gilt für den gesamten Bereich Krankentransport und Notfallrettung. Auch die eingesetzten Notärztinnen und Notärzte werden vollständig durch die Feuerwehr mit der neuen Bekleidung ausgestattet.

Sicherheit und Funktionalität auf dem neuesten Stand

Die neue Bekleidung erfüllt sämtliche aktuellen hygienischen, technischen und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen. Sie ist für bis zu 50 desinfizierende Wasch- und Trocknungszyklen ausgelegt und entspricht den maßgeblichen Normen der industriellen Textilpflege (u. a. RAL GZ 992/2 sowie DIN EN ISO 15797).

Besonderer Wert wurde auf folgende Aspekte gelegt:

   - Verbesserte Sichtbarkeit bei Tag und Nacht
   - Hochwertige retroreflektierende Materialien mit dokumentierter 
     Waschbeständigkeit
   - Optimierter Schnitt für Bewegungsfreiheit im 
     Rettungsdienstalltag
   - Atmungsaktive, hautverträgliche Materialien
   - Robuste Verarbeitung für hohe mechanische Belastungen

Die Bekleidung wird regelmäßig kontrolliert, geprüft und bei Verschleiß eigenständig ausgetauscht. Beschädigte oder nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entsprechende Kleidungsstücke werden innerhalb weniger Werktage ersetzt.

Hohe Waschfrequenz - komplexe Logistik

Im Rettungsdienst ist die Schutzkleidung täglich erheblichen Belastungen ausgesetzt. Teilweise muss sie aus hygienischen Gründen mehrfach pro Schicht gewechselt werden - beispielsweise bei Kontaminationen, Durchfeuchtung oder mechanischen Beschädigungen. Die Reinigung erfolgt nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts im desinfizierenden Waschverfahren. Infektionsverdächtige Wäsche wird getrennt gesammelt und besonders aufbereitet.

Eine Reinigung in feuerwehreigenen Waschmaschinen wäre angesichts:

   - der hohen hygienischen Anforderungen,
   - der notwendigen technischen Ausstattung,
   - der Zertifizierungspflichten,
   - des erheblichen Personalaufwandes

weder wirtschaftlich noch organisatorisch vertretbar. Die Logistik mit Sammlung, Transport, Sortierung, Aufbereitung, Reparatur, Qualitätskontrolle und Rücklieferung ist hochkomplex und erfordert spezialisierte Infrastruktur.

Mietmodell entlastet Feuerwehr organisatorisch

Die Schutzkleidung wird im Rahmen eines Mietmodells bereitgestellt. Eigentümer bleibt der Dienstleister; die Feuerwehr erhält eine vollständige Dienstleistung bestehend aus:

   - Bereitstellung der persönlichen Schutzausrüstung
   - Abholung und Lieferung mindestens zweimal wöchentlich
   - Reinigung und Desinfektion
   - Reparatur und Instandhaltung
   - Ersatz bei Verschleiß
   - Digitale Nachverfolgung der einzelnen Wäschestücke
   - Qualitätssicherung und Dokumentation

Dieses Modell reduziert internen Verwaltungs- und Logistikaufwand erheblich und gewährleistet gleichzeitig eine durchgängige Versorgungssicherheit.

Nachhaltigkeits- und Elektromobilitätskonzept überzeugt

Den Zuschlag erhielt die Miettex Service Meeß GmbH aus Sankt Augustin. Ausschlaggebend war neben Wirtschaftlichkeit und Qualität insbesondere in der Ausschreibung geforderte Nachhaltigkeits- und Elektromobilitätskonzept.

Das Unternehmen verfügt u.a. über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und betreibt eine große Photovoltaikanlage.

In der Wäscherei kommen moderne Wärmerückgewinnungssysteme zum Einsatz. So wird beispielsweise das Wasser der letzten Spülgänge wiederverwendet und über Wärmetauscher vorgewärmt, wodurch Energie- und Wasserverbrauch signifikant reduziert werden.

Im Bereich Logistik setzt das Unternehmen zunehmend auf Elektro- und Hybridfahrzeuge. Für die Belieferung der Feuerwehr Bergisch Gladbach wird mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug eingesetzt. Die Kombination aus eigener Photovoltaik und Elektromobilität ermöglicht eine weitgehend klimaneutrale Versorgung.

Längere Lebensdauer durch textilgerechte Waschprozesse

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sortenreinen, produktbezogenen Aufbereitung der Kleidung. Anders als bei gemischten Waschverfahren werden die Textilien nach Materialart getrennt gewaschen. Dadurch werden:

   - Textilien geschont und ihre Lebensdauer verlängert
   - Wasser-, Energie- und Waschmittelverbrauch reduziert
   - Reinigungsqualität und Hygiene sichergestellt

Die gezielte Anpassung von Waschdauer, Temperatur und Mechanik an den tatsächlichen Verschmutzungsgrad trägt zusätzlich zur Ressourcenschonung bei.

Investition in Sicherheit und Nachhaltigkeit

Mit der Neuausstattung stellt die Feuerwehr Bergisch Gladbach sicher, dass ihre Mitarbeitenden im Rettungsdienst unter optimalen Bedingungen arbeiten können. Neben dem Schutz der eigenen Einsatzkräfte steht dabei auch die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft im Fokus.

Die neue Bekleidung wird ab 06.05.2026 eingeführt und ersetzt die bisherige Serie vollständig.

Hintergrund: Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach

In Nordrhein-Westfalen sind die Kreise und kreisfreien Städte Träger des Rettungsdienstes. Sie sind damit für die Organisation, Planung und Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung verantwortlich. Große und häufig auch mittlere kreisangehörige Städte übernehmen als Träger von Rettungswachen darüber hinaus eigene operative Aufgaben.

Die Stadt Bergisch Gladbach ist Trägerin der Rettungswachen im Stadtgebiet. In der Notfallrettung setzt sie eigene Kräfte - Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamte - mit eigenen Fahrzeugen entsprechend der rettungsdienstlichen Bedarfsplanung des Kreises ein.

Im Krankentransport werden die städtischen Fahrzeuge durch Mitarbeitende des Deutsches Rotes Kreuz (DRK) besetzt. Die Kräfte des DRK handeln dabei im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach betreibt im Stadtgebiet zwei Feuer- und Rettungswachen sowie eine weitere Rettungswache, die gemeinsam mit dem Feuerwehrhaus in Refrath untergebracht ist. Stationiert sind dort:

Feuer- und Rettungswache 1 - Paffrather Straße

   - Zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (ein Fahrzeug rund um die Uhr, ein 
     weiteres täglich 12 Stunden besetzt)
   - Drei Rettungswagen (zwei Fahrzeuge rund um die Uhr, ein weiteres
     täglich 12 Stunden besetzt)

Feuer- und Rettungswache 2 - Wipperfürther Straße

   - Ein Notarzteinsatzfahrzeug (rund um die Uhr besetzt)
   - Ein Rettungswagen (rund um die Uhr besetzt)

Rettungswache 4 - Steinbreche

   - Ein Rettungswagen (rund um die Uhr besetzt)

Im Jahr 2025 wurde der Rettungsdienst zu rund 25.000 Einsätzen alarmiert, davon rund 5.000 unter Beteiligung eines Notarztes. Damit stellt die Stadt Bergisch Gladbach eine leistungsfähige, flächendeckende und rund um die Uhr verfügbare Notfall- und Krankentransportversorgung für ihre Bürgerinnen und Bürger sicher. (es)

Rückfragen bitte an:

Stadt Bergisch Gladbach | Der Bürgermeister
Fachbereich 10 - Feuerwehr und Rettungsdienst
Stabsstelle Kommunikation und Medien

Feuer- und Rettungswache 1
Paffrather Str. 175 | 51465 Bergisch Gladbach

Telefon: 02202 238-538 | E-Mail: presse-feuerwehr@stadt-gl.de
Internet: www.feuerwehr-gl.de

#EINSATZFÜRGL | social.feuerwehr-gl.de

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