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Feuerwehr Frankfurt am Main

FW-F: Stadtverordnetenversammlung beschließt Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Feuerwehr Frankfurt

FW-F: Stadtverordnetenversammlung beschließt Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Feuerwehr Frankfurt
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Frankfurt am Main (ots)

Die Stadtverordnetenversammlung hat heute die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans (BEP) für die Feuerwehr beschlossen. Trotz einer angespannten Haushaltslage setzt die Stadt damit ein klares Zeichen für Sicherheit: Die Arbeit der Feuerwehr bleibt ein zentraler Schwerpunkt kommunalen Handelns. Die Fortschreibung des BEP stärkt die Sicherheit der Frankfurterinnen und Frankfurter auch für die kommenden Jahre.

Mit dem neuen Plan stellt die Stadt sicher, dass die Feuerwehr auch künftig zuverlässig ihren Auftrag erfüllen kann. Der BEP zeigt auf, wo die Feuerwehr heute steht, welche Risiken zugenommen haben und welche Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit in Frankfurt auch in Zukunft zu gewährleisten. Er setzt die strategischen Leitplanken für die nächsten zehn Jahre - mit dem Ziel, die Feuerwehr bedarfsgerecht und leistungsfähig aufzustellen.

Der Beschluss ist ein erster, wenngleich wichtiger Schritt. Der BEP schafft die notwendige fachliche und strategische Grundlage - seine Wirkung entfaltet er, wenn die vorgesehenen Maßnahmen konsequent umgesetzt und die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

"Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Ich freue mich, dass der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung an einem Strang ziehen und mit diesem Beschluss die Bedeutung der Feuerwehrarbeit klar anerkennen. Der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan ist ein wichtiger Meilenstein für die Menschen in Frankfurt am Main," betont Annette Rinn, Dezernentin für Sicherheit, Ordnung und Brandschutz.

Warum braucht Frankfurt einen neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan?

Der bisherige Bedarfs- und Entwicklungsplan stammte aus dem Jahr 2013. Seitdem ist die Stadt deutlich gewachsen, die Einsatzzahlen steigen, ebenso die Einwohner- und Pendlerzahlen. Große Infrastrukturprojekte verlängern zudem die Anfahrtszeiten. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an Brandschutz und Allgemeine Hilfe weiterentwickelt. Der neue BEP zeigt, dass die bisherigen Strukturen nicht mehr ausreichen, um die Schutzziele dauerhaft zuverlässig einzuhalten - insbesondere in wachsenden Stadtteilen.

Grundsätzlich definieren die Schutzziele, in welcher Zeit, wie viele Einsatzkräfte mit welcher Ausstattung am Einsatzort sein müssen, um wirksam Hilfe zu leisten. Dazu kommt: Frankfurt ist ein urbaner Raum mit besonderen Anforderungen an eine Feuerwehr. Daher gehen die Frankfurter Schutzziele über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Sie dienen weiterhin als fachlicher Maßstab für die Leistungsfähigkeit der Gefahrenabwehr. Ein Beispiel: Bisher wurde bei der Hilfsfrist nur die Fahrzeit bemessen - innerhalb von fünf Minuten sollte das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintreffen. Im neuen BEP wird künftig der vollständige Prozess in Kennzahlen abgebildet - vom Notruf bis die Hilfe ankommt. Konkret ist festgelegt, dass die erste taktische Einheit innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung an der Einsatzstelle eintrifft; weitere Einsatzkräfte erfolgen zeitlich gestaffelt zur vollständigen Erfüllung des Einsatzauftrags.

Der BEP sieht unter anderem Veränderungen in der Standortstruktur vor, darunter einen zusätzlichen Standort für eine Feuer- und Rettungswache im Bereich der Innenstadt sowie Neu- und Umbauten bestehender Wachen und Feuerwehrhäuser. Zudem legt er Anforderungen an die verkehrliche Anbindung sowie an die personelle und technische Ausstattung fest.

Ein zentraler Baustein ist der Personalbereich. Bis 2030 wurde ein zusätzlicher Personalbedarf ermittelt, der langfristig einem Umfang von 111 zusätzlichen Stellen entspricht. Der Personalaufwuchs erfolgt vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, begrenzten finanziellen Spielräumen sowie begrenzten Ausbildungskapazitäten schrittweise und priorisiert. Er ist auf die Haushaltsjahre 2026 und 2027 verteilt und dient in erster Linie der Stabilisierung der Einsatzbereitschaft.

Ergänzend setzt der Magistrat auf organisatorische, technische und taktische Maßnahmen, um das System der Gefahrenabwehr insgesamt stabil zu halten. Dazu gehört unter anderem die stärkere Einbindung der Freiwilligen Feuerwehren.

"Mit der Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans stellen wir die Feuerwehr zukunftsfest auf. In einer zunehmend unübersichtlichen weltpolitischen und gesellschaftlichen Lage ist eine leistungsfähige und resiliente Feuerwehr unverzichtbar. Mein Dank gilt der Verwaltung und der Politik für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan hilft uns, auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben", erklärt Markus Röck, Amtsleiter der Branddirektion Frankfurt am Main.

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan ist nicht öffentlich einsehbar, da er sensible und sicherheitsrelevante Informationen enthält. Über konkrete Umsetzungsmaßnahmen wie Bauvorhaben, Neueinstellungen oder die Indienststellung neuer Fahrzeuge informiert die Feuerwehr jedoch zuverlässig und transparent. Eine Veröffentlichung sicherheitsrelevanter Detailinformationen des BEP über den eng begrenzten Personenkreis hinaus würde die Wirksamkeit der Gefahrenabwehr beeinträchtigen und dient daher dem Schutz von Leben und Gesundheit.

Mit dem heutigen Beschluss legt die Stadt Frankfurt die Grundlage für eine auch künftig leistungsfähige Feuerwehr. Zentrale Schwerpunkte des BEP sind Personalaufbau, ein zusätzlicher Standort für eine Feuer- und Rettungswache sowie weitentwickelte Schuttziele. Die Anforderungen an die Feuerwehr steigen - und die Stadt reagiert darauf mit einer realistischen, verantwortungsvollen Strategie.

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