PM: Neue Brutinseln für Flussseeschwalben auf den Groß Schauener Seen
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Neue Brutinseln für Flussseeschwalben auf den Groß Schauener Seen
Mit vereinten Kräften haben Mitarbeitende der Heinz Sielmann Stiftung und der Fischerei Köllnitz am Dienstag, 31. März, zwei weitere Brutinseln für Flussseeschwalben auf die Groß Schauener Seen gebracht. Damit konnten die Vorbereitungen für die neue Brutsaison abgeschlossen werden, bevor die stark gefährdete Seeschwalbenart aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehrt.
Noch am Ufer wurden die 6 und 15,5 Quadratmeter großen Plattformen für den Transport auf den See vorbereitet. „Flussseeschwalben brüten bevorzugt auf vegetationsfreien Sand- und Kiesbänken“, erklärt Tim Funkenberg, Gebietsbetreuer von Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen. Um diese Bedingungen nachzuahmen, befüllten Mitarbeitende der Heinz Sielmann Stiftung die Aluminiumbecken mit insgesamt knapp vier Tonnen Kies.
„Da war Muskelkraft gefragt. Zuvor unterstützte uns Landwirt Jan Vogel mit der entsprechenden Technik, um die Brutinseln zu verladen. Für die geballte Unterstützung dieses Projekts sind wir sehr dankbar“, sagt Funkenberg.
Brutinseln ermöglichen besondere Vogelbeobachtungen
Mit den Booten der Fischerei Köllnitz wurden die tonnenschweren Brutinseln anschließend auf den Groß Schauener See gezogen und verankert. Eine der Inseln liegt nun in unmittelbarer Nähe des Anlegers der Fischerei. Dadurch können Naturinteressierten die Flussseeschwalben künftig noch besser mit einem Fernglas oder Spektiv beobachten. Ab Mitte April kehren die Langstreckenzieher aus ihren Überwinterungsgebieten in Süd- und Westafrika zurück.
Positiver Populationstrend soll sich fortsetzen
Im Frühjahr 2023 brachte die Heinz Sielmann Stiftung erstmalig künstliche Brutinseln für die Flussseeschwalben in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen aus. Seitdem registrieren Funkenberg und ehrenamtliche Ornithologen jährlich sehenswerte Bruterfolge und eine wachsende Population.
„Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands stuft Flussseeschwalben als stark gefährdet ein. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Bemühungen zum Schutz dieser Art fortführen und das Potential in unseren Landschaften ausschöpfen“, betont Funkenberg. Mit den neuen Brutinseln schafft die Heinz Sielmann Stiftung die Voraussetzung für ein kontinuierliches Wachstum der Population. „Allein im vergangenen Jahr schlüpften über 50 Jungvögel auf den Brutinseln. In den folgenden Jahren hoffen wir natürlich auf mehr“, sagt Funkenberg.
Mehr über das Flussseeschwalben-Projekt der Heinz Sielmann Stiftung erfahren Sie hier.
Pressefotos
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Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauen
Seit 2001 betreut die Heinz Sielmann Stiftung 1.167 Hektar im Naturpark Dahme-Heideseen südöstlich von Berlin. Die Seenlandschaft ist Heimat für viele, teils seltene Arten wie den Fischotter, den Moorfrosch, die Große Rohrdommel ebenso wie die Flussseeschwalbe. Naturliebhaber können die landschaftliche Schönheit und Vogelvielfalt der Groß Schauener Seen auf Rund- und Wanderwegen hautnah erleben. Eine Ausstellung auf dem Gelände des Naturguts Köllnitz und ein Naturlehrpfad zeigen die Schätze dieser Naturlandschaft.
Mehr über Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen erfahren Sie hier.
Katja Benke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Natur-Erlebniszentren Brandenburg Wanninchen 1 15926 Luckau, OT Görlsdorf
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