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Westfalenpost: Und sie kommt doch Große Koalition
Mit Kanzlerin Merkel

    Hagen (ots) - Von Bodo Zapp

    Na also, es geht doch! Dicke Sach-Stolpersteine scheinen aus dem Weg geräumt zu sein, die Lösung der wichtigsten K-Personalfrage steht vor der Bekanntgabe: Eine große Koalition ist in greifbare Nähe gerückt. Unter Gesichtswahrung für Union und SPD. Erstere kann sich nicht darauf einlassen, dass die abgelöste Regierung die neue Kanzlerschaft bestimmt, Angela Merkel war Spitzenkandidatin und wird Regierungschefin. Punkt. Die Sozialdemokraten werden später darauf verweisen können, dass ihr Bisher-Festhalten an Schröder, wider alle Ergebniszahlen, eine weitgehende Fortsetzung der Reformen in ihrem Sinne möglich gemacht hat. Koalitionen sind ein Geben und Nehmen, die Durchsetzung von Maximalforderungen ist fern politischer Realität. Ob CDU und CSU eine Einigung auf die größten gemeinsamen Nenner auch mit Personal-Zugeständnissen erkaufen - Clement weiter der "Reformminister"? - wird Thema des heutigen Spitzengesprächs unter acht Augen sein. Wichtig für die Bürger ist der von allen bekundete Wille, die Probleme des Landes anzupacken. Zukunftsweisend, nicht ohne Schmerzen, aber sozial verträglich. Als erstes sollte die Föderalismusreform Hemnis-abbauend über die Bühne gehen. Dann warten die dicken Brocken Arbeitsmarkt und Haushaltsanierung auf zupackende Politik. Eine Vertrauensbasis sei gelegt, das hören wir gerne. Zumal es keine echte Alternative zur großen Koalition gibt. CDU-intern dürfte das Vertrauenstuch zwischen Merkel und Merz nach dessen neuerlicher Attacke zerschnitten sein. Man fragt sich, welcher Störteufel ihn zur Unzeit reitet.

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