Alle Storys
Folgen
Keine Story von Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) mehr verpassen.

Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)

Gewalt-Eskalation in Myanmar: Regionaler Druck auf Militärführung gefordert

Gewalt-Eskalation erfordert regionalen Druck:

  • ASEAN-Staaten müssen auf myanmarisches Militär einwirken
  • Region wird durch eskalierende Gewalt in Mitleidenschaft gezogen
  • Friedliches, demokratisches Myanmar wäre ein Gewinn für alle Nachbarländer

Nach der erneuten Gewalt-Eskalation durch das myanmarische Militär ruft die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Nachbarländer Myanmars zum gemeinsamen Handeln auf. Die ASEAN-Staaten, vor allem Indonesien, Malaysia und Thailand sollten versuchen, die demokratischen Bestrebungen der Menschen in Myanmar durch gezielte Sanktionen gegen das Militär-Regime des Landes und sein Wirtschaftsimperium zu unterstützen. „Die unmittelbaren Nachbarstaaten Myanmars haben allen Grund, sich mit den Demonstrierenden solidarisch zu erklären und das Militär zum Rückzug zu drängen“, erklärte Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, heute in Göttingen. „Denn einerseits werden sie in Mitleidenschaft gezogen, wenn die Generäle noch mehr an der Gewalt-Spirale drehen. Andererseits wäre ein friedliches, demokratisches Myanmar ein Gewinn für die gesamte Region.“ Schon jetzt hätten diese Länder hunderttausende aus Myanmar vertriebene Rohingya und Angehörige anderer Minderheiten aufgenommen. Erneute Vertreibungswellen würden diese ohnehin armen Staaten hingegen weiter belasten.

„Ohne gezielten Druck wird die Militär-Junta ihren brutalen Kurs fortsetzen und es wird noch viel mehr Tote geben“, erwartet Causevic. „Dieser Druck muss von allen möglichen Seiten kommen: aus dem Inneren des Landes, aus westlichen Ländern, aus der Region selbst und wenn möglich von internationalen Organisationen. Der UN-Sicherheitsrat müsste den Fall eigentlich dringend an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verweisen, auch um weitere Verbrechen der letzten Jahre aufzuklären.“

„Durch den Ausnahmezustand und die Gewalt des Militärs ist das ganze Land paralysiert. Humanitäre Organisationen haben keinen Zugang, Zivilgesellschaft und Medien können kaum arbeiten“, so Causevic. „Das muss sich schleunigst ändern, damit Myanmar zur Demokratie zurückkehren und die gesamte Region Frieden finden kann.“

Sie erreichen Jasna Causevic unter j.causevic@gfbv.de oder 0551/49906-16.

Gesellschaft für bedrohte Völker
Postfach 2024
D-37010 Göttingen
Tel.: +49 551 499 06-21
Fax: +49 551 580 28
E-Mail: info@gfbv.de
www.gfbv.de
Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status bei den UN und mitwirkendem Status beim Europarat
Weitere Storys: Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)
Weitere Storys: Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)
  • 25.02.2021 – 08:26

    10. Jahrestag des syrischen Aufstandes (4.3.): Die westliche Syrien-Politik ist gescheitert

    10. Jahrestag des syrischen Aufstandes (4.3.): - Westliche Syrien-Politik erfolglos – Umdenken notwendig - Türkei und Verbündete inzwischen für die meisten Verbrechen verantwortlich - Ethnische und religiöse Minderheiten besonders betroffen Zum 10. Jahrestag des Aufstandes gegen den syrischen Diktator Baschar al-Assad zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker ...

  • 18.02.2021 – 14:34

    Einladung zur Online-Veranstaltung: Die aktuelle Menschenrechtssituation auf der Krim

    Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Gesellschaft für Osteuropakunde organisieren eine Online-Veranstaltung zur Menschenrechtslage auf der Krim, zu der wir Sie herzlich einladen. Die Veranstaltung am 24. Februar 2021 beginnt um 18 Uhr deutscher Zeit. Sie wird simultan ...

  • 18.02.2021 – 09:03

    Olympische Winterspiele im Land der Lager: GfbV-Memo zur Menschenrechtslage in China

    GfbV-Memo zur Menschenrechtslage in China: - Menschenrechtslage seit Sommerspielen 2008 deutlich verschlechtert - Internationales Olympisches Komitee schweigt und akzeptiert Verbrechen - „Olympische Winterspiele im Land der Lager“ im Anhang Am 20. Februar 2022 werden in Peking die Olympischen ...

    Ein Dokument