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Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

VNW-Direktor Andreas Breitner: „Olympia führt nicht automatisch zu Mieterhöhungen. Der Senat hat alle Instrumente in der Hand, diese zu verhindern. Er wird sie nutzen.“

34/2026

Ein im Auftrag der Linken erstelltes Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ergibt, dass es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Olympischen Spielen und steigenden Immobilien- oder Mietpreisen gibt. Die Gefahr besteht vor allem dann, wenn die Stadt keine geeigneten Maßnahmen gegen Gentrifizierung und Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte unternimmt.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Die Wissenschaftler sind in ihrer Aussage klar: Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Olympischen Spielen und einem flächendeckenden Anstieg der Mieten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hamburg die Hände in den Schoß legen kann. Natürlich müssen die Stadtplanung und die Nachnutzung des Olympischen Dorfes so gesteuert werden, dass das bezahlbare Wohnen im Mittelpunkt steht.

Ich bin sicher, dass der rot-grüne Senat genau diese Herausforderung bei der Bewerbung um die Austragung der Olympischen Sommerspiele im Blick hat. Es kommt am Ende darauf an, was wir aus Olympia machen. Wenn man so will, haben die Olympischen Sommerspiele bereits begonnen. Olympia führt nicht automatisch zu Mieterhöhungen. Der Senat hat alle Instrumente in der Hand, diese zu verhindern. Er wird sie nutzen.

Es ist richtig, das geplante olympische Dorf so zu konzipieren, dass es nach den Spielen als bezahlbarer Wohnraum genutzt werden kann. Vom Olympischen Dorf zu einem modernen Stadtteil: Hamburg kann der Welt zeigen, wie das geht. Abgesehen davon, dass der Senat große Stadtentwicklungsprojekte in Altona, Wilhelmsburg und Bergedorf vorantreibt, gibt es in der Hansestadt eine Vielzahl von Regeln, die ‚Wild-West‘ auf dem Wohnungsmarkt verhindern.

Natürlich werden Olympische Spiele die Attraktivität Hamburgs erhöhen und möglicherweise den Zuzug verstärken. Aber Hamburg ist auch ohne Olympische Sommerspiele eine attraktive Stadt und erlebt seit vielen Jahren vor allem aus dem Ausland Zuzug. Zugleich, das belegt die auf fast 300.000 real abgeschlossenen Mietverträgen beruhende Mietenstudie aus dem vergangenen Herbst, liegt die monatliche Nettokaltmiete im Durchschnitt bei 9,11 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – und damit deutlich unter den Werten anderer europäischer Metropolen.

Die Neuvertragsmiete liegt bei durchschnittlich 10,13 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Wenn es gelingt, auch im Zuge von Olympia die gemeinwohlorientierte Wohnungswirtschaft stärker ins Bauen zu bringen, wird mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen.“

21-05-2026

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 489 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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