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20.07.2020 – 12:08

Bergwaldprojekt e.V.

PRESSEMITTEILUNG: Nach Corona-Pause: Über 60 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt e.V. wieder vier Wochen im Einsatz für die Moore im Nationalpark Jasmund

PRESSEMITTEILUNG: Nach Corona-Pause: Über 60 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt e.V. wieder vier Wochen im Einsatz für die Moore im Nationalpark Jasmund
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Vom 19. Juli bis 15. August 2020 sind insgesamt über 60 Freiwillige, darunter in der zweiten Woche im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule 14 Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde, mit dem Bergwaldprojekt e.V. im Einsatz im Nationalpark Jasmund. Die Freiwilligen werden in dieser Zeit die historischen Entwässerungsstrukturen von dortigen Mooren unwirksam machen, um eine Wiedervernässung der Flächen zu erreichen und die Renaturierung einzuleiten. Ziele der Einsatzwochen sind, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise auch über die Projektwochen hinaus.

Sie sind herzlich eingeladen, unser Team bei dem Einsatz zu besuchen.

Nach Corona-Pause: Über 60 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt e.V. wieder vier Wochen im Einsatz für die Moore im Nationalpark Jasmund

Würzburg / Sassnitz, 20.07.2019

Nachdem das Bergwaldprojekt e.V. wegen der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie fast vier Monate lang keine Projektwochen mit Ehrenamtlichen durchführen konnte, startete am 5. Juli 2020 der deutschlandweite Projektbetrieb wieder. Vom 19. Juli bis 15. August 2020 sind insgesamt über 60 Freiwillige, darunter in der zweiten Woche im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule 14 Studierende des Bachelor-Studiengangs Landschaftsnutzung und Naturschutz der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde, mit dem Bergwaldprojekt e.V. im Einsatz im Nationalpark Jasmund. Die Freiwilligen werden in dieser Zeit die historischen Entwässerungsstrukturen von dortigen Mooren unwirksam machen, um eine Wiedervernässung der Flächen zu erreichen und die Renaturierung einzuleiten. Die Studierenden werden das Projekt zusätzlich wissenschaftlich begleiten. Ziele der Einsatzwochen sind, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise auch über die Projektwochen hinaus. Auf die Einhaltung der Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird dabei selbstverständlich geachtet.

Unter der Anleitung von Lutz Rohland und Johannes Nies vom Bergwaldprojekt e.V. sowie Prof. Dr. Uta Steinhardt, Professorin für Landschaftsökologie und Landnutzungsplanung an der HNE Eberswalde, und unter der Regie von Dr. Ingolf Stodian, Leiter des Nationalparks Jasmund im Nationalparkamt Vorpommern, werden die Freiwilligen an der Wiedervernässung des über Jahrzehnte durch Entwässerungsgräben stark gestörten Gewässersystems und seiner Moore arbeiten, um die natürlichen Prozesse im Nationalpark zu unterstützen. Dazu werden die einstigen Entwässerungsgräben der Moore verfüllt und mit Sperrwerken aus Holz verschlossen. Die Studierenden begleiten das Projekt in Theorie und Praxis: Sie beschäftigen sich mit der Frage, ob eine Grabenverfüllung mit Fremdmaterial wie Sägemehl zu Nährstoffeintrag in das Moor führt und deren Folgen.

Die Teilnehmenden zelten während ihres Einsatzes, und ein Koch und eine Köchin kümmern sich um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung.

Ein wichtiges Anliegen dieses Einsatzes ist es, den Schutz der Artenvielfalt und des Klimas zu vermitteln: "Moore sind nicht nur wichtige Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten", so Ingolf Stodian vom Nationalparkamt Vorpommern, "sondern auch bedeutende Wasser- und Kohlenstoffspeicher." Im naturnahen Zustand sind Moore dauerhafte Kohlenstoffsenken - im degradierten Zustand allerdings Quellen für Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas. Ihr Schutz ist deshalb vorsorgender Klimaschutz. Während der Einsatzwochen sind jeweils auch Exkursionen vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte der Moore für die Ehrenamtlichen näher zu beleuchten und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, besser verständlich zu machen.

Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: "Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und nachhaltiger zu gestalten, etwa konkret beim Verzicht auf Torf in der Blumenerde. Sie beteiligen sich somit an unterschiedlichen Stellen am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist."

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 3.000 Teilnehmenden und über 100 Projektwochen an verschiedenen Standorten. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mehr Infos: www.bergwaldprojekt.de.

Nationalparkamt Vorpommern, Außenstelle Nationalpark Jasmund
Dr. Ingolf Stodian, Dezernatsleiter
Tel.: 038392 3501123 oder 0172 2472715
E-Mail: ingolf.stodian@npa-vp.mvnet.de 
Lena Gärtner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0931 991 220 11
E-Mail: lg@bergwaldprojekt.de

Kontakt vor Ort:

Lutz Rohland (Bergwaldprojekt e.V.), Leitung Einsatzwochen vom 19. Juli bis 1. August, mobil: 0174 1335060,
Johannes Nies (Bergwaldprojekt e.V.), Leitung Einsatzwochen vom 2. bis 15. August, mobil: 0176 99804790

Bitte senden Sie Belegexemplare an presse@bergwaldprojekt.de, vielen Dank.