Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)
Verbände-Demonstration in Berlin: Wer an der psychischen Gesundheit spart, spart an der falschen Stelle!
Ein Dokument
Wir – ein breites Bündnis psychotherapeutischer Berufs- und Fachverbände – laden Sie zur Teilnahme an der Demonstration gegen Kürzungen in der Psychotherapie ein.
Sie wird am Mittwoch, den 15.04.2026 um 13:00 Uhr in der Paul-Löbe-Allee in Berlin mit einer Kundgebung beginnen. Anschließend zieht sie zum GKV-Spitzenverband (Reinhardtstraße 28, 10117 Berlin), wo die Abschlusskundgebung gegen 15:30 Uhr stattfinden wird.
Redner*innen (geplant):
- Dr. Andreas Gassen, KBV
- Cornelia Metge, Bundespsychotherapeutenkammer
- Johanna Alisa Jung (Petentin der Petition mit derzeit über 550.000 Unterschriften)
- Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier (DGPs)
- Dr. Christina Jochim, Dr. Enno Maaß und Gebhard Hentschel (DPtV)
- Mathias Heinicke, Ariadne Sartorius (bvvp)
- Ronald Schelte (DGPT)
- Bettina Meisel (VaKJP)
- Christa Leiendecker (DPV)
- Sema Akbunar (DGVT)
- Bundesschüler*innenkonferenz (angefragt)
- Vertreter*innen von Patient*innenverbänden
Hintergrund:
Die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen wurde zum 1. April 2026 pauschal um 4,5 % gekürzt (Beschluss erweiterter Bewertungsausschuss am 11. März 2026 auf Betreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen). Die „sprechende Medizin“ wurde vorher schon mit Abstand am schlechtesten vergütet. Sie weiter zu kürzen, ist ein fatales Signal. Doch damit nicht genug. Weitere Vorschläge für Kürzungen im Bereich der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen machte die Finanzkommission Gesundheit am 30. März 2026. Auch hier wurde der Rotstift überproportional stark bei der Psychotherapie angesetzt.
Psychotherapeut*innen wie Betroffene sind bestürzt und verunsichert. Bereits seit Mitte März gab es zahlreiche Aktivitäten. Eine Petition mit über einer halben Million Unterschriften macht deutlich, dass unser Anliegen viele Unterstützer*innen hat. In einer Zeit der globalen Krisen ist die psychotherapeutische Versorgung wichtiger denn je. Wird hier gespart, hat das auch gesellschaftliche Auswirkungen.
Darum demonstrieren wir am 15. April 2026 im Rahmen des bundesweiten Aktionstags gemeinsam in Berlin und fordern die Politik auf, die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland zu sichern und nicht weiter auszuhöhlen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und mögliche Berichterstattung.
Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage weiteres Hintergrundmaterial zur Verfügung und vermitteln Ihnen Interviewpartner*innen.
Pressekontakt/Interview-Anfragen: Hans Strömsdörfer Pressesprecher / Leiter Kommunikation DPtV Deutsche PsychotherapeutenVereinigung Am Karlsbad 15 10785 Berlin Tel. 030 235009-27 Fax 030 235009-44 Mobil 0157 73744828 presse@dptv.de www.dptv.de