Der neu beschlossene bayerische "Uniformtag" ist ein Produkt politischen Marketings
Straubing (ots)
Wieder eine tolle Idee zur Anerkennung der unentgeltlich Dienst an der Gesellschaft Leistenden, ohne dass die klammen öffentlichen Finanzen strapaziert werden müssen. Die Frage ist allerdings, ob es wirklich ein Herzensanliegen von freiwilligen Feuerwehrleuten oder Helfern des Technischen Hilfswerks ist, in ihrer Uniform an der Seite der Kollegen im Büro Vorgänge zu bearbeiten. Am Fließband oder im Homeoffice macht das Ganze nur wenig Sinn. Der hierzulande tief verwurzelte Glaube, dass Menschen in Uniform grundsätzlich ein Stück edler seien als der ununiformierte Rest, mag für den einen oder anderen ein Anreiz sein, einmal im Jahr erkennbar in (Ehren-)Amt und Würden am Arbeitsplatz zu erscheinen. Wahrscheinlich aber dürfte sich der "Uniformtag" bald in das auflösen, was er ist: eine weitere Luftnummer des politischen Marketings. Es gäbe eine ganze Reihe von Maßnahmen zu verbesserten Rahmenbedingungen, für die Ehrenamtliche wirklich dankbar wären.
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