Preis-Schock 2.0?
Wie Anleger der Inflation begegnen sollten
Itzehoe (ots)
2,7 Prozent. Das war die Inflationsrate im März, eine wenig überraschende Steigerung angesichts der Energiepreis-Entwicklung. "Inflation ist kein Unfall", sagt Jörg Wiechmann, Geschäftsführer beim Itzehoer Aktien Club (IAC). "Sie ist ein wiederkehrendes Muster im Spiel von Wirtschaft und Finanzen - und Zinssparer gehen stets erneut als Verlierer daraus hervor." Er zeigt auf, was zu tun ist.
Die Corona-Krise und der Ukraine-Krieg hatten die Inflation in der Euro-Zone auf mehr als zehn Prozent getrieben. Arbeitnehmer und Rentner konnten dies - wenn auch zeitverzögert - über Lohn- und Rentensteigerungen kompensieren. Sparer, allen voran Zinssparer, hingegen nicht, wie Jörg Wiechmann betont: "Wer sein sauer Erspartes in Sparbüchern, Tagesgeld oder Lebensversicherungen hortete, verlor damals real massiv an Kaufkraft." Zwar hob die Europäische Zentralbank EZB den Leitzins auf bis zu vier Prozent an. Doch wenn die Banken dies überhaupt an die Sparer weitergaben, reichte es nicht, um den Kaufkraftverlust auch nur annähernd auszugleichen.
Jetzt drohe mit dem Iran-Krieg der nächste Inflationsschock, sagt Jörg Wiechmann. Energiepreise explodieren durch die Sperrung der Straße von Hormus, gleichzeitig wird Infrastruktur zerstört, deren Wiederaufbau Jahre dauern kann. Das Angebot verknappt sich, die Preise reagieren sofort. Damit sei ein neuer Inflationsschub sicher, nur die Höhe noch offen, so der IAC-Experte. "Und wenn die Inflation erst einmal da ist, hat das Ersparte bereits an Wert verloren."
Wer sich schützen wolle, müsse der Inflation daher zuvorkommen. "Langfristig bieten nur Sachwerte Schutz: Gold, Immobilien, Aktien", erklärt Jörg Wiechmann. Gold befinde sich aber nach starkem Anstieg in einer Korrekturphase, das Abwärtspotenzial sei weiter erheblich. Die Immobilienpreis-Rallye wurde bereits 2022 jäh beendet durch steigende Zinsen. Jetzt werde die EZB ebenfalls kaum um Zinserhöhungen herumkommen.
Und Aktien? Auch an der Börse geht es schwankend zu wegen des Iran-Krieges und der Konjunktursorgen. Aber: "Unternehmensbeteiligungen haben einen entscheidenden Vorteil", unterstreicht Jörg Wiechmann. Zwar leiden die Firmen auch unter steigenden Preisen und Personalkosten - sie können ihre eigenen Preise aber nach oben anpassen, sodass Inflation nur ein durchlaufender Posten sei. Das bedeutet für Anleger: "Ein breit gestreutes Portfolio aus internationalen Qualitätsaktien war historisch der beste Inflationsschutz."
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