Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg
POL-NI: Schiffs-/Bootsunfall auf der Weser bei Mehlbergen - Bootsführer leicht verletzt - Polizei sucht Zeugen
Balge-Mehlbergen (ots)
(Thi) Am Samstagnachmittag, 20.06.2026, kam es auf der Bundeswasserstraße Weser in Höhe der Marina Mehlbergen zu einem Schiffsunfall, bei dem ein 52-jähriger Bootsführer leicht verletzt wurde.
Gegen 16:56 Uhr wurde gemeldet, dass auf der Weser ein Boot mit mehreren Personen gekentert sei und eine Person vermisst werde. Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG sowie die Wasserschutzpolizei wurden umgehend alarmiert.
Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte konnten jedoch schnell Entwarnung geben: Alle beteiligten Personen befanden sich bereits außerhalb des Wassers. Ein 52-jähriger deutscher Bootsführer hatte sich jedoch Verletzungen im Gesicht zugezogen.
Nach den bisherigen Ermittlungen war der Mann mit einem motorisierten Schlauchboot von der Marina Mehlbergen auf die Weser eingefahren. Hinter dem Boot wurde ein mittels Seil befestigtes Luftkissen gezogen, auf dem sich seine 45-jährige Ehefrau sowie eine weitere 39-jährige Frau befanden.
Kurz nach dem Ablegen stürzte der Bootsführer aus bislang ungeklärter Ursache vom Boot und geriet zwischen das Schlauchboot und das Luftkissen. Da keine sogenannte Totmannschnur getragen wurde, schaltete sich der 20-PS-Außenbordmotor nicht automatisch ab. In der Folge wurde der im Wasser befindliche Bootsführer durch die weiterhin rotierende Schiffsschraube im Gesicht verletzt.
Die beiden Frauen begaben sich ebenfalls ins Wasser. Das nun führerlose Schlauchboot zog das Luftkissen weiter hinter sich her und drehte mehrere Runden auf der Weser.
Zwei in der Nähe befindliche Jetski-Fahrer bemerkten die Notlage, retteten die drei Personen aus dem Wasser und brachten sie sicher zur Marina Mehlbergen. Das herrenlose Schlauchboot wurde anschließend durch Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG gesichert. Zur Unterstützung der Lageerkundung kamen zudem zwei Drohnen zum Einsatz.
Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bei den beteiligten Personen verlief negativ. Hinweise auf den Einfluss anderer berauschender Mittel ergaben sich ebenfalls nicht.
Der verletzte Bootsführer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Nienburg gebracht. Die Verletzungen werden nach derzeitigen Erkenntnissen als leicht eingestuft.
Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Ursache des Sturzes aufgenommen.
Zeugenaufruf
Insbesondere die beiden bislang namentlich nicht bekannten Jetski-Fahrer, die maßgeblich zur Rettung der Personen beigetragen haben, sowie weitere Zeuginnen und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich bei der Wasserschutzpolizei Nienburg unter der Telefonnummer 05021/92120 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Rückfragen bitte an:
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