POL-HI: Verkehrssicherheitswoche der Polizei Hildesheim
Hildesheim (ots)
HILDESHEIM - (jpm) Die Verkehrsüberwachung gehört zu den Kernaufgaben der Polizei. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen im Stadtgebiet führte die Polizei Hildesheim unter Federführung des Einsatz- und Streifendienstes vom 13. bis zum 19. April 2026 eine Verkehrssicherheitswoche durch. In einem besonderen Fokus standen dabei überhöhte Geschwindigkeit sowie die Fahrtüchtigkeit von Verkehrsteilnehmern. Unterstützt wurden die Kräfte der örtlichen Dienststelle von Mitarbeitern des Landkreises Hildesheim. Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt 629 Ordnungswidrigkeitenverfahren und 17 Strafverfahren eingeleitet.
Überhöhte Geschwindigkeit ist unter anderem eine der Hauptunfallursachen. In diesem Kontext wurden mittels zwei Blitzeranhängern des Landkreises Hildesheim, Handlasermessgeräten und zwei ESO-Messfahrzeugen an unterschiedlichen Stellen Kontrollen durchgeführt. Als Bilanz wurden 527 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Die höchsten Werte wurden dabei in der Berliner Straße (74 km/h anstelle erlaubter 50 km/h), in der Kurt-Schumacher-Straße (56 km/h in einer 30er-Zone) und in der Münchewiese (74 km/h bei erlaubten 50 km/h) gemessen.
Des Weiteren fanden im Innenstadtbereich Überprüfungen des Radverkehrs und von E-Scootern statt. Das Augenmerk lag neben der technischen Ausstattung und dem Vorhandensein eines erforderlichen Versicherungsschutzes insbesondere auf der missbräuchlichen Nutzung von Gehwegen. In diesem Zusammenhang wurden 49 Verstöße geahndet.
Ein weiterer Fokus lag auf der Verkehrsüberwachung im Nahbereich von Schulen. Neben sensibilisierenden Gesprächen diente eine Geschwindigkeitsmesstafel dazu, den Fahrzeugführern ihre Geschwindigkeit unmittelbar anzuzeigen, um so eine eigenverantwortliche Temporeduzierung zu bewirken. Im Zuge der Maßnahmen ahndeten die Kräfte 31 Gurtverstöße und 16 Verstöße durch die Nutzung mobiler Geräte am Steuer.
Vor dem Hintergrund wiederkehrender Beschwerden kontrollierte das Kompetenzteam Tuning der Polizeiinspektion Hildesheim am Samstagabend (18.04.2026) sogenannte Autoposer, um unzulässige Umbauten zu identifizieren, die zu Lärmbelästigungen bzw. einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit führen. Von 88 kontrollierten Fahrzeugen wurden sieben der Dienststelle zugeführt, wo sie auf einer Hebebühne intensiv untersucht wurden. Bei drei dieser Fahrzeuge wurden zahlreiche, zum Teil sicherheitsrelevante Umbauten festgestellt. Die Fahrzeuge wurden sichergestellt und Gutachten in Auftrag gegeben.
Die Bilanz der Kontrollwoche im Hinblick auf die Fahrtüchtigkeit ergab die Einleitung von zehn Ermittlungsverfahren, weil die Fahrer im Verdacht standen, ihre Fahrzeuge unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol geführt zu haben. So wurde in der Nacht zu Sonntag (19.04.2026) ein 40-jähriger Audi-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, bei dem Vortests positiv auf die Beeinflussung durch THC, Kokain und Amphetamin ausfielen. Der Mann ist zudem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und an dem Fahrzeug waren gestohlene Kennzeichen angebracht.
Zwei Verkehrsteilnehmer leisteten im Rahmen der Überprüfungen Widerstand. Auch hier wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet.
Darüber hinaus verzeichneten die Kräfte zwei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Das Gesamtergebnis unterstreicht die Erforderlichkeit derartiger Kontrollen, sei es im täglichen Dienst oder im Rahmen weiterer Verkehrssicherheitswochen.
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